Also ja, das sind Gletscherspalten und die sind je nach Spalte zwischen 1m und 50m tief, das ist variabel, deshalb geht man da nur angeseilt, alles andere wäre selbstmordgefährdet
. Morgens in der Früh (deshalb sind die Aufstehzeiten bei Westalpentouren in der Regel auch zwischen 01.30 Uhr-05.00 Uhr, in Abhängigkeit von der Tourenlänge) ist alles gefroren, auch die Spaltenbrücken, da ist die Spaltensturzgefahr sehr gering.Sobald dann längers die Sonne draufscheint, wird der Schnee/ Firn weich und dann muss man mehr aufpassen bzw. sollte im Idealfall fertig sein
.
Generell geht man mit Steigeisen und Eispickel, wobei wir flache Gletscherquerungen mit Stöcken gehen, der Pickel ist aber immer parat. Bei dem Grat konnte nicht so viel passieren, ausser man stolpert über die eigenen Füsse, da kaum Wächten vorhanden waren
.
Im Hochgebirge haben dier Vierbeiner aber auch immer das Ruffwear an, damit sie im Fall des Falles nicht aus dem Geschirr kippen. Ausserdem kann man sie dann auch mal kurze Passagen hochheben, was beim Felszustieg Richtung Hütte einmal notwendig war.
Vielleicht muss ich noch dazu sagen, dass wir schon lange Hochtouren gemacht haben bevor wir die Hunde hatten, also Eiskurse usw. gemacht und auch viele anspruchsvollere Touren, also nicht ganz unerfahren sind
. Ich gehe auch nach wie vor ein paar "technische" Touren pro Jahr ohne Hunde.
Einzig das Biwackieren haben wir mit den Hunden gemeinsam angefangen, da die meisten SAC Hütten Hunde nicht erlauben und es für mich nicht in Frage kommt, dass meine Vierbeiner vor der Hütte übernachten. Nach ein paar anfänglichen Frusterlebnissen biwackiere ich auch sehr gerne und finde das komfortabler als im Lager mit 10 Schnarchern zu sein
. Einzig die Schlepperei ist etwas mühsam
.