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Thokhalas Geschichte ...

#1 von thokhala , 25.06.2010 18:46

.... und warum mein Herz so an Ihr hängt.

Thokhala ist jetzt ca. 9 oder 10 Jahre alt .Bekommen habe ich Sie mit ca. 2 oder 3 Jahren
von der Polarhilfe.
Sie stammte von einem beschlagnahmten Rudel ( ca. 14. Tiere ) nahe der belgischen Grenze .
Die Huskys "lebten" in einem abgeschirmten " Gehege" , bekamen ca. 1 x die Woche ein
Schaf über den Zaun geschmissen - zum reißen - und ein paar Kübel wasser - das war`s .

Als die Hunde beschlagnahmt wurden, lagen schon angefressene Kadaver im Gehege ,
zwei Tiere konnten sich noch zum Tor schleppen - sind aber dann verendet.

Die Huskys waren allesamt in einem katastrophalen Zustand und es dauerte lange bis Sie
überhauptvermittelt werden konnte.
Thokhala war eine der " Ärmsten ". Sie war vollkommen unsozialisiert , kannte
noch nicht mal ihren eigenen Schatten ,geschweigedenn andere " Lebewesen ".

Wir brauchten über 1 Std. um Sie überhaupt in die Transportbox zu bekommen.
Sie kannte wederHalsband noch Leine , und blieb die erste Zeit nur mit einer
Schleppleine in der Wohnung - welche mitder Zeit immer kürzer gemacht werden konnte .
Wir brauchten einige Halsbänder.Zum Glück hat das mit dem "Erleichtern " an der
langen Schleppleine und mit viel Zeit im Garten geklappt.

" Residiert" hat Sie in meiner Werkstatt unter meinem Arbeitsplatz.Die ersten
Monate war Sie nur an der Leine im Garten mit mir.
Fressen aus dem Napf musste Sie auch erst lernen - am Anfang ich neben Ihr
auch " aus einem Napf ",dann Artax unser damaliger Rüde - welcher dann letztlich
Ihre große Liebe und Ihr Halt wurde.

Sie schleppte Alles was Sie finden konnte unter meinen Arbeitsplatz - vom Plumeau ,
BH Tassen .Schuhe usw..
Nach einigen Monaten konnte ich erst mit Ihr " halbwegs normal " an der Leine spazieren
gehen.
Bei Allem und Jedem was fremd war hat Sie hyperventiliert; z.B. Kinderwagen,
andere Tiere ( selbst Hühner oder Katzen ).

Nachdem wir Sie abgeholt hatten viel mir auf dass Etwas anders war in Ihrem Maul - anstelle
der Schneidezähne waren nur noch " schwarze Löcher da ).
Die " verbliebenen Wurzeln " konnten wir aber erst später rausoperieren lassen ,
da sonst das kleine aufgebaute Vertrauen direkt kaputt und der Eingriff zu groß gewesen wäre.
Man hatte uns auch angeboten Sie zurückgegeben - aber das wollte ich nicht.

Nachdem Sie dann schon in den Garten konnte hat es auch noch mal Monate gedauert , bis Sie
keine " Stress-Läuferin "mehr war .

Leider verlor Sie Artax vor 2 Jahre , wonach Sie sich nur langsam wieder gefangen hat.

Durch die vorherige " Haltung" kommt wohl auch Ihr gesundheitlicher Zustand .(Das mit dem
Herz sehr wahrscheinlich von den vereiterten Schneidezähnen )

Jetzt wisst Ihr warum mein Herz so an Ihr hängt - Thokhala ist MEINE empfindlichste Stelle -
und ich habe eine Ehrfurcht vor Ihr .

Ich fühle mich geehrt von Ihr wenn Sie mir Ihr Vertrauen schenkt und auf Ihre Art mir Ihre Liebe zeigt.

 
thokhala
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zuletzt bearbeitet 25.06.2010 | Top

RE: Thokhalas Geschichte ...

#2 von Biggi , 25.06.2010 19:11

Danke

das wir an deiner und Thokhala`s Geschichte teilhaben durften... ich musste sie zwei mal lesen und ein bisschen standen mir schon die Tränen in den Augen

Gruss Biggi


 
Biggi
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RE: Thokhalas Geschichte ...

#3 von BEBS , 26.06.2010 09:29

Respekt......

......vor so viel Mut, Durchhaltevermögen und Geduld und für mich eine wirklich schöne Geschichte... wenn auch der Anfang leidvoll .Aber ihr Leben dann doch eine so wunderbare Wendung nehmen durfte.


 
BEBS
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RE: Thokhalas Geschichte ...

#4 von Sakima , 27.06.2010 22:16

absolut bewundernswert!


LG Peter

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