An dieser Stelle möchte ich mich mal einklinken, da ich Conny ganz gut kenne, welche die Zughundegruppe Berg http://www.zughundegruppe.de in die Welt gerufen hat bzw. im Bereich der Rassen Neufundländer, Landseer und Berner Sennenhunde die Zughundearbeit sehr verbreitet ist.
Die Sennenhunde waren die kleinen Pferde der Senner und mußten die Wagen mit den Milchkannen zu den Sennerein ziehen, Landseer / Neufundländer und deren Mischlinge wurden am Klondike ( Bilder davon kann man im Buch Neufundländer von Frau Buttenhof sehen ) als zugkräftige Zughunde am Schlitten genutzt. Jack London beschrieb in seinem Buch einen Schäferhund-Bernhardiner Mischling. Rottweiler und andere vergleichbare Rassen ( Auch die sogenannten Bullbeißer ) wurden abgesehen zum Bullentreiben auch im Anschluß zum Ziehen des Schlachtguts auf kleinen Wägen genutzt.
Ich denke man kann theoretisch jede Rasse mehr oder weniger zum Ziehen nehmen, allerdings sehe ich immer den menschlichen Ehrgeiz als reele Gefahr für die Gesundheit des Hundes. Ähnlich ist das mit dem Laufen, weil ich nun mal mit meiner kleinen Landseerhündin laufe werde ich oft kritisiert, das dies keine Laufhunde sind. Bei meinen 4 Landseern unterscheide ich allerdings ganz klar die körperliche Fitness.
Beim Joggen liegen die Grenzen bei Anka bei ca. 5 km, Nero und Arco bei ca. 15 km und Bonsai halt ca. 40 km. Wenn ich wandere / Trekke, laufen Anka und Arco auch ohne Probleme ihre täglichen 20-30 km.
Basic hingegen ist zur Zeit mit Ihren 9 Monaten meine kleine Sprinterin ( Sonntag hat Sie mich das erste mal auf Langlaufskiern gezogen, war echt klasse ), beim Laufen muss ich mich ständig gegen ihren Zug stemmen. Dafür war sie nach 10 km dann doch recht erschöpft.
Allerdings fände ich es sehr gut,wenn "Veranstaltungen" nicht zu extrem mit Scheuklappen veranstaltet würden in Bezug auf Reinrassigkeit, weil gerade auch die Halter anderer Rassen an gemeinsamen Events Interesse haben.
Den Ansatz des "neuen" Verbandes VDSV finde ich in diese Sinne richtig, indem sie sagen, gemeinsam Laufen, getrennt werten , so können die Renner ihre Punkte sammeln und die Spassteilnehmer bereichern meines Erachtens das gesamte Event.
Andersrum sehe ich das allerdings ähnlich, bei der Wasserarbeit welche wir die letzten 3 Jahre veranstaltet haben, hatten wir auch Mischlinge, Jagdhunde und andere dabei. Wenn jemand von Euch Interesse an der Wasserarbeit haben sollte, es wird dieses Jahr wieder mind. 1 Training in Bebra/ Hessen und 1 in Uelzen stattfinden.