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RE: Zughundesport mit Nicht Schlittenhunden

#16 von BEBS , 23.01.2010 13:47

Auch ich kann mich da nur anschließen. Mit welchem Hund man welchen Sport betreibt ist mit Sicherheit nicht von der Rasse abhängig. Wenn 5 kleine Dackel gerne vor einem Roller herlaufen wollen, warum nicht? Ausschlaggebend das Gewicht, länge der Strecke und natürlich der Spass. Auch unterschiedliche Gespanne wie Windhunde und zwei Windspiele alles schon gesehen. Der Aufbau der Kondition und der Muskulatur ist der Gleiche und schadet mit Sicherheit ebenso wenig wie normales Radfahren. Bei einem Zuggewicht eines fahrenden Roller von ca 4-5 kg kann man nicht wirklich von Belastung reden.

Ich habe auch zwei sehr unterschiedliche Zughunde. Ebenso wie samkio passe ich mich den beiden an oder lasse sie getrennt laufen. Der Mensch hat hier die Spielregeln festgelegt - dem Hund ist das wie immer egal.....


 
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RE: Zughundesport mit Nicht Schlittenhunden

#17 von eistee , 23.01.2010 14:29

Zitat von BEBS
Wenn 5 kleine Dackel gerne vor einem Roller herlaufen wollen, warum nicht? Ausschlaggebend das Gewicht, länge der Strecke und natürlich der Spass.



ungefähr so ?



Zitat von silvern
Ich finde halt nicht, daß man hunde mit sehr verschiedenem laufverhalten zusammenspannen kann.



abgesehen davon, daß ich auch getrennt fahre, gibts immer auch gemeinsame touren.
dann ziehen die galgos vor allem in der ebene, und bergauf die nordischen - arbeitsteilung gewissermaßen.
oder die nordischen laufen frei mit bzw. hinterher, und wir machen dazwischen "wälzpausen", wo sie wieder aufholen können.


Zitat von silvern
Was mir immer schon ein rätsel war, wie kann ein Hund im gespann völlig anders laufen als wenn sie frei läuft.



das ist bei sam ähnlich, angeleint "null bock" aber frei rennt er wenigstens zeitweise begeistert mit - also können täte er schon aber wollen tut er nicht.


 
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RE: Zughundesport mit Nicht Schlittenhunden

#18 von Chris , 23.01.2010 16:09

@Silvern:
Ronja ist viel gesprächiger als alle anderen unserer Hunde. Sie hat eigentlich dauernd "die Klappe offen", kläfft, mault und redet regelrecht zurück.
Ansonsten ist sie genauso ungeniert Fremden gegenüber wie alle unsere Vierbeiner (auch der Malamute ).


www.adventure-dogs.at
www.dogtrekking.at

 
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RE: Zughundesport mit Nicht Schlittenhunden

#19 von Ewalina , 23.01.2010 20:42


Ich weiß gar nicht, was ihr alle habt? Besser als so, ne?
http://video.gmx.net/watch/7266197
Man kann nicht voraussetzen, daß in einem Wurf von Schlittenhunden alle ziehen werden - das kann niemand vorhersagen
Mein jüngerer Sammy ist mit 13 Monaten 49 cm groß, 16 Kilo schwer und steckt meinen älteren Sammy mit 4 Jahren, über 50 cm mit 19 Kilo mit links in die Tasche (o.k. sie hat einen Impfschaden - aber das kann man ihr auf den ersten Blick bestimmt nicht ansehen).
Sie werden nie (!) getrennt trainiert! Ich seh uns als Team und gemeinsam trainieren wir auch! Was Training ist, kommt natürlich immer auf die Sichtweise des Betrachters an - wir sind gestern 12 Kilometer auf Eis und harschem Schnee mit dem Schlitten unterwegs gewesen - für manche ist das grad mal Aufwärmen
LG Evi

 
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RE: Zughundesport mit Nicht Schlittenhunden

#20 von , 24.01.2010 07:55

Ich klinke mich auch mal wieder ein. Da geschäftlich sehr absorbiert, momentan ja sehr selten....

Grundsätzlich bin ich der Ansicht, dass jeder Hund einen Bewegungsdrang hat/haben sollte. Und jeder Hund, der gerne Zughundesport, in welcher Form auch immer macht, soll dies doch als eine von vielen Möglichkeiten, dem Bewegungsdrang nach zu kommen, tun dürfen. Einzig, der Hund selbst soll entscheiden dürfen, ob er ziehen will; d.h. es ist jedem Hundehalter dann auch selbst überlassen, mit Motivation den Hund entsprechend aufzubauen.
Wichtig ist bei jedem Hund, dass er gut aufgebaut wird. D.h. ein schonender Trainingsaufbau erfolgt. Kein Hund, auch kein Malamute oder Berner Senn, kommt mit einer aufgebauten Zugmuskulatur auf die Welt. Wirchtig deshalb, dass nicht zu früh und zu lange eingespannt wird. Ob nun Galgo oder Labrador - einfach jedem sein Tempo und seine Art zu ziehen. Wir gehen ja auch nicht mit einem Holsteiner springreiten und spannen einen Araber vor den Brauereiwagen. Schwierig kann es sein, wenn ganz unterschiedliche Typen (bspw. Sprinter und Langsamarbeiter) zusammen arbeiten sollen. So wie der Windhund Mühe hat, langsam eine Last bergauf zu ziehen, haben Lastenhunde Probleme, auf Zeit sprinten zu müssen.

Wichtig ist doch, dass es jedem Spass macht und kein Hund überfordert wird oder anderweitig zu Schaden kommt. Dann ist Zughundesport doch eine gute Sache, für jeden Hund, der dies mag. Schlimm ist, wenn Hunde kaputt gemacht werden, ob weil zu jung überfordert oder zu schwere Arbeit verlangt wird (Ein Cocker-Spaniel oder ein Teckel eigenen sich nun mal nicht vor den Trainingswagen - aber für ein Canicross-Team, warum nicht?

Vielleicht aber auch noch die umgekehrte Überlegung: Wie steht's mit all den Hunden, die unausgelastet, unterfordert gehalten werden? Ob Schlittenwuffel, andere Rasse oder Mixe - spielt gar keine Rolle. Dann ist ja Zughundesport - oder ohne viel Halterehrgeiz "Zughundeplausch" (ist ja nicht nur mit dem Schlitten zum Nordpol, auch Sacco, Rad-/Rollerjöring, Canicross) eine von möglichen Bewegungsformen für den Hund...

BG Markus


RE: Zughundesport mit Nicht Schlittenhunden

#21 von silvern , 24.01.2010 08:28

an gemeinsamen Events Interesse haben.
Den Ansatz des "neuen" Verbandes VDSV finde ich in diese Sinne richtig, indem sie sagen, gemeinsam Laufen, getrennt werten , so können die Renner ihre Punkte sammeln und die Spassteilnehmer bereichern meines Erachtens das gesamte Event.


darf ich mich hier nochmal einklinken.
Klar ist es schön, wenn viele und viele verschiedene Hunde bei den Rennen sind. Sicher ein guter Gedanke, aber es hat Grenzen. Geh ich jetzt mal von den Samojeden aus, so werden die mit einem hounds- und vor allem GTH (:-)))) gerechten Trail nicht zufrieden sein. Lass mal ein Samojedenteam 500 m auf einer laaaaangen graaaaaden Strecke laufen, nicht grad beim start, sondern nach etlichen kilometern. Da fangen die an zu schleichen, zu gehen, sowas mögen die nicht, es interessiert sie nicht. (Es gibt immer Ausnahmen, aber in der Regel ist es so) Aber sag mal zu einem samojeden rechts oder links abbiegen, das ist genauso wie wenn du sagst er soll schnell laufen. Da gibt er gas. :-)))))))

Für houndsteams wiederum müssen dann manche Strecken die von samojeden und malamuts gern gelaufen werden, entschärft, begradigt werden, weil das hohe tempo das erfordert. Warum wohl sind immer weniger Teams der 2ergruppe bei den Rennen zu sehen? Diese fahrer ziehen sich zurück aus der sprintszene. Ich denke, man legt auch gar keinen Wert mehr auf die Hunde der Gruppe 2, das ganze ist zu einem einzigen Wettstreit zwischen huskies und hounds geworden.

Daher verlegen sich mehr und mehr samojeden und malamutefahrer aufs tourenfahren, weil das dem Können dieser HUnde mehr entspricht und sie dann auch nicht "im weg rumstehen", wies mal einer so schön ausgedrückt hat. Die Stimmung unter den Mushern ist einfach besser, kameradschaftlicher, denn es geht nicht um sekunden.

Ich persönllich bin absolut kein Freund von sprintrennen, das ist eine einzige Hetzerei. Da kannst du mit Samojeden bloß stehen bleiben, die wilde jagd vorbei lassen und hinten nach fahren.

Gemeinsam fahren, getrennt werten, das war bei uns immer schon möglich. Wenn man die Debatten aber verfolgt dann sieht man, daß es um weit mehr geht und daher die Interessen zwangsläufig auseinander statt zusammenlaufen. Huskys wollen/sollen sich mit den AH und houndsteams messen, das erfordert völlig andere trails, auf denen wir mit unseren HUnden keinen "Platz" mehr haben.

Bei uns, jedenfalls bei dem Verein bei dem ich bin, gibt es immer noch schöne und tolle Strecken, die man auch mit Samojeden gern fährt. Aber man muß auch sagen, daß da viele rr hunde teilnehmen und die Strecken nur eingeschränkt für große houndsteams geeignet sind, jedenfalls müssen die hounds da auch mal abgebremst werden und können keinen Streckenrekord aufstellen. Und da haben wir es wieder. Hounds sollen schnell laufen können auf ihrer Strecke, dafür steigt man ja auch auf hounds um, daher brauchen sie eine andere Streckenführung. Bei aller euphorie über neue gemeinsamkeiten sollten die Bedürfnisse der einzelnen HUnderassen auf keinen Fall vergessen oder vernachlässigt werden.


liebe Grüße, heidrun

 
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RE: Zughundesport mit Nicht Schlittenhunden

#22 von Tom , 24.01.2010 11:26

Ist das auf den Fotos eigentlich auch Zughundesport ?

1. Es sind Hunde
2. Sie ziehen etwas
3. und sportlich ist das ganze bestimmt auch


 
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RE: Zughundesport mit Nicht Schlittenhunden

#23 von Ewalina , 24.01.2010 13:36

Voll SUPER

 
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RE: Zughundesport mit Nicht Schlittenhunden

#24 von silvern , 24.01.2010 15:07

@ tom

:-)))da gabs mal irgendwo ein Foto, trainieren tun manche musher ihre Hunde im sommer auf diese Weise :-))))), also gehörts auch zum zughundesport :-))


liebe Grüße, heidrun

 
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RE: Zughundesport mit Nicht Schlittenhunden

#25 von Tom , 24.01.2010 17:12

Ein Foto ist gut, ich kenne da ganze Serien,
hier findest Du unser Training vom Sommer im Harz / Pixhaier / Clausthal-Zellerfeld, leider habe ich kein Foto von Basic, meiner Husky-Hündin gefunden, die fand Boot fahren ganz toll und ist dann auch perfekt in das Wasser gesprungen.

http://picasaweb.google.com/TLettland/DL...strainingImHarz#

Was ich aber nur damit verdeutlichen wollte ist, das man als durchschnittlich hundeliebender Mensch Regeln, sei es Zughundearbeit, die Wasserarbeit oder auch die anderen Hundesportarten, nicht unbedingt all zu ernst nehmen sollte.
Wenn man den Sport ernsthaft betreiben möchte muss man es natürlich tun, aber nicht wenn man, ich denke wie doch einige von Euch, die Freude an der gemeinsamen Unternehmung genießen möchte bzw. seinen Hunden eine halbwegs sinnvolle auslastende Betätigung geben möchte.
Ähnlich sehe ich das mit der Rassendefinition und den "rassespezifischen" Beschäftigungen. Beim Sommerfest des DCNH in Kaisersesch hatte ich einen 6 Stationen Agility / Fungility Parcour aufgebaut, welcher nach erstem Zögern dann doch motiviert angenommen wurde. Letzten Endes hatten wir eine Menge Spaß und insbesonders die "Ein-nordisch-Hundhalter" haben eventuell eine Anregung bekommen ihren Hund geistig und körperlich zu fordern, ohne den Zwang man müsse jetzt Bikejöring machen oder sich gleich ein ganzes Gespann anschaffen.
Übernächstes WE werde ich mir erstmalig Bonsai ( Landseer ) mit Basic ( SH ) zusammen an den Bauchgurt spannen und mich auf Skier ziehen lassen, bin nach meiner ersten Zugerfahrung von letztem WE wirklich neugierig wie es klappt .



Hier ein Bild von meinem ersten Zugversuch, ich selbst stand auch zum ersten mal auch solchen Bretter

 
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RE: Zughundesport mit Nicht Schlittenhunden

#26 von silvern , 24.01.2010 17:18

Du sagst es. Wenn ich mit den HUnden fahre, dann nehm ich das auch nicht so tierisch ernst. Ich renn nicht wie eine doofe zu fuß hinterher um möglichst schneller zu sein als der schlitten - da gibts so gschichtln von diversen mushern, die ständig rennen um noch ein paar sekunden rauszuholen :-))))),Zeiten interessieren mich überhaupt nicht, der Weg ist das ziel :-)))
wir halten an zum fotografieren, und zum lauschen, derzeit sind bei uns die wasseramseln schon sehr fröhlich unterwegs, es soll einfach freude machen.


liebe Grüße, heidrun

 
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RE: Zughundesport mit Nicht Schlittenhunden

#27 von Huskyangel , 24.01.2010 17:31

Zitat
Du sagst es. Wenn ich mit den HUnden fahre, dann nehm ich das auch nicht so tierisch ernst. Ich renn nicht wie eine doofe zu fuß hinterher um möglichst schneller zu sein als der schlitten - da gibts so gschichtln von diversen mushern, die ständig rennen um noch ein paar sekunden rauszuholen :-))))),Zeiten interessieren mich überhaupt nicht, der Weg ist das ziel :-)))
wir halten an zum fotografieren, und zum lauschen, derzeit sind bei uns die wasseramseln schon sehr fröhlich unterwegs, es soll einfach freude machen.



Heidrun, Du sprichst mir mal wieder vom Herzen............


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RE: Zughundesport mit Nicht Schlittenhunden

#28 von BEBS , 24.01.2010 18:33

@ eistee

Das schaut doch richtig gut aus ....:) 50 kg im Fächergespann gegen 5 kg Rollgewicht - man sieht den Kleinen an - it's fun. Oh, ein Gedicht, ein Gedicht....

Kann mich da nur anschließen, mich interressieren Zeiten überhaupt nicht, hab weder Uhr noch Tacho.

Ich hab bei einem Rennen jemanden mit einem Malamuten kennengelernt. Der Hund hatte einfach nur pure Freude zu starten, obwohl schon nach ein paar Metern die Luft raus war und er gemütlich seine Runde lief. Auf die Frage warum er denn dann startete antwortete er: Sein Hund würde die Atmosphäre lieben und wäre schon zu Hause ganz aufgeregt. Er selbst mag das Gefühl dabei zu sein - nicht mehr und nicht weniger.


 
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RE: Zughundesport mit Nicht Schlittenhunden

#29 von Sunnie , 24.01.2011 17:15

Hi,

als werdender Einsteiger kann ich die Frage natürlich nicht aus Musher-Sicht beantworten, aber in nahezu jeder anderen Hundesportart die ich lehre und betreibe stellt sich die gleiche Frage, egal obs Agility oder Mantrailing, Jagen oder was auch immer ist.

Spätestens wenn ich mit einem Hund leistungsorientiert arbeiten will muss ich mir Gedanken über schonendes, verschleißarmes Training machen, über Aufbauarbeit, Aufwärmen und Belastungsgrenzen. Dabei kann ich mich aber auch nicht auf die Begeisterung meines Hundes als Gradmesser verlassen. Bloss weil mein Hund bei jeder Gelegenheit wie angestochen losrast heißt das nicht, das er auch so lange der Belastung gewachsen ist wie die Begeisterung hält.

Gerade das Hetzen gehört zu den Verhaltensweisen, die selbstbelohnend sind, dh. einem hormonellen System unterliegen. Ursprünglich war das beim Wolf auch sehr sinnvoll so. Das Hetzen dient dem Nahrungserwerb und ist dementsprechend wichtig. Die Beutetiere sind aber nicht so freundlich, ihre Fluchtwege ausschließlich nach den Wünschen des Jägers zu suchen. Man muss also durch Busch und Dornen und auch mal länger laufen als es bequem ist. Der Körper hat dazu ein feines Endorphinsystem, das den Körper schmerzfrei und in Hochstimmung hält, damit man sich nicht so leicht von der Verfolgung abbringen lässt. Wer so etwas in Reinkultur erleben möchte, kann sich mal Jagd- oder Windhunde beim Hetzen angucken. Sonst oft zarte Gemüter rasen die hinter ihrer Beute auch dann her, wenn das halbe Ohr noch im Stacheldraht hängt. Wer so was nicht zu sehen bekommt kann sich auch Balljunkies angucken, da läuft es genau so.

Bei vielen Gebrauchshunderassen ist durch die züchterische Selektion das gewünschte Verhalten in so einer Weise geformt und fixiert worden. Ob es Terrier sind, die sich an einem Igel blutig beißen und nicht ablassen, Malinois, die die Kiefer nicht mehr auseinander kriegen oder Windhunde, die sich beim Anblick eines rennenden Hasen in Extase kreischen, bei allen ist hormonelles Verhalten am Werk. Das Problem dabei ist aber, dass Endorphine körperliche Warnsignale ausschalten, das heißt, das Tier macht weiter, auch wenn es danach Zerrungen, Verstauchungen und selbst größere Blessuren hat. Hier ist unbedingt der Mensch als 'Nutzer' gefragt, die körperliche Belastungsfähigkeit seines Tieres zu kennen und Überforderung zu vermeiden.

In gewisser Weise ist es da mit Hunden, die nicht in einschlägiger Weise 'beknackst' sind, einfacher. Die haben ihr Körpergefühl noch. Ich habe in der Hundeschule oft mit Hunden zu tun, die bei einer Beschäftigungsform erst mal nicht begeistert hurra schreien. Viele Hundebesitzer denken dann schnell, ach der hat ja gar keine Lust dazu. Das ist aber meist gar nicht der Fall. Ein Hund, der bei einer Sache nicht sofort hier, hier schreit kann sich durch einfühlsames Training und echte Anerkennung in der Regel ohne weiteres zu einem begeisterten Sportsfreund entwickeln (selbverständlich innerhalb seiner körperlichen Möglichkeiten). Er wird aber Trainingsfehler und unnötigen Stress stärker anzeigen, als Hunde, die auch ganz allein und trotz widriger Umstände dieses Verhalten entwickeln.

Ich würde daher meinen, bei Hunden, die körperlich gesund genug zu ausdauerndem Laufen sind, spricht nichts gegen ein angemessenes Zugtraining.

Liebe Grüße
Antje


Liebe Grüße Antje

 
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RE: Zughundesport mit Nicht Schlittenhunden

#30 von silvern , 24.01.2011 17:46

Spätestens wenn ich mit einem Hund leistungsorientiert arbeiten will muss ich mir Gedanken über schonendes, verschleißarmes Training machen, über Aufbauarbeit, Aufwärmen und Belastungsgrenzen. Dabei kann ich mich aber auch nicht auf die Begeisterung meines Hundes als Gradmesser verlassen. Bloss weil mein Hund bei jeder Gelegenheit wie angestochen losrast heißt das nicht, das er auch so lange der Belastung gewachsen ist wie die Begeisterung hält.

Deswegen muß man Zugsport auch gezielt auftrainieren. Un zwar Kondition und Muskelaufbau. Besonders wichtig ist das z.b. bei den Schlittenhunden, die den Sommer über "stehen". Das heißt nun nicht daß sie den ganzen Sommer vernachlässigt werden, aber trainiert wird halt nicht. Und da muß bei den ersten geeigneten Temperaturen im Herbt mit Konditraining und Muskelaufbau begonnen werden, sodaß sie dann bei den ersten Schneerennen fit sind.

Hier im tourenhundeforum sind die meisten auch im Sommer aktiv. Sei es beim wandern oder dogtrekking, oder man wohnt wie ich in einer gegend in der man auch im sommer morgen mal eine kleine runde fahren kann. Daher müssen wir im Herbst nicht bei null anfangen :-)))


liebe Grüße, heidrun

 
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