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Leinenführigkeit

#1 von Fantastic_Four , 04.11.2009 14:57

Wie ihr alle wißt hab ich den Freki zu mir genommen.
Alles in allem ist er ein total braver und aufgeschlossener Hund. Nur sobald es raus geht, geht gar nix mehr.
Er zieht und zerrt...irgnoriert mich völlig. An der Schlepp muß man aufpassen, daß er einen nicht von den Beinen holt. Ich weiß er ist erst zwei Tage her und ich möcht mich nicht beklagen, mir war ja bekannt, daß er diesbezüglich "schwierig" ist.....aber ich möchte gerne daran arbeiten und hätte gerne ein paar Tipps.
Leckerchen interessieren ihn draußen so gut wie gar nicht, die kennt er allgemein glaube auch nicht.
Ach so und es ist egal ob er Halsband oder ein einfaches Geschirr dran hat....das Ziehen ist immer gleich.


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RE: Leinenführigkeit

#2 von silvern , 04.11.2009 15:08

Ich würde ihn zuerst mal ein bißchen müde machen und dann mit ihm an der Leinenführigkeit arbeiten.
.
Also zuerst mal scootern oder radfahren, dann die anderen rein und mit ihm ein halbes stündchen arbeiten. Zuerst mal so sachen wie "schau mich an" und anderen kleinen dingen des Lebens die er können sollte. Lass ihn ein paar shritte gehen und ruf ihn gleich, dann holt er dich auch nicht von der Schlepp. Er muß zuerst lernen, sich auf dich zu konzentrieren. Vorher hat alles andere üben keinen Sinn.
Nimm was ganz besonders gutes, er wirds mit der Zeit schon mögen.


liebe Grüße, heidrun

 
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RE: Leinenführigkeit

#3 von Fantastic_Four , 04.11.2009 15:20

Mit nem anderen ans Bike, obwohl er das ja auch noch nicht kann???


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RE: Leinenführigkeit

#4 von Chris , 04.11.2009 15:56

Ich denke, Heidrun meint, dass er sich mal auslaufen muss, um ansprechbar zu sein - warum also nicht ans Bike, wo er (mit der Neckline an einem erfahreneneren Hund hängend) sich mal verausgaben kann?


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RE: Leinenführigkeit

#5 von Huskyangel , 04.11.2009 16:00

Stimme Heidrun auch voll zu, das würde ich auch machen. Aber bei allen guten Tips sollte man auch nicht vergessen, wielange der Hund bei Euch ist. Er ist quais ja noch nicht einmal "angekommen" - wie man so schön sagt. Es ist für ihn noch alles fuchtbar neu und aufregend. Von daher ist es doch klar, daß er noch nicht so ansprechbar ist - er hat ja noch garkeine Bindung aufbauen können. Spreche aus Erfahrung mit meinen Pflegehunden. Nach ein paar Tagen und manchmal auch Wochen war der Hund viel zugänglicher.


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RE: Leinenführigkeit

#6 von Fantastic_Four , 04.11.2009 16:03

Nein Tina das vergesse ich nicht, schrieb ich ja auch schon.
Ja vermutlich muß er sich mal richtig auspowern....dann werd ich ihn morgen mal mit Joker ans Bike nehmen und ne Runde fahren.


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RE: Leinenführigkeit

#7 von silvern , 04.11.2009 16:07

ja, das meinte ich eigentlich auch Tina, zuerst mal mit solchen Dingen arbeiten die zwischen ihnen die bindung fördert. Ihn dann, also wenn diese Übungen anstehen, einfach auch nicht so weit weglassen von dir, er soll lernen, rund um dich zu bleiben, d.h. du mußt um seine Aufmerksamkeit buhlen und ihm das erst mal lernen. Diese Übungssequenzen auch anfangs nicht zu lang machen.


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RE: Leinenführigkeit

#8 von koyukbaer , 04.11.2009 16:15

Also bis sich ein fremder Hund in ein Rudel eingewöhnt, dauert dies Wochen. Vielleicht nicht in der Grundfrage des gegenseitigen
Akzeptieres, sondern in all den kleinen Details einer Rudelgemeinschaft (wann mit wem wie und in welcher Situation bei welcher Tageslaune in Kombination mit welchem andern Hund und mit welcher Stimmung des Chefs mit/ohne Fressnapf usw. usf. was erfolgt). Dies braucht Zeit und kann Wochen dauern, bis Du Freki einschätzen und "lesen" kannst.
Gleiches gilt ja auch für das Abtasten der Leitplanken (im Rudel und ggü. den 2-Beinern), für den Vertrauensaufbau, dass er sich auf seine Chefs innerhalb dieser Leitplanken verlassen kann, d.h. Vertrauen haben kann.

Sicher ist ein ausgelasteter Hund offener, um sich in eine "gewisse Abhängigkeit" ggü. seinem zweibeinigen Chef einzubringen, als einer der vor lauter Energie übersprungshandelt. Da kann ich Heidrun nur zustimmen. Insofern ist das Auslasten am Bike sicher ein guter Ansatz. Wichtig dürfte aber auch sein, dass seine noch zu optimierenden Verhaltensweisen (nicht ziehen/zerren, Abrufbarkeit, einfach Grundgehorsam und Aufmerksamkeit ggü. Chef) nur im Einzelunterricht aufgebaut werden kann; im Rudel funktioniert dies kaum.

Du hast geschrieben, es sei einerlei, ob er am Halsband oder im Geschirr hängt - es wird gezerrt. Hier würde ich von Anfang an klar festhalten. Im Geschirr (Zug- oder Führungsgeschirr) darf er vorauszerren - am Halsband ist generell ohne Ausnahme Scluss damit. Es dürfte sehr hilfreich sein, dass er bald lernt, dass genau dort schon mal ein Unterschied besteht. Am Halsband ist für ihn Unterordnung und Mässigung angesagt. Im Geschirr darf er sich austoben.

Ich würde mir schon überlegen, allf. mal für eine gewisse Zeit mit ihm in eine Hundeschule zu gehen. Auch, weil es dort eine andere Umgebung ist (Lernumgebung) und die Aufmerksamkeit von ihm anders aufgebaut werden kann, als in der gewohnten Heimumgebung.

Aber auf jeden fall ist er ein hübscher Bursche und passt von der Grösse und vom Typ her doch recht gut in Dein Rudel, oder?

BG Markus

koyukbaer

RE: Leinenführigkeit

#9 von eistee , 04.11.2009 16:17

http://www.husky-forum.de/index.php?page=Thread&postID=85336

da hab ich das ein bißchen bei meinem neuzugang dokumentiert.

ein miteinspannen hat natürlich vorteile (abschauen...), aber allein einspannen könnte auch lehrreich sein.


 
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RE: Leinenführigkeit

#10 von Fantastic_Four , 04.11.2009 16:55

Eistee so einfach wirds bei uns glaube nicht werden *lach*....aber toll, daß es bei euch so flott ging und wirklich prima funktioniert.
Ich werde morgen mal schauen, wie er drauf ist, wenn er ein bißchen powern durfte. Werde dann berichten.

Markus ja so paßt er wirklich super ins Rudel (Typ und Größe) und ich glaube ich werden noch viele wunderschöne Touren mit meinen vieren unternehmen.
Ach so....im Moment bekommt Freki "Einzelunterricht", also ich geh mit ihm allein raus....außer gestern, da hab ich ja ne Mini-Wanderung gemacht am Bauchgurt, das hat ihm gut gefallen (ziehen scheint sein Leben zu sein).


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RE: Leinenführigkeit

#11 von Huskysoul , 04.11.2009 19:10

also ich bin z.Z. auch oft mit unserem Jüngsten alleine unterwegs, wenn mein Mann mit den 3 großen eine Tw-Tour macht....
Ich habe festgestellt, dass es einen Unterschied macht, wenn man allein oder in der Gruppe unterwegs ist! Alles was für Odin "alleine" kein Problem ist, (Fuss, Halt etc.) ist in der Gruppe oft nicht machbar....Er ist abgelenkt, zerrt wie ein Verrückter an der Leine und es scheint als ob er überhaupt nix gelernt hat! *g*
Ich wünsche dir viel Kraft für diesen schwierigen Weg... Vielleicht sehen wir uns ja mal real zum quatschen....


liebe Grüße
Anja und Fellnasen


http://www.magic-huskies.de

 
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RE: Leinenführigkeit

#12 von Fantastic_Four , 04.11.2009 19:26

Anja wir werden uns in real sehen!
Und was das nix gelernt angeht....Freki hat ja wirklich nix gelernt.


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RE: Leinenführigkeit

#13 von eistee , 04.11.2009 19:35

nix gelernt kann auch ein vorteil sein - bedeutet ja dann auch nix verkehrtes gelernt.

meiner hat im tierheim auch "nix gelernt" ( ausser beim sozialverhalten ) aber schnellstens dazugelernt


 
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RE: Leinenführigkeit

#14 von Fantastic_Four , 04.11.2009 23:11

Also da vor meiner Dunkelrunde ein auspowern nicht möglich ist, hab ich ihm ein Halti raufgemacht. (Ihr dürft mich ruhig lynchen)
Er hat ganz schnell begriffen, daß wenn er nicht zieht, sondern schön an meiner Seite läuft, das blöde Ding auch gar nicht einwirkt.
Soll natürlich nur dosiert eingesetzt werden, mein Ziel ist es, daß er irgendwann nicht mehr zieht....jedenfalls nicht am Halsband.


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RE: Leinenführigkeit

#15 von Fantastic_Four , 05.11.2009 15:49

So also ich habs heute mal probiert Freki bissl auszupowern und dann an der Leinenführigkeit zu arbeiten.
Nunja so richtig von Erfolg gekrönt war das nicht. Er hat zwar super mit Joker gezogen, sich auch kaum ablenken lassen.....aber von wegen auspowern.....kannste knicken.
Zwar lief er danach etwas besser an der Leine, aber ausgepowert ist irgendwie anders.
In jedem Fall werd ich dran bleiben. Immerhin schaut er auf schnalzen und seinen Namen sagen schon zu mir zurück, was natürlich fürstlich belohnt wird!!!


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