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Frage an die Tourengeher....

#1 von Sakima , 26.09.2011 09:05

Hallo,
letztes Jahr habe ich ja "nur" Wanderungen mit Schneeschuhen gemacht, da ich nicht wollte, dass Sakima mit seinem jungen "Gestell" mir bergab nachläuft. Diesen Winter wollte ich wieder mit dem Tourengehen anfangen, frage mich jedoch, wie macht Ihr das mit dem bergab fahren, lange Schleppleine oder frei? Mit einer langen Schleppleine ist es natürlich sehr nervig und auch gefährlich. Die Touren die wir machen gehen meistens durch die Wald- bzw. Latschenzone nur die letzten 100-500HM geht es durch die Felsen. Wenn ich ihn im Park frei laufen lasse und mich zur Kontrolle mal verstecke, dauert es nur ein paar Sekunden bis er wieder bei mir ist. Eigentlich möchte ich glauben, dass wenn ich schnell abfahre, er nicht's anderes im Kopf hat als mir zu folgen. In den Bergen lasse ich ihn eigentlich aus Prinzip, da er einen extrem stark ausgeprägten Jagdinstinkt hat, immer an der Leine. Aber an der kurzen bzw. langen Leine abfahren?

Wie macht Ihr das?


LG Peter

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RE: Frage an die Tourengeher....

#2 von silvern , 26.09.2011 18:27

Solang du noch in der Waldregion bist kannst du ihn kaum von der Leine lassen. Es ist einfach zu gefährlich, er haut ab und du merkst es nicht. Sie nehmen im Winter einfach mehr Geruch auf. Ich würde ihn überhaupt nur über der Waldgrenze in sehr übersichtlichem Gebiet von der Leine lassen. Das dumme, bei uns in den Ostalpen spielt sich halt noch viel unter der Waldgrenze ab. Und mit Leine, hab ich früher auch probiert, garantiert rennt Hund auf der anderen Seite des Baumes.......
Sehr schwierig. Ich würde es nicht riskieren.


liebe Grüße, heidrun

 
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RE: Frage an die Tourengeher....

#3 von bluezook , 26.09.2011 19:30

Ich habe mit meinem ersten Husky "Inuk" auch mit Skitouren gehen angefangen. Hinauf war kein Problem aber durch die extrem enge Bindung die er zu mir hatte, wollte er beim Abfahren immer direkt neben mir laufen. Dabei ist er einmal, von mir unbemerkt, mit einer Pfote an die Kante eines Skis gekommen, was ich erst später durch Blutspuren im Schnee bemerkte, und ich hätte ihm beinahe eine Sehne des Beines abgetrennt.
Seitdem ist das Thema Skitourenabfahrt für mich erledigt ( da auch Yukon eine sehr enge Bindung zu mir hat). Ich gehe meisten mit Langlaufskiern und Fellen über ruhige Pisten hinauf und fahre mit der Bahn runter.
An der Leine Abfahren wäre überhaupt nicht gegangen.
Als Beispiel wo das Tourengehen perfekt klappt ist ja "hasch-key", die ich dafür auch immer beneide.

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RE: Frage an die Tourengeher....

#4 von hasch-key , 27.09.2011 06:43

Also, mal meine Meinung dazu; Punkt 1: Abrufbarkeit üben, Punkt 2: Abbruchsignal trainieren.

Wir haben hier das Glück, dass wir viele Skitouren oberhalb der Waldgrenze haben, d.h. da ist man a) Mit Skiern sehr schnell, b) Hund im Hochwinter ausserhalb der Spur langsam und c) gibt es da maximal Schneehasen oder Steinböcke.

Unsere laufen in der Regel ohne Leine ab, auch und mittlerweile durchs Waldgebiet. Bei letzterem fahren wir allerdings sehr schnell. Mein Lebensgefährte fährt vornedraus, ich hinterher um im Fall des Falles noch einen Hund zu stoppen. Wir haben immer eine Käsetüte dabei, d.h. wenn wir stoppen, setzen sich die Hunde direkt neben uns hin und warten auf Gutzis, da sie das so gewöhnt sind, ein verheissungsvolles Rascheln reicht .
Wenn ich merke, dass sie im Waldgebiet sehr angespannt sind, dann leinen wir an, an die 8m Flexi. Schlepp ist nicht praktikabel, da man da dauernd drüberfährt.
Abfahren mit Leine ist vom Funfaktor her ungefähr so hoch wie abfahren am Seil .

Und Bluezook hat da noch etwas wichtiges angesprochen: Hundepfoten und Skikanten ist richtig gefährlich. Wir hatten das vor zwei Jahren auch, da hat mich der Joe bei der ersten Skiabfahrt auf der Passstrasse angespielt, ich bin noch ausgewichen, ging aber nur begrenzt und habe ihn erwischt, fieser Schnitt, Gott sei Dank nicht die Hauptsehne. Seitdem halte ich ihn mit den Stöcken immer von den Skiern weg. Bei Chadie war das nie ein Problem, mit dem gehe ich auch öfters allein, der läuft in der Spur ab oder sucht sich im Frühjahr seinen Weg. Allerdings ist der auch richtig gut abrufbar und auch sonst sehr auf mich fixiert.

Ich muss dazu sagen, meine sind Sichtjäger und das ist einfacher stoppbar, Spuren müssen sehr frisch sein, als dass sie hinterhergehen. Wenn wir den Pflegi noch im Winter haben, werden wir wohl keine Touren unterhalb der Waldgrenze machen, denn der ist ein echtes Jagdschwein und da reicht eine alte Spur .

 
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RE: Frage an die Tourengeher....

#5 von Sakima , 27.09.2011 15:46

danke für die Antworten!

An so eine Art "Superbelohnung" habe ich auch schon gedacht, wenn er eine Fährte hat und zögert beim Abrufen, dass es z.B. ein Wort oder ein Peifensignal gibt, bei dem er genau weiß, dass es die Superbelohnung gibt.

Das ist wirklich nicht leicht, viele Male wird es wahrscheinlich sogar gut gehen, der Tag an dem es dann nicht klappt, wird aber sicherlich auch mal kommen.

Ich werde nun weiterhin das Abrufen trainieren und wahrscheinlich den Versuch mal starten.


LG Peter

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RE: Frage an die Tourengeher....

#6 von hasch-key , 27.09.2011 19:15

Sakima; ich würde evtl. wenn möglich Anfang der Saison ein paar Skitouren oberhalb der Waldgrenze machen, z.B. Sellrain oder so, möglichst früh, dass wenig los ist. Ich denke das wäre nicht schlecht, damit Sakima kapiert, worum es bei Skitouren geht, gluschtig auf die Abfahrt ist und Du ihn vielleicht auch gleich in reizarmem Gelände auf ein Supergutzi fixieren kannst.

Wir starten auch immer mit Passtouren und sind dann eher höher unterwegs, die Waldtouren kommen frühestens in der zweiten Dezemberhälfte. Ist ja auch ziemlich mühsam mit dem Waldzeugs zu beginnen, da dort anfangs ja weniger Schnee liegt als im offenen Gelände, Hundi prinzipiell besser abhauen kann und man auch nicht so schnell ist .

 
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