Gestern war die Temperatur noch einmal so, daß man keine großen Touren mit den Hunden machen konnte. So entschloss ich mich, einen neuen Weg zum Hundewald Wildemann zu laufen. Schon oft habe ich an der Straße die Ausschilderung Blaubeerweg gelesen, was ich überlesen habe, war, daß es eine Einwegstrecke ist............ Der Blaubeerweg ist wirklich sehr schön zu laufen: ein Pfad mitten durch einen Wald voller Blaubeeren, soweit das Auge reicht (naja, eigentlich logisch, der Name kommt ja nicht von irgendwoher........
. Ab und an geht man über kleine Holzbrücken und kommt schließlich auf einem Wirtschaftsweg aus dem Wald. Nur ein paar Schritte weiter, ist dann auch schon der Hundewald. Dort haben sie toll gespielt und genau abgecheckt, wer sich hier so alles rumgetrieben hat die letzten Stunden......... :-)) Anschließend sind wir dann noch runtergegangen an den Hundebadesee. Dort begann der Spaß von vorn, klar mit Wasser machts ja auch noch mehr Spaß! Die Krönung waren dann die beiden Jagdhunde, die plötzlich mit ihren Besitzern auftauchten............
Sie haben alle zusammen wirklich toll getobt.
Irgendwann sind dann ruckzuck mal drei Stunden rum und man muss langsam an den Rückweg denken. Zurück zum Hundewald habe ich dann wieder so ein Hinweisschild aus Holz gesehen. Zwar wieder einmal auf ausländisch, aber ich dachte mir, hier geht bestimmt der Blaubeerweg weiter............... Was uns nach ein paar Metern erwartete , war eine schöne Holzplattform, von der man auch noch einmal auf den See schauen konnte. Den Blick nach rechts gewandt, dann der Schock......... Ein Abstieg, der teilweise neunzig Grad hatte und deshalb teilweise mit Leitern versehen war. Da gehen die Hunde natürlich nicht runter. Umdrehen kam ja garnicht in Frage, da habe ich ja wirklich einen echten Dickkopf. Schließlich musste ich ja wissen, wie hier der schöne Blaubeerweg weitergeht..........
Also drei Hunde abgemacht und Aska lief an der Laufleine neben dem Stieg her und wartete brav (meistens), wenn Frauchen die Leitern vorwärts runterkraxelte. Die anderen drei Rabauken waren schon unten, ich konnte sie kaum erkennen, der Stieg war ziemlich hoch. Gut unten angekommen habe ich dann schnell meine Hunde gerufen und wieder angeleint. Ich war mir sicher, hier unten steht mein Blaubeerweg wieder gut ausgeschildert...........Nein, das war nicht so! Keine Schilder, aber drei Pfade zur Auswahl, in jede Himmelsrichtung einen. Prima, konnte ich mir jetzt einen aussuchen. Ich entschied mich für den Schönsten und los gings...............genauer gesagt ca. 500 m, dan standen wir an der Straße.......... :-((
Auf keinen Fall wollte ich zurückgehen, das hasse ich abgrundtief und mache es nur, wenn es nicht anders geht. Auf dem GPS habe ich dann gesehen, daß wir, wenn wir den vor uns liegenden Fluß überqueren, auch wieder zum Auto kommen. Also habe ich eine geeignete Stelle gesucht, Schuhe und Socken ausgezogen und mit drei meiner Rabauken auf die andere Seite. Dort war das Ufer sehr hoch und die Hunde hatten ein bischen zu kämpfen, um ans Ufer zu kommen. Das entging natürlich auch meiner alten Hündin nicht, die noch auf der anderen Seite wartete. Sie ist manchmal ein bischen ängstlich und es wird mit zunehmenden Alter auch nicht gerade besser. Also ihre Laufleine hielt ich ja noch in den Händen. Sie sollte jetzt einfach nur zu mir durch den Fluß laufen und.................... neee, sie hatte Angst......... Nichts half, kein gut Zureden, kein Locken, nichts.
Wir mussten also zurück - wieder barfuß durch den Fluß, langsam war es ganz schön schmerzhaft............. Mittlerweile war es auch schon recht spät und an umdrehen wollte ich nicht denken. Ich suchte nach einer besseren Stelle am Fluss und fand sie auch. Nur zog ich dieses Mal meine Schuhe nicht mehr aus, sondern krempelte nur die Hosen hoch. Das Laufen über diese Steine im Fluß war einfach zu schmerzhaft. Die alten Turnschuhe wollte ich sowieso wegschmeißen............ :-)) Wieder brachte ich zuerst drei Hunde rüber und band sie fest. Dann kam der spannende Teil: Aska! Stellenweise war der Fluß hier ziemlich tief, dafür war aber die Uferböschung niedrig. Ich probierte es wieder mit ihr, aber der letzte Versuch, war ja erst ein paar Minuten her, sie ließ sich auf nichts ein...... wie ich es mir dachte. Also schnappte ich meinen Hund und trug ihn fast bis rüber. Die letzten zwei Meter lief sie allein und hopste auf die andere Seite. Dort freute sie sich erstmal fünf Minuten, ich glaube, sie war ganz stolz auf sich...........
Das andere Ufer dann hatte nicht nur sehr hohes Gras, sondern auch viel, viel Schilf. Naklar, unter meinen Füssen wappelte es auch plötzlich. Ich glaube, man nennt es "nasser Boden" oder auch Moor. Okay, solange ich hier nicht versinke............ die Schuhe befanden sich sowieso schon auf ihrem letzten Gang.... :-) Auf dem Pfad folgten wir dann dem GPS, welches dann auch noch anfing, rumzuspinnen.......... Es hatte plötzlich eine Riesenabweichung. Laut dem Gerät befand ich mich mit den Hunden gerade mitten im großen See auf der gegenüberliegenden Straßenseite.............
Nun, warum nicht? Das hatten wir schließlich noch nicht.................... :-))))))))
Um 20.45 Uhr waren wir dann am Auto............ Noch einmal einen Blick auf die Ausschilderung geworfen und siehe da, dort stand tatsächlich Blaubeerweg - Hin- und Rückweg.................... ein bischen versteckt, aber ich hätte es sehen müssen.
Über vier Stunden unterwegs - Zeit, die wie im Fluge verging und Spaß hats trotzdem gemacht. Meine Hunde sind heute noch richtig erschlagen......................
https://picasaweb.google.com/Huskyangel1...dDerBlaubeerweg#
http://www.youtube.com/watch?v=ZYapFABXrA4

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Hattet Ihr doch einen riesigen Spass, die Hunde waren jedenfalls sehr erfreut, so wie es aussieht;-)
zu Wildemann, dem See, dem Hundegarten etc.p.p.

