Hallo Brummbiene,
das ist eine schwierige Frage.
Aber je mehr ich drüber nachdenke, dann halte ich Welpen im Zoohandel fast für das größere Übel. Wenn man einen Welpen von der Mutter trennt, dann muss der Mensch komplett die Betreuung übernehmen, das wissen wir alle. Wie aber will ein Zooladen die Welpen 24 Stunden betreuen, erziehen, trainieren, artgerecht unterbringen, ihnen die nötige Bewegung verschaffen etc. etc. Und was wird mit einem Welpen, der nicht weg geht? Und was wird mit einem Junghund, der mehrere Monate ohne ordentliches Training im Laden gelebt hat, wer will den noch haben? Was wird dann aus denen? Gibt Zajac sie an die Züchter zurück oder ins Tierheim, oder wird dann der Laden eines Tages von unsozialisierten Hunden wimmeln? Und welche Rassen will er verkaufen? Nur Möpse oder auch Rottis und Doggen?
Und was wird, wenn Zajacs Beispiel Schule macht? hat dann bald jeder Hinterhofzooladen einen Käfig Welpen stehen? Haben wir dann bald Zustände wie auf asiatischen Märkten, auf denen die Hunde in Käfigen gezwängt auf ihr Ende warten?
Für mich ist diese Vorstellung absolut inakzeptabel. Die Vermehrer sind in der Illegalität, da gehören sie auch hin, aber Herr Zajac könnte damit etwas legal machen, was man nicht dulden kann, weil es in Deutschland keine eindeutige Gesetzeslage gibt.
Für mich ist das das Schlachten einer heiligen Kuh, die nun ausgedient hat, weil die €-Zeichen locken, wie in Deutschland schon viele heilige Kühe in den letzten Jahren geschlachtet wurden, nur weil man plötzlich Geld gewittert hat.