Aber mir gehts da wie dir, silvern, je mehr man sieht und erkennt, desto faszinierender wird es und desto mehr möchte man noch verstehen.
Man kann vieles aus der Körpersprache auch in die Erziehung und den Tagesablauf übernehmen, dazu sind alle viere, Schwanz und bewegliche Ohren gar nicht nötig. Vermutlich haben die meisten das auch schon erlebt, wenn sie mal vor ihren Hunden angefangen haben, zu tanzen oder rumzuhopsen, die meisten Hunde reagieren darauf total aufgedreht, weil solche übertriebenen Bewegungen zum Bild für Spiel gehören.
Je besser man körpersprachliche Signale und Haltungen kennt und auch selbst praktiziert, desto feiner werden die Möglichkeiten, mit den eigenen und auch fremden Hunden zu interagieren.
Ich hatte mal eine Gruppe damals noch im Hundeverein, in der sechs Leute neu angefangen haben. (Ich arbeite schon seit etwa sechs bis sieben Jahren mit Spiel in der Hundeerziehung, und damit meine ich wirklich spielen, nicht Ballwerfen oder so was, denn das hat meist mit Spiel überhaupt nichts zu tun. Spiel ist ein toller Einstieg in die Kommunikation mit Hunden und es ist eine unglaubliche Verstärkung für die Bindung. Wenn ich einmal mit einem fremden Hund gespielt habe gibt es ein Band zwischen uns. Sehe ich ihn das nächste Mal wieder, kommt er angestürmt und freut sich.) Ich habe in dieser Gruppe in der ersten Stunde mit einer Übung zum Spiel angefangen. Dazu habe ich die Leute nacheinander erst mal zeigen lassen, wie sie mit ihren Hunden spielen. Dann habe ich jeweils mit den Hunden gespielt. Der letzte Hund in der Runde war ein Australian Shephard Rüde, etwa 4 Jahre alt und vom Typ her eher reserviert. Als seine Besitzerin mit ihm gespielt hat, ist sie mit ihm gelaufen und er ist immer wieder an ihr hoch gesprungen und hat ein bisschen gerangelt, schon Ansätze von Spiel aber ziemlich monoton. Als ich mit dem Hund davor fertig war, habe ich mich zu den beiden gestellt und wollte in die Runde noch etwas erklären. Aber kaum stand ich neben den beiden und habe wie gesagt noch nichts gemacht fingen die Augen des Hundes an zu leuchten, er hat einen tadellosen bow (Vorderkörpertiefstellung wie es so schön sperrig in Deutsch heißt) mir gegenüber gemacht und war sofort mit mir in ein witziges, kreatives Spiel vertieft, obwohl wir beide da das erste Mal Kontakt miteinander hatten. Man hat ihm förmlich angesehen, wow, die kann spielen, und jetzt ist sie bei mir, los gehts.

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