Hallo zusammen.
Ich hatte über die Vermittlung von Heidrun längeren e-mail Verkehr mit Herrn Wollentin bezüglich dem Barfen eines Welpens.
Wenn Ihr wollt, kann ich die E-Mails gerne online stellen.
Lg, Christian.
Hallo zusammen.
Ich hatte über die Vermittlung von Heidrun längeren e-mail Verkehr mit Herrn Wollentin bezüglich dem Barfen eines Welpens.
Wenn Ihr wollt, kann ich die E-Mails gerne online stellen.
Lg, Christian.
das ist sicher auch für viele interessant. Wenn henry nix dagegen hat denk ich wär das sicher eine gute sache!
liebe Grüße, heidrun
Hallo Heidrun.
So --> dann fang ich mal an. Da es ja keine kommerzielle Nutzung meinerseits darstellt, dürfte Henry auch nichts dagegen haben. ;-)
Also: 1. Mail mit Antworten Henrys im selbigen Mail!
Sehr geehrter Herr Wollentin.
Zu allererst möchte ich mich mal für die rasche und informative Antwort bedanken.
Herrn Degenhardt werde ich natürlich bei weiteren Fragen zu den cdVet Produkten sofort kontaktieren. Allerdings hätte ich auch einige Fragen an Sie, wenn das in Ordnung geht.
Die Hunde, welche in unserem Haushalt leben, werden nämlich nach der Methode von Swanie Simon (mit Getreide) gebarft. Es sind allerdings nicht unsere Hunde und da wir nach unserem Auszug einen eigenen Welpen „adoptieren“ werden, habe ich begonnen, mich mit dem Thema BARF näher zu beschäftigen. Und dabei bin ich relativ rasch zu dem gleichen Entschluss wie Sie gekommen, dass Getreide in einem Hundefutter nichts verloren hat. Nun habe ich mich lange mit den Thesen von Frau Swanie Simon beschäftigt und auch schon Ernährungspläne errechnet und muss sagen à so sieht das nachgebildete Beutetiere auf keinen Fall aus.
Dieser Feststellung kann ich nur zustimmen. Dies ist auch der Grund, warum Frank und ich uns zur Zeit derart massiv einsetzen. Wir legen keinen Wert darauf, dass man diese "Methode" mit unseren Namen in Verbindung bringt, denn wir tun nichts weiter alsdie natürlich Ernährung in eine Form zu bringen, die in der menschlichen Gesellschaft und besonders in den Städten möglich ist. Die Feststellung im Forum, dass wir ja "keine berühmten Leute" seien, hat uns sehr amüsiert. "Berühmt" zu werden ist mit Sicherheit nicht das Ziel, zu dem wir angetreten sind. Leider haben Foren aber immer die Angewohnheit, einen Großteil einer Sache gehörig zu verreißen.
Allerdings bin ich auch kein großer Freund von Pulverchen à jeglicher Art. Ich glaube, dem Hund die benötigten Spurenelemente, Vitamine und Minerale auch durch sein Futter zur Verfügung stellen zu können. Sind Sie da anderer Meinung?
Nein, ich bin nicht anderer Meinung, sondern stimme Ihnen voll zu. Das Problem ist nur, dass es von Ihrer "Sorte" nur sehr wenige Menschen gibt, die das können oder es sich zutrauen. Für alle anderen haben wir mit cdVet einen zuverlässigen Partner.
Um es auf den Punkt zu bringen: Sie empfehlen ja das MicroMineral, welches Sie als essentiell erachten. Die Bestandteile dieses Pulverchens sind: Algenkalk, Algen, Bierhefe, Malzkeime und Traubenkernextrakte. Also zusammengefasst auf einen Punkt gebracht: Calcium, denn die restlichen Inhaltsstoffe bekommt er auch über einen selbstgemachten Kräutermix.
Ja, im Prinzip ist das richtig, aber wir müssen dies wieder unter dem o. g. Aspekt betrachten, dass 95 % der Hundehalter weder Ahnung von noch Lust zu solchen Dingen haben.
Warum ich MicroMineral als essentiell betrachte, müsste eigentlich aus meinen Texten hervor gehen. Ich will es aber noch einmal darstellen.
Neben Calcium geht es hier auch um eine Reihe anderer Minerale und Spurenelemente, die normalerweise in der natürlichen Ernährung enthalten sind. Meine restriktive Betrachtungsweise beruht aber auf einer Art "Vorsichtsmaßnahme". Ein überwiegender Teil der Haushunde leidet an Mineralmägeln, was sich häufig in Fell-Problemen, hauptsächlich aber in Problemen mit dem Bindegewebe (Sehnen, Kreuzbänder etc.) äußert. Der größte Teil der Hundehalter kann diese Probleme nicht beseitigen, weil denen die biologischen Kentnisse fehlen. Ehe viel rumexperimenteirt wird, stelle ich das MM als unverzichtbar dar.
Und selbst Sie, wenn Sie sich auch noch so bemühen, können nicht 100%ig garantieren, dass Sie eine vollumfängliche Versorgung gewährleisten. Das Problem liegt darin, dass Sie hauptsächlich tiereische Produkte aus der Lebensmittelproduktion füttern müssen, es sei denn, es steht Ihnen zu 100 % Wild zur Verfügung. Zuchtrinder, -schafe, -ziegen etc. werden aber auch alles andere als natürlich ernährt, und so kann man davon ausgehen, dass dort bereits Mängel vorliegen. Durch MM ist dieses Problem behoben. Sollten Sie allerdings in der Lage sein, Ihren Hund zu 100 % mit Wildkörpern zu ernähren, können Sie natürlich auf MM verzichten.
Nun à Ein Welpe hat nun in seinem 3.-4.- Lebensmonat einen Calciumbedarf von ca. 2200mg/Tag. (bei einem Gewicht von 5kg)
Von solchen Zahlen halte ich gar nichts, mit denen soll sich Swanie beschäftigen, die mag das.
Wenn ich ihm aber nun jeden Tag 2 Hühnerhälse a 50g gebe, so ist sein Calciumbedarf dadurch schon zu mehr als 2/3 gedeckt.
Nein, denn ein Welpe kann unterhalb des 7 Monats Knochen noch nicht verwerten. Der Magen eines Welpen der Gattung Canis lupus ist daran angepasst, in der ersten Zeit nurvorverdaute Knochen (von der Mutter "erbrochenes") zu verwerten. Erst später stellt sich der hierfür nötige pH-Wert von 1 ein. Daher sollte man die Fütterung von ganzen Knochen frühestens im 7 Monat beginnen. Und wegen des Problems der Mangelernährung der Zuchthühner würde ich mich in Sachen Mineralversorgung auch später nicht auf die Hühnerknochen verlassen.
Somit erscheint mir das Pulverchen bei genauer Betrachtung überflüssig, man kann den Calciumbedarf auch mit bewusster Ernährung decken.
Oder sehen Sie das anders?
Wie gesagt: in der Regel nicht.
Durch Ihren (und ich finde Ihren Beitrag toll und informativ) Beitrag habe ich erfahren, dass die pflanzlich zugeführten pürierten Stoffe eigentlich nur der Dammflora als Nahrung, also indirekt dem Hund helfen. Das war für mich ein kleines AHA – Erlebnis, danke dafür.
Gern geschehen! "Indirekt" aber auch dahin gehend, dass die Ausscheidungen der Darmbakterien vom Hund verwertet werden können.
So – nun wieder mein Anliegen:
Wenn ich jetzt ein mal pro Jahr einen Kräutermix aus: Blumenkohl, Chicoree, Broccoli, Chinakohl, Grünkohl, Gurken, Keimlinge, Kürbisfleisch, Mangold, Möhren, Paprika, Pastinak, Portulak, Rote Beete, Rüben, Salate, Sellerie, Spinat, Topinambur, Wirsing, Zucchini, Alfalfa, Borretsch, Brenessel, Brunnenkresse, Dill, Löwenzahn, Petersilie und Minze mache, diesen portioniere und einfriere à dann habe ich doch einen frischeren und besseren Kräutermix als ich mir irgendwie erkaufen könnte.
Oder sehen Sie das anders?
Wenn Sie diese Gemüse und Kräuter selbst anbauen und biologisch "düngen", dann sind Sie hiermit vom Fit-Barf befreit *grins*. Verstehen Sie bitte Fit-Barf nicht als Dogma, sondern als Hilfe für alle Hundehalter, denen das Wissen und die Möglichkeiten fehlen. Kaum jemand macht sich so viel Arbeit und so viele Gedanken wie Sie. Etwas Wichtiges fehlt allerdings in Ihrr Aufzählung: Waldfrüchte! Mit einem kleinen Anteil an Himbeeren, Brombeeren, Heidelbeeren etc. werten sie das Ganze erheblich auf, weil diese zum Nahrungsspektrum des Grauwolfs gehören.
Und nun zu meiner letzten Frage: (ich hoffe ich werde noch nicht lästig)
Um den Calciumbedarf meines Welpens natürlich decken zu können, wird er jeweils eine seiner 3 Mahlzeiten nur Hühnerhälse bekommen.
Bitte nicht - siehe oben!
Zweimal pro Woche werden seine zwei überbleibenden Mahlzeiten zudem komplett aus Fisch bestehen.
Für einen Husky ideal, aber bitte hautpsächlich Seefisch! Anfänglich würde ich aber auch hier auf die Gräten verzichten
Hin und wieder wird er auch eine Mahlzeit rein aus Pferdefleisch, Lamm oder sonstiges bekommen.
Okay!
Nur wenn ich Rindfleisch fütter, dann bekommt er natürlich auch Pansen. Der Pansenanteil wird dann zwar wie von Ihnen vorgeschlagen 70% ausmachen. Allerdings wird der Pansenanteil gemessen an der Gesamtnahrung natürlich sehr viel geringer sein als 70%.
Nun meine Frage: Ist das ein Problem?
Wichtig ist hierbei, dass der Anteil an Rinder-Muskelfleisch unter 10 % der Gesamtfuttermenge bleibt. Insbesondere bei Schlittenhunden ist das von großer Bedeutung. Hierfür hatte ich einen speziellen Text geschrieben, den Heidrun auch auf ihrer Website als PDF-Datei veröffentlicht hat.
Ich hoffe, Ihre Meinung und Hilfe noch ein wenig in Anspruch nehmen zu können.
Jederzeit, nur kann ich nicht immer sofort reagieren. Alternativ sind Sie natürlich herzlichst in das von mir geführte Forum der Firma cdVet eingeladen: www.tier-forum.eu , dort können Sie alle Fragen direkt an der Quelle stellen und ich garantiere ihnen, dass ich dort mit scharfem Auge wache.
Im Gegensatz zu vielen anderen Forenmembern bin ich der Meinung, dass man sich seine Meinung selber bilden sollte.
Immer, aber hierfür benötigt man einiges an Grundwissen, was leider viele Leute permanent verweigern.
Sie mögen zwar Fische züchten und über wenig persönliche Hundeerfahrung verfügen, allerdings versuchen Sie die Hundeernährung ohne große Vermenschlichung zu betrachten und das imponiert mir.
Vielen Dank! Ich habe bereits als Kind angefangen, mich in Tiere hinein zu denken, vorrangig in Aquarientiere, aber glauben Sie mir, so groß ist der Unterschied zum Hund nicht, wenn man einmal "drin steckt". Zwar ist meine Hundeerfahrung noch nicht so groß, aber man braucht auch keinen Führerschein um ein guter Kfz-Mechaniker zu sein. Und ich halte mich bei Hunden grundsätzlich aus Themen raus, bei denen Erfahrung vonnöten ist, wie z. B. das Hundetraining.
Ein Gemüseanteil von 25% wie bei Swanie Simon ist für mich Vermenschlichung. Ihnen werden meine Fragen zwar zum Teil banal oder auch unverständlich vorkommen à Ich bitte sie jedoch, diese objektiv zu betrachten.
Das tue ich, denn diese Fragen begegnen uns täglich. Frank mehr als mir, weil er es hauptberuflich macht, aber wir telefonieren täglich und lernen gemeinsam aus Franks täglicher Arbeit im Laden. Ihre Fragen sind nicht banal, sondern verantwortungsbewusst.
Ich bin kein Experte auf diesem Bereich à sauge lediglich Informationen auf à beurteile diese à bilde mir mein eigenes Urteil und verkünde dieses à um wieder Meinungen darüber zu bekommen. Solange, bis ich zufrieden bin.
Eine gute Sache. Daher habe ich es auch erlaubt, meine mehr oder weniger zufällig entstandenen Texte aus dem Malamuten-Forum für private Zwecke zu kopieren. Sie sind sicherlich nicht der Weisheit letzter Schluss und spiegeln meinen/unseren Wissenstand am Tag des Schreibens wider. In einem halben Jahr sähen sie vielleicht schon wieder anders aus. Diese Texte sind spontan entstanden und nicht von langer Hand vorbereitet. Wir planen, diese Texte als kleines Büchlein o. Ä. zu veröffentlichen, aber bis dahin müssen Sie noch einmal komplett überarbeitet werden, das dauert noch, und wahrscheinlich werden dann auch noch neue Aspekte hinzu kommen.
Danke für Ihre Hilfe.
Mfg, Christian.
Anwortmail meinerseits:
Sehr geehrter Herr Wollentin.
Ich möchte mich für die informative Antwort bedanken. Vor allem dafür, dass Sie einem unwissenden zukünftigen Welpenbesitzer gerne und ausführlich Rat geben. Herzlichen Dank hierfür.
Um es mal grob zusammenzufassen à Knochenfütterung ist erst ab dem 7. Monat möglich / Obst- und Gemüse ab dem 3. Monat
Richtig, oder?
Sie schreiben, dass es beim MicroMineral neben dem Calcium auch noch um andere Mineralien und Spurenelemente geht.
Dem stimme ich natürlich 100% zu.
Wobei die wichtigsten Mineralien Phosphor, Calcium, Natrium und Magnesium sind, oder? Spurenelemente sind ja im Prinzip auch Mineralien in sehr geringen Dosierungen.
So à ich weiß dass Sie kein großer Freund von Zahlen sind à möchte jedoch zwecks Anschaulichkeit trotzdem darauf zurückgreifen. Ich hoffe, Sie gestatten mir diesen kleinen Fauxpass. ;-)
Also mein Welpe mit 7,5kg Körpergewicht wird folgenden Bedarf haben:
Calcium: 23000mg/Woche
Phosphor: 11000mg/Woche
Magnesium: 1250mg/Woche
Natrium: 4500mg/Woche
Sodale à jetzt haben Sie natürlich recht, dass ich ohne Knochenfütterung den Calcium- und Phosphor- und Natriumbedarf nicht decken kann.
Anders sieht dies beim Magnesium aus, dass ja alleine durch die Pansenfütterung schon gedeckt ist.
Und jetzt kommt der Punkt, andem ich etwas ratlos bin.
Ein Wolf hätte da kein Problem, da in den vorverdauten Knochen Calcium und Phosphor und in dem vorverdauten Blut der erlegten Beute genügend Natrium zur Verfügung stehen würde.
Diesen Vorteil habe ich nur leider nicht.
Jetzt muss ich die angegebenen Werte natürlich irgendwie anders ersetzen können:
Und um jetzt Licht ins Dunkel bringen zu können:
Mit dem Produkt MicroMineral wäre entweder der Phosphor und Natriumbedarf nicht gedeckt oder mein Welpe wäre mit Calcium überversorgt. Geschweige denn, dass der Natrium- und Phosphorbedarf ohnehin nicht sinnvoll gedeckt werden könnte. Und eine Überversorgung mit Calcium ist doch für Welpen äußerst bedenklich, da er das überschüssige Calcium im Vergleich zu einem erwachsenen Hund ja nicht abführen kann. Oder? Ich habe diese Information aus einer deutschen Diplomarbeit einer Tierärztin, die sich explizit mit Ernährung beschäftigt hat. Ich lasse Ihnen diese bei Bedarf gerne zukommen.
Deshalb bin ich nun auf der Suche nach einer anderen Lösung:
Natrium / Phosphor und Calcium sind natürlich in erster Linie in Knochen/Knochenmehr enthalten. Das kann er aber nicht verdauen.
Nun ist der Calciumbedarf ja nicht wirklich das Problem. Diesen kann man ja z.B.: mit Rotalgen decken.
Könnte man den Calciumbedarf etwa auch über Eierschalenpulver decken?
Anders sieht das Ganze jetzt natürlich beim Phosphor und Natrium aus.
Natrium à okay à durch die Zugabe von Salz.
Aber ein Problem bleibt à Phosphor
Jetzt könnte man natürlich sagen: à Bierhefe hat viel Phosphor.
Schon klar à aber man müsste über ein halbes Kilo Bierhefe pro Woche füttern à um seinen Phosphorbedarf zu decken.
Deshalb meine Frage an Sie: Haben Sie einen Lösungsvorschlag für mein Problemchen?
Weitere Bedenken meinerseits: Beim MicroMineral steht Calcium 15,1% à Phosphor 0,25%
Alleine durch die Tatsache, dass beim Welpen das Verhältnis Calcium zu Phosphor so ca. bei 2:1 liegen sollte oder darunter à lässt sich herauslesen, dass damit eine absoluter Phosphormangel entstehen muss.
Ich bitte Sie, meine ständigen Bedenken gegenüber MicroMineral nicht als Kritik oder sonstiges aufzufassen. Auch alle Mittelchen diverser anderer Hersteller weisen eine ähnliche Zusammensetzung auf. Mir geht es lediglich um die kausalen Zusammenhänge à und da Sie das Produkt ja kennen à kann ich diese so am einfachsten anführen.
Okay à also ich habe meinen Gemüsemix nochmals leicht aktualisiert. *gg*
Folgendermaßen: Topinambur, Rote Beete, Karotten, Brennessel, Löwenzahn, Rote Beete, Luzerne, Dill, Rosmarien, Salbei, Petersilie, Minze, Brunnenkresse, Borretsch, + Waldfrüchte
Von dem besagten Gemüse kann ich mehr oder weniger alles selber anbauen und verarbeiten. Was halten Sie denn davon?
Mhm, was verstehen Sie denn unter Seefisch? Fisch aus Süßwasser? Forellen? Oder Meeresfisch? Sorry –> kenn mich da kaum aus. ;-)
Sodale, dann bedanke ich mich schon mal recht herzlich für Ihre Hilfe und bin schon mal gespannt à wie Sie mein Phosphorproblemchen beurteilen. *gg*
Antwortmail Herr Wollentin:
Sehr geehrter Herr Kienberger,
ich kann das Phosphor-Problem nicht beurteilen, weil Sie Zahlen zugrunde legen.
Nun mag der Eindruck entstehen, ich sei ein Zahlengegner, aber nein, das ist nicht der Fall, im Gegenteil. Ich bin sogar ein großer Freund von Zahlen, wie man an meinem Hauptberuf sieht, aber nur dort, wo es reale Zahlen gibt.
Das Problem in unserem gemeinsamen Fall ist nicht, dass die Zahlen falsch sind, sondern das Problem liegt in ihrer eigentlichen Existenz. Dies zu erklären sprengt den Rahmen einer Mail, daher werde ich versuchen, es an wenigen "Schlagworten" zu erläutern.
Sie sind kurz davor, dass Fütterungs-"Konzept" zu verstehen, kehren nur leider immer wieder kurz vor dem Ziel um.
Ich will es mal mit einem Beispiel erklären:
Stellen Sie sich vor, sie wollen ein Zimmer tapezieren, haben die Wände gemessen und ausgerechnet, dass sie 30 m² Wand bekleben müssen. Sie gehen in einen baumarkt und kaufen 30 m² Tapete, die Ihnen gefällt. Sie kleben und kleben und obwohl Sie exakt 30 m² verklebt haben, haben Sie nur 3 Wände tapeziert, die 4. Wand ist noch nackt. Warum?
Nun gehen Sie wieder in Baumarkt, kaufen neue Tapete und achten darauf, dass alle 4 Wände exakt beklebt sind. Alles ist in Ordnung, die Tapete hat gereicht - aber nun sieht das Zimmer komisch aus, irgendwie nicht so wie auf dem Foto im Katalog. Warum?
Beides hat nicht funktioniert, obwohl Sie sich exakt an die von Ihnen gemessenen und errechneten Zahlen gehalten haben. Warum ist das so?
Warum lehnen wir nun diese Zahlen ab?
1. Wissenschaft, die diese Zahlen aufgestellt hat, ist seit Jahrzehnten nicht mehr unabhängig. Sie ist heute nur noch möglich mit viel Geld, das zu 99,9 % von der Industrie stammt. Forschungen werden heute nur noch finanziert, um daraus wirtschaftlichen Nutzen zu ziehen. Bereits aus dieser Sicht ist der Wahrheitsgehalt, aber noch viel mehr die Vollständigkeit wissenschaftlicher Ergebnisse und deren Veröffentlichung mehr als fraglich. Die Wissenschaft verkommt immer mehr zur Hure der Wirtschaft. Googlen Sie mal nach "Jiaogulan" und sagen mir dann, warum bei Krebs immer noch die Chemotherapie das Mittel der Wahl ist!
2. Die 'Wissenschaft arbeitet bereits seit Jahrzehnten nach den selben Mustern und Regeln. diese Regeln sind aber schon längst überholt und viele Zusammenhänge lassen sich nicht mehr isoliert betrachten, sondern sind nur durch ganzheitlichen Ansatz verstehbar. Dies zu tun weigert sich die Wissenschaft standhaft. Warum ist es z. B. bis heute nicht möglich, Energiemeridiane im Körper wissenschaftlich nachzuweisen, obwohl seit Jahrtausenden Akupunktur funktioniert. Oder nehmen wir als weiteres Beispiel Fußreflexzonen. Man weiß heute, dass sie funktionieren, aber nicht warum.
3. Diese Bedarfswerte sind völlig unsinnig, allein aus der Betrachtung heraus, dass jeder Organismus individuell ist. Bei Hunderassen haben wir sogar einen Extremfall. Ds die Wissenschaft bis heute nicht weiß, wie ein biologischer Organismus in seiner Substanz funktioniert, kann sie auch keine Bedarfswerte ermitteln. Jeder Nährstoff oder Vitalstoff wirkt auf unterschiedliche Weise tausendfach verschieden, je nachdem, mit welchen anderen Stoffen er im Organismus zusammen trifft. Da aber bis heute nur ein kleiner Teil dieser Stoffe bekannt ist, kann auch deren Wirkung auf den Organismus nicht bekannt sein. So wurden z. B. in den letzten 5 Jahren hunderte neuer Vitalstoffe in verschiedenen Pflanzen entdeckt, von deren Wirkung auf den Organismus noch niemand eine Vorstellung hat, wie soll man da Bedarfswerte festlegen, wenn man noch nicht mal weiß, was beim Kontakt dieser Stoffe im Organismus passiert.
Hinzu kommt, dass die Zahlen alle in den letzten 50 Jahren entstanden sind, einer Zeit, in der in Deutschland und anderen Industrieländern industrielles Futter gefüttert wurde, die vorrangig aus synthetischen Stoffen bestehen. Diese synth. Stoffe werden vom Organismus anders bewertet als ihre natürlichen Brüder, in der Hauptsache sind sie aber viel schlechter verwertbar und müssen aufwändig entsorgt werden. Überdosierungen von z. B. Vitaminen kommen nur bei synth. Vitaminen vor. Viele denken z. B., Vitamin A sei Vitamin A, aber schon dieser Denkansatz ist falsch. Vitamin A kommt in der Natur in - ich glaube - 25 verschiedenen Varianten vor, und nicht eine davon konnte mit dem synth. Vitamin kopiert werden, obwohl dieses chemisch betrachtet Vitamin A ist
Um aber mal bei einem klassischen wissenschaftlichen Ansatz zu bleiben: schauen Sie sich mal das Liebig'sche Minimum-Gesetz an! Schlafen Sie mal drüber und Sie werden sehen, was ich meine. Allein aus dieser Sicht machen diese Zahlen keinerlei Sinn mehr.
Ist es nicht erstaunlich, dass die Gruppe der Caniden bereits seit 6 Mio. Jahren existiert und gesund überlebt hat, ohne Bedarfswerte, Tabellen und Taschenrechner? Krank sind deren Vertreter der Art Canis lupus familiaris seltsamerweise aber erst, seit es Bedarfstabellen gibt. Warum das denn? Wie hat diese Art so lange kerngesund überleben können?
Erst wenn Sie die Zahlen allesamt in den mentalen Mülleimer werfen, dann fangen Sie an zu verstehen, warum wir manches so und so machen. Aber ärgern Sie sich nicht: bei uns hat es auch viele Jahre gedauert.
Wenn Sie wissen wollen, was ihr Welpe zum gesunden Aufwachsen benötigt, dann weiß nur einer die Antwort: er selbst. Ihre Aufgabe ist dabei nur eine: Sie müssen ihm das bringen, was er sich leider nicht mehr selbst holen kann. Was er damit tut, das ist seine Sache. Sie benötigen nur ein grobes Grundwissen über das, was ein Canide in der Natur an Fressbarem findet, im Zweifel stellt Ihnen cdVet einiges davon zur Verfügung. Was er davon frisst und wie viel, entscheidet er selbst, mit Hilfe einer genialen Steuerung: seinem Appetit.
Ein naturnah ernährter Welpe kann (muss) immer selbst entscheiden, welche Menge er frisst, sein Organismus zeigt es ihm zweifelsfrei an. Abwägen von Welpenfutter ist völlig überflüssig und Überversorgungen und Mangelerscheinungen wird es nicht geben, voraus gesetzt, alle Futtermittel sind natürlichen Ursprungs und naturbelassen.
Wenn Sie diesen Schritt, weg von den Zahlen und hin zum Vertrauen in die Natur, gegangen sind, dann erst werden Sie sich darin zu Hause fühlen. Zahlen geben Sicherheit, aber diese Sicherheit ist nur eine trügerische, eine vorgekaukelte, eine Illusion, mit der sich gutes Geld verdienen lässt. Heidrun ist auf diesem Weg schon sehr weit fortgeschritten; fragen Sie sie, ob Sie es bereut!
Nehmen Sie sich etwas Zeit und lesen Sie sich die Texte auf Franks Internetseite www.sammys-futterschuessel.de durch, Sie finden sie unter "Tipps". Mit diesen Texten werden Ihnen einige Dinge sicherlich etwas klarer werden, auch wenn ich dort nicht immer ganz bierernst geschrieben habe. Manchmal, nein eigentlich häufig, betrachten wir die Dinge von ihrer humorvollen Seite. Liest man aber in den Foren über das Barfen, dann meint man immer, die Leute gehen zum Lachen in den Keller. Das Ganze wird zur Religion erhoben und es werden sich Glaubenskriege geliefert. Das ist einfach nur lächerlich und den Hunden nicht wirklich dienlich. Eine Partnerin von uns, Ihres Zeichen Teirheilpraktikerin, hat mal gesagt: "Ich füttere meine Hunde roh, manche sagen "barfen'" dazu, aber die sagen auch "Tempo" statt Taschentuch". Kann man es treffender formulieren?
Herzlichst
Henry Wollentin
Sehr geehrter Herr Wollentin.
Herzlichen Dank für das Info – Mail.
Viele Dinge davon sind mir natürlich schon bekannt, war aber trotzdem interessant zu lesen.
Natürlich kenn ich das Liebig´sche Minimumgesetz. Ich studiere habe im Zuge meines Studiums, in dem ich demnächst das Bachelorstudium abschließen werde, einige Botanikvorlesungen zu absolvieren gehabt. Und da kam das Liebig´sche Minimumgesetz natürlich vor.
Aber: Dieses Gesetz besagt im wesentlichen auch, dass die Entwicklung eines Lebewesen / einer Pflanze nur so gut funktioniert, wie er die limitierende Ressource zur Verfügung hat.
Summa summarum auf den Welpen angewendet: Limitiert ihn der Phosphor, kann er sich auch nicht 100% optimal entwickeln.
Ohne jetzt auf Zahlen oder ähnliches nochmal rückfällig zu werden:
Der Wolf in der Natur à reißt im Rudel das Tier à und frisst dann eben von dem erlegten Tier Innereien, Knochen, Muskelfleisch, trinkt dessen Blut, etc…… Dann läuft er zu seinem Wurf und erbricht das zuvor gefressene à aufgrund der Zusammensetzung der zuvor gefressenen Nahrung ist der Jungwolf optimal versorgt. (mit allen Mineralien und Spurenelementen)
Wiederum auf den Punkt gebracht: Ich kann meinem Welpen durch das Rohfüttern alles bieten, außer eben die Fütterung von vorverdauten Knochen und Blut.
Nun ja à für eine wirklich artgerechte Ernährung meines Welpens sind diese Bestandteile essentiell.
Und Calcium / Phosphor sowie Natrium, auch Magnesium sind halt mal in großen Mengen nur in Knochen und Blut vorhanden.
Nun jetzt kann mein Welpe aber Knochen nicht verwerten und an Blut ist für mich leider nur schwer ranzukommen.
Somit stellen Calcium / Phosphor /Natrium und Magnesium à oder zumindest ein Bestandteilen von diesen à analog dem Liebig´schen Minimumgesestz à den limitierenden Faktor dar.
Und genau aus diesem Grund gibt es ja auch die Pulverchen. ;-) Das sind ja im Prinzip auch nur aufgrund fehlender Mengen, welche aufgrund von irgendwelchen Bedarfswerten errechnet wurden, zusammengestellte Mixe aus Algen, Kräutern und diversen anderen Pflanzenteilen.
Jetzt ist das natürlich für den möglicherweise „Normalbarfer“ einfach: Ich halte mich an grobe Futterstrukturen und füttere, damit ich ja nichts vergesse, ein bisschen Pulverchen.
Und genau das möchte ich eben nicht. Ich möchte die Materie verstehen. Ihn praktisch ohne grobe limitierende Faktoren ernähren. Und das eben auch noch gesund und bewusst.
Ihre These, die ich natürlich zu 100% vertrete „Ist es nicht erstaunlich, dass die Gruppe der Caniden bereits seit 6 Mio. Jahren existiert und gesund überlebt hat, ohne Bedarfswerte, Tabellen und Taschenrechner? Krank sind deren Vertreter der Art Canis lupus familiaris seltsamerweise aber erst, seit es Bedarfstabellen gibt. Warum das denn? Wie hat diese Art so lange kerngesund überleben können?“ erscheint mir äußerst logisch.
Nur folgende Unsicherheit meinerseits bleibt bestehen: Die Vertreter der Art Canis Lupus Familiaris haben ja erst mit Krankheiten zu kämpfen, seit es Bedarfstabellen gibt. Bedarfstabellen sind ja nun mal zu der Zeit entstanden, als Trockenfutter auf den Markt kam, da man diese zur Entwicklung des Futters benötigt hat. Das ist ja soweit alles logisch. Auch logisch à durch die immer selbe Zusammenstellung des Futters wurde der Hund nicht ausgeglichen ernährt à somit sind wir wieder beim Liebig´schen Minimumgesetz à er wurde in irgendeinem für seine Entwicklung wichtigen Element limitiert und damit krank.
Folgerungen daraus: Hunde vor ca. 60 Jahren kannten kein Trockenfutter à wurden gesünder und natürlicher ernährt à waren deshalb auch weniger krank.
NUR: Sie bekamen damals auch keine Pulverchen. Kein Calcium, keine Vitaminpräparate und keine Kräutermixe.
Und das ist für mich jetzt der springende Punkt.
Natürlich haben Sie recht, dass das Mastvieh früher viel natürlicher ernährt wurde und damit die im Fleisch enthaltenen Mineralstoffe und Spurenelemente etwas anders verteilt waren. Dass die zu Haufen gefütterten Antibiotika beim Rind im Muskelfleisch abgelagert werden. Und und und …..
Aber: Der Mensch genießt dieses Fleisch täglich und wird dadurch auch nicht krank. Natürlich könnte man jetzt sagen: Diverse Krankheitsbilder wie Krebs…. sind darauf zurückzuführen. Soweit trau ich mich aber nicht aus dem Fenster lehnen. Medizin, Lebensstandard, Stress à all das hat ja auch einen wesentlichen Einfluss auf unsere Gesundheit.
Auch ist mir das chinesische Kraut „Jiaogulan“ vertraut und ich kenne auch die Thesen darüber. Aber ich habe keinen medizinischen Einblick, um das beurteilen zu können.
So, aber nun zurück zum Thema:
Wie Sie treffend schreiben: „im Zweifel stellt Ihnen cdVet einiges davon zur Verfügung“. Damit haben Sie natürlich vollkommen recht.
Nur wenn man sich mit der Materie halbwegs befasst à dann kommt man relativ schnell zu dem Entschluss (und dazu brauche ich diesmal keine Zahlen *gg*), dass das Pulverchen cdVet, so gut es auch sein mag, eine natürliche Ernährung nicht kompensieren kann. Im Prinzip ist es, wie sehr viele Nahrungsergänzungsmittel, ein Tropfen auf den heißen Stein.
Und deshalb bin ich auch am Grübeln, wie ich denn meinem zukünftigen Welpen eine möglichst naturnahe Ernährung bieten kann.
Und nun wieder zur Ernährung:
Bisher habe ich von Ihnen und Heidrun ja schon einiges gelernt:
Ich will das jetzt nochmal zusammenfassen, damit Sie mich im Fall der Fälle korrigieren können:
2 mal pro Woche à Fisch (Seefisch)
Die restlichen Mahlzeiten bestehen aus Pansen vermischt mit diversem Muskelfleisch (kein Rindfleisch) und Innereien (Leber, Herz)
Dazu gibt es den Kräutermix und Öl
Um seinen Natriumbedarf (den er ja in der Natur über vorverdautes Blut decken würde), decken zu können, gibt es hin und wieder eine Prise Salz.
Sodale à bleibt eigentlich nur eine Sache à ich muss ihm die vorverdauten Knochen ersetzen.
Knochen bestehen ja zu ca. 60% aus Calcium / 30% aus Phosphor und 10% restliche Mineralien.
Somit muss ich meinem Hund folgende Dinge zuführen à Calcium und Phosphor.
Und genau hier setzt auch meine Frage an: Es ist leicht, einem Hund Calcium zuzuführen (Rotalgen, Algenkalk, etc….) à Aber es ist schwierig, Phosphor einem Hund (Welpen zuzuführen).
Somit à nach dem Liebig´schen Gesetz: Phosphor stellt für meinen Welpen bei der bisherigen Ernährungsplanung den limitierenden Faktor dar.
Und genau hier liegt ja auch meine „Kritik“ am MicroMineral à es behandelt das fehlende Calcium, aber nicht den fehlenden Phosphor.
Ich kann ihre Ausführungen voll und ganz nachvollziehen. Und ich stimme Ihnen auch zu. Aber dass es dem Hund bei der bisher angeführten Ernährungsweise an Phosphor fehlen muss, dazu braucht man nun wirklich keine Bedarfstabellen oder ähnliches. Oder sehen Sie das anders?
Nun wieder ein paar kurze Fragen meinerseits:
-) Warum sollte man einem Welpen keinen Honig füttern?
-) Wie kann ich meinem Welpen Phosphor zuführen?
-) Kann ein Welpe Eierschalenpulver verwerten?
Herzlichen Dank für Ihr Bemühen, Christian.
Antwortmail Herr Wollentin:
Hallo Herr Kienberger,
ich sehe schon, dass Sie etwas "optimieren" wollen, wo es nichts zu optimieren gibt. Als Student steht Ihnen das natürlich zu und ist normal, ab einem bestimmten Zeitpunkt aber ist man über diesen Punkt hinweg. Ich habe auch mal so gedacht, was sich aber leider als Irrtum heraus gestellt hat.
Die Bedarfstabellen und Ernährungspläne gehen alle von der irrigen Annahme aus, dass ein Organismus, hier der Hund, ständig alle Nährstoffe in optimaler Menge bekommen muss. Das ist aber ganz und gar nicht so. Wäre es so, würde kein Raubtier überleben können. Einen Teil der benötigten Stoffe kann der Organismus sogar selbst synthetisieren, diese Erkenntnis ist aber leider der Futterindustrie unbequem.
Zwar haben Sie mit dem limitierenden Faktor beim Liebigschen Minimumgesetz Recht, aber dies war nicht der Punkt, dem es als Beispiel dienen sollte. Meine Denkrichtung ging auf das Zusammenspiel der Faktoren allgemein.
Was die Pülverchen betrifft: wenn Sie tiefer gehende Informationen über die Produkte haben wollen, dann bin ich der falsche Ansprechpartner, da ich mit der Produktentwicklung nichts zu tun habe. Dafür ist Frank zuständig. Mir fehlt dafür auch die Zeit.
Ich vermute jetzt einmal, aufgrund Ihrer Aussage in Sachen Bachelor-Studium, dass sie erheblich jünger sind als ich. Glauben Sie mir, dass ich einmal ebenso gedacht habe wie Sie. Und es ist gut, dass Sie so denken, denn dies ist der Anfang für etwas sehr Gutes. Allerdings begreift man irgendwann, dass man nicht alles "optimieren" kann und nicht alles mit Zahlen belegen kann, weil das Ganze oft mehr ist als die Summe seiner Teile. Wenn man dann mit dem Studium aufhört, fängt man an zu verstehen und zu vertrauen. Ich muss nicht über jedes Milligramm in den Pülverchen informiert sein. Warum nicht? Weil ich zwar nicht sehe, was die Pülverchen und unsere Fütterungsmethode alles an tollen Dingen enthalten, aber ich sehe was sie tun. Täglich, seit Jahren!
Wenn Sie sehen würden, wie fast gelähmte Hunde wieder springen, wie Frauen und Männer bitterlich weinen, weil sie nach Jahren der erfolglosen Lauferei von Tierarzt zu Tierarzt endlich wieder einen gesunden Hund neben sich haben, wie Hunde, denen der Tod schon im Gesicht steht, nach wenigen Wochen wieder voller Lebensfreude in den Laden gehüpft kommen, dann würden auch Sie anfangen zu vertrauen und nicht mehr fragen, ob nun mehr oder weniger Phosphor im Pülverchen ist. Natürlich dürfen Sie das fragen, sehr gern sogar, aber darin liegt nicht das Heil. Sie werden es verstehen, vielleicht in 15 oder 20 Jahren.
Aber ich will Ihnen noch Ihre Einzelfragen beantworten, zumindest 2 davon.
1. Honig deshalb nicht, weil der Organismus erst Enzyme entwickeln muss, die eine Verwertung möglich machen. Dies geschieht erst später.
2. Hierzu sollten Sie Frank befragen oder sich an cdVet wenden. Dort gibt es auch eine Tierärztin, Frau Katrin Knecht, die veterinärmedizinisches Wissen mit dem, worüber ich nun seit Wochen schreibe, verknüpft hat. Oder Sie wenden sich an Herrn Dr. Klaus-Rainer Töllner von www.pernaturam.eu. Er ist Biologe und einer der größten Kenner biologischer Zusammenhänge, die mir bekannt sind. Er gehört zu den Personen, dessen unschätzbares Wissen bei uns mit eingeflossen ist, und dem ich blind vertraue.
3. Ja, Sie können auch Knochen zermalen. Es geht nicht darum, dass der Welpe keine Knochen verwerten kann, sondern Caniden sind Schlingfresser und die noch zu schwache Magensäure kann Knochenstücke nicht auflösen. Gelangen Sie "im Stück" in den Darm, kann es zu großen Problemen kommen.
Noch ein Tipp zum Abschluss, für Sie persönlich: Sie scheinen ein wacher junger Mann zu sein, der eines Tages sehr viel für die natürliche Tiergesundheit leisten kann. Aber machen Sie nicht den Fehler, alles "optimieren" zu wollen, das geht nach hinten los. Wer alles perfekt machen will, der wird am Ende gar nichts erreichen, und das ist kein Spruch, sondern Erfahrung. In der Aquaristik habe ich das vielfach erlebt. Wenn Sie Lust haben, dann googlen Sie mal nach meinem Namen. In zahlreichen Foren werden Sie auf tausende Beiträge von mir stoßen, dadurch können Sie einen kleinen Einblick in meine Denkweise bekommen. Und wenn im Forum gefragt wurde, ob wir "berühmte Leute" sind, dann kann ich für mich sagen: ja, ich war berühmt in der Aquaristik, bis ich die Nase voll hatte, weil ich sogar nachts um 2 Uhr Anrufe erhalten habe. Ob ich in der Aquaristik mal wieder "zur alten Form" auflaufen werde, kann ich heute noch nicht sagen. Im Moment ist dort bei mir zumindest die Luft raus. Es war für mich einfach zu alltäglich, nicht mehr spannend. Meine Aussagen lösten keine Diskussionen mehr aus sondern wurden ehrfurchtsvoll gelesen, bis eine junge Generation in den Foren auftauchte, die sich als völlig lernresistent heraus stellte und sich lediglich darstellen wollte. In der Hundeszene aber kann ich wieder provozieren und ich kann das tun, was neulich mal so formuliert wurde: ich kann mit Begeisterung am Thron von Königin Swanie Simon sägen, und das macht wieder Spaß. Meine Bemühungen um naturnahe Aquaristik wurden durch eine Industrie, unterstützt durch eine zur rechten Zeit gekommene Finanzkrise fast zunichte gemacht. Der Trend zu großen Aquarien, möglich dank moderner Klebetechniken, wurde plötzlich abgelöst durch Nano-Aquarisitk, oder wie ich es nenne: Spucknapf-Aquaristik. Ich war plötzlich Don Quichote und die Industrie waren die Windmühlen. Gegen diesen Trend anzugehen, ist Energieverschwendung. Es wird hoffentlich eines Tages mal wieder anders. Bei den Hunden ist die Chance zum Umdenken in Richtung Naturnähe noch 100mal größer, daher engagiere ich mich jetzt dort mit Erfolg. Aber bitte keine nächtlichen Anrufe *grins*!
Machen Sie so weiter, Sie sind auf dem richtigen Weg, nur erwischen sie bitte nicht die falsche Auffahrt!
Herzlichst
Henry Wollentin
Achso, noch eins:
NUR: Sie bekamen damals auch keine Pulverchen. Kein Calcium, keine Vitaminpräparate und keine Kräutermixe.
Richtig, aber sie bekamen Fleisch in einer Qualität, die heute kaum noch erhältlich ist. Und keine künstlichen Zusatzstoffe, keine Konservierungsmittel, keine ....
Lesen Sie mal "Katzen würden Mäuse kaufen" und "Der Jahrtausendirrtum der Veterinärmedizin"!
Und ich habe mehrfach betont, dass man die Pülverchen heute auch nicht bräuchte, wenn man sich Mühe geben würde. Das tut aber keiner, außer Sie vielleicht. Bis vor 20 Jahren gab es nichts davon in der DDR, außer gammliges Fleisch aus der Futtertonne. Es gab aber auch keine Tierarztpraxen für Kleintiere. Warum das denn?
Antwortmail meinerseits:
Hallo Herr Wollentin.
Sie haben natürlich Recht. Ich bin erst seit kurzem 25 und natürlich um einiges jünger. Und natürlich sehe ich, wie auch schon mal von Heidrun kürzlich angemerkt, gewisse Dinge zu wissenschaftlich. Aber es liegt nun mal in der Natur des Menschen, dass man fehlende Erfahrung mit Schemen ersetzen will. Und da sich meine Erfahrung bei der Ernährung von Tieren (insbesondere bei Hunden) auf die BARF Methode der Mutter meiner Freundin bezieht, bin ich auf diesem Gebiet natürlich auch sehr unerfahren. ;-)
Und natürlich haben Sie Recht: Wenn ich die täglichen Erfolge der Mittelchen von cdVet miterleben / sehen könnte à würde ich genauso denken wie Sie. Da mir das leider nicht möglich ist, suche ich nach einer Optimierung. Höchstwahrscheinlich so wie sie treffend schreiben: Nach einer Optimierung, wo es nichts zu „optimieren“ gibt. *gg*
Bezüglich meiner Einzelfragen: Ab wann kann man den Honig zufüttern?
Und – mit der Antwort auf Punkt 3 ist für mich alles gelöst: Knochenmehl heißt meine Lösung. ;-)
Ich danke Ihnen auch für die viele Geduld und die vielen Ratschläge. Ich werde auch versuchen, meinen Weg der Optimierung ein bisschen lockerer zu sehen. Ein bisschen wissenschaftliches Denken und Nachrechnen werde ich mir (wahrscheinlich nur am Anfang meiner BARF – Zeit) beibehalten, um meine Unsicherheit auf diesem Gebiet überbrücken zu können. Ich glaube, Sie verstehen was ich damit sagen will.
Und Sie müssen sich auch nicht vor nächtlichen Anrufen fürchten. Ich telefoniere generell nicht all zu gerne. ;-)
Die beiden Bücher werde ich mir vor Anschaffung des Welpens noch zulegen. Bis dahin ist ja noch ein wenig Zeit. ;-)
Um sicherzugehen, auch nichts vergessen zu haben, bitte ich Sie ein letztes Mal, meinen groben (oder doch eh schon zu genauen) Futterplan zu überblicken und mich ein letztes Mal zu korrigieren:
Danke hierfür:
Also à Ernährung Balto:
-) 2 Tage mit ausschließlich frischem Seefisch
-) 5 Tage mit Nahrungszusammensetzung (75% Rinderpansen, 15% Muskelfleisch (nicht vom Rind), 10% Innereien)
-) jeden Tag ½ Teelöffel Omega 3-6-9 Öl
-) zweimal pro Woche eine Prise Salz
-) 1 Teelöffel Kräutermix pro Tag
-) Je nach Bedarf à Knochenmehl
-) Hin und wieder einmal einen ½ Teelöffel Hagebutten, Algen&Kräuter, Grünlipp – Muschelkalk (in sehr unregelmäßigen Abständen und sehr selten)
Kräutermix besteht aus:
Topinambur, Rote Beete, Karotten, Brennessel, Löwenzahn, Rote Beete, Luzerne, Dill, Rosmarien, Salbei, Petersilie, Minze, Brunnenkresse, Borretsch, + Waldfrüchte
è Ab dem 7. Lebensmonat wird das Knochenmehl durch echte Knochen ersetzt.
Ich hoffe, Sie sind mit meinem groben Ernährungskonzept so einverstanden. Sollten Sie dennoch irgendwelche Mängel entdecken à dann bitte ich Sie mich zu korrigieren.
Ich möchte mich nochmals herzlichst für Ihre Hilfe bedanken und bitte Sie, sollten Sie ihr Wissen wirklich in einem Büchlein veröffentlichen, mich über dessen Erscheinungstermin zu informieren.
Danke, Christian.
Antwortmail Henry Wollentin:
Hallo Herr Kienberger,
wenn wir das Büchlein fertig haben, dann werden Sie es selbstverständlich erfahren, es wird aber noch einige Monate dauern.
Ihr Fütterungsplan ist erst mal so okay. Die letzte Entscheidung trifft nachher ohnehin der Hund. Vieles, was in der Theorie gut aussieht, muss in der Praxis noch lange nicht funktionieren. In der DDR hatten wir reichlich mit dem Problem zu tun (politisch *grins*). Und Biologie ist immer eine Gleichung mit vielen Unbekannten, und wenn ich mich recht erinnere, dann ist eine Gleichung mit mehr als 2 Unbekannten in der Mathematik nicht mehr lösbar, oder?
Kein Hund reagiert identisch zu einem anderen. Der eine Hund lebt relativ gesund mit Trockenfutter und wird 15 Jahre alt, der andere hat schon mit 8 Monaten kaputte Gelenke. Auch ein Mensch kann ab seinem 15. Lebensjahr stark rauchen und damit 90 werden, der andere macht mit 30 das Licht aus und ist vom Krebs zerfressen.
Um zu erfahren, ob die Ernährung dem Hund gut tut, muss man ihn beobachten, und zwar mit allen Sinnen. Leider können dies die meisten Hundehalter heute nicht mehr. Nicht einmal mit den Augen können die meisten Probleme sehen, die Frank und mich förmlich anspringen. Oft springen einen die gesundheitlichen Probleme aber nicht an, sondern müssen erfühlt werden, denn ein Hund leidet still, er versteckt Symptome so lange es geht. Dies ist ein Überbleibsel seines ursprünglichen Rudelverhaltens. Katzen, die Einzelgänger sind, haben dieses Verhalten noch weitr perfektioniert. Viele gesundheitliche Probleme muss man daher ertasten, erriechen, erhören etc. Dies setzt einen fast schon intimen Kontakt zum Hund voraus, aber das finden ja die meisten eklig. Ich nicht. Wenn ich meinen Hund striegele, dann ist dies für ihn (wenn es nicht ziept) soziales Komfortverhalten oder auch Grooming genannt. Dieses Verhalten ist nicht einseitig, sondern gegenseitig. D.h., er darf mich anschließend auch groomen. Aber welche Frau mag schon eine Hundezunge auf ihren 2 cm Sichtputz im Gesicht? Dabei kann ich z. B. den Maulgeruch wahrnehmen, der mir viel über den Gesundheitszustand des Hundes sagt.
Ein schlauer Mensch hat mal gesagt, wir machen unsere Hunde zu halben Menschen, es wäre aber besser, wir würden halbe Hunde werden. Dies versuche ich zu realisieren, ohne natürlich mit der Rute zu wedeln *grins*.
Um zu sehen, ob die Ernährung optimal ist, kommt man um diesen Schritt nicht herum und man muss vor allem lernen, das Beobachtete zu deuten. Wenn eine alte Dame mit ihrem Zwergpudel in den Laden kommt und meint, er habe Athma und schnaufe so, er bräuchte wohl Medikamente, und man stellt dann fest, dass er statt 11 kg 23 kg wiegt, dann kann man davon ausgehen, dass hier etwas völlig missgedeutet wurde. Dabei ist es hier noch sehr einfach. Veränderungen im Gangbild sind da schon bedeutend schwieriger zu erkennen.
Sie können ab dem 7. Monat zu Knochen übergehen, aber fangen Sie bitte vorsichtig an, denn die Magensäure verändert sich nicht von jetzt auf gleich. Beginnen Sie mit Knorpel, dann Hühnerhälse, dann Flügel und Keulen, alternativ eignen sich auch kleinere Vögel wie Wachteln sehr gut, und erst viel später die richtigen Kracher wie Putenkeulen oder Kalbskeulen. Wenn Sie die Gelegenheit haben von einem Schlachter ein ganzes Kaninchen zu bekommen, dann nutzen Sie diese und füttern es komplett. Ideal sind ganz junge Kaninchen, so ca. 500 - 800 g, die von Rassezuüchtern wegen körperlicher Fehler nicht aufgezogen werden.
Bein Huhn nehmen Sie bitte junge Hähnchen, keine alten Suppenhühner! Bei den alten ist oft durch unnatürliche Haltung die Knochenstruktur verändert und diese könnten dann splittern.
Honig sollte auch erst später gefüttert werden also auch frühestens im 2. Halbjahr. Ich sehe allerdings in Honig kaum Nutzen und füttere ihn gar nicht. Ein Huhn für eine Woche im Garten eingraben und dann verfüttern, das macht Sinn.
Es würde mich freuen, wenn Sie mich dann später mal ab und zu über Ihre Erfahrungen mit dem Welpen und späteren erwachsenen Hund informieren würden.
Herzlichst
Henry Wollentin
Antwortmail meinerseits:
Hallo Herr Wollentin.
Da haben Sie natürlich Recht. Eine Gleichung mit mehr als 2 Unbekannten ist nicht mehr ohne weitere Randbedingungen lösbar. Aber ich sehe, worauf Sie hinauswollen. Deshalb muss ich ja auch erst mal abwarten, bis „Balto“ bei uns einzieht und dann den Ernährungsplan an ihn anpassen. Aber das Grundkonzept steht bis dahin à das ist schon mal ein großer Schritt für mich.
Wie haben Sie gelernt, das Beobachtete zu deuten? Gibt es dazu Fachliteratur, Internet – Links oder ähnliches, um in diese Dinge Einblick zu erhalten? Wäre wirklich interessant zu erfahren (bzw. zu ertasten, etc…) was meinem „Balto“ denn eventuell fehlen könnte? Für Tipps jeder Hinsicht wäre ich natürlich sehr dankbar. ;-)
Da der Informationsaustausch bisher ja sehr einseitig war, wird es mir eine Freude sein, Sie hin und wieder über die Entwicklung meines Welpens zu informieren.
Ich bedanke mich recht herzlich für die viele Geduld und unzähligen Tipps und verbleibe mit freundlichen Grüßen und einem schönen Wochenende,
Christian Kienberger.
Antwortmail Henry Wollentin:
Hallo Herr Kienberger,
einige Dinge kann man erlernen, für andere braucht man ein natürliches Talent, ähnlich z. B. dem, dass die meisten Menschen betreffend Ihrer Augenbiologie Trichromaten sind, einige wenige aber Tetrachromaten. Der Vergleich hinkt natürlich, mir fällt nur grad kein anderes ein. Frank hat diese Fähigkeiten, ich nicht. Ich muss mich auf meine normalen Sinne wie Augen, Ohren, Nase und Tastsinn verlassen.
Einige Dinge habe ich meinen Texten erläutert. Sehr wichtig ist z. B. das Gangbild des Hundes, die Struktur des Fells, der Geruch der Haut, der Maulschleimhaut oder der Ohren, die Art des Verhaltens in bestimmten Situationen etc. Lernen kann man das nur in der Praxis und unter fachlicher Anleitung. Bücher gibt es meines Wissens nicht, zumindest nicht als vollständiges Lehrbuch. Einiges kann man z. B. den Büchern von Dr. med.vet Vera Biber entnehmen.
Wenn Sie möchten, dann können Sie mich gern mal anrufen wenn der Welpe da ist, dann versuche ich Ihnen einen kleinen Einblick zu geben. Ich rufe aber anders als Frank nicht ins Ausland zurück, da mein Telefonanschluss privat ist und nicht wie bei Frank geschäftlich.
Liebe Grüße
Henry Wollentin
Conclusio
Wie jeder, der mit dem Barfen (auch wenn bei mir schon ein wenig Erfahrung vorliegt) beginnt, habe auch ich mir ein Konzept zurechtgelegt, das folgendermaßen aussieht:
-) Mein Welpe wird täglich 3 Nahrungen erhalten.
-) Dabei wird an 2 Tagen in der Woche nur frischer Fisch (Seefisch) gefüttert.
-) An den restlichen 5 Tagen bestehen 2 der 3 Nahrungen jeweils aus einem Mix. (Zusammenstellung: 70-75% Pansen, ca. 15% Innereien (Herz, Leber, Nieren, Milz) und ca. 15% entweder Euter oder Hoden und ein gestrichender Teelöffel Steinsalz --> alles einmal wöchentlich frisch vom Schlachthof in unserem Ort besorgt)
-) Die restlichen 5 überbleibenden Mahlzeiten bilden Fleisch vom Lamm, Pferd, Hendl, Pute und Wild. Dabei wird größtenteils auf tiefgefrorene Ware (z.B.: Kopffleischexpress) zurückgegriffen.
-) 1x pro Tag Gabe eines gehäuften Teelöffels selbsthergestellten Kräutermixes (Zusammenstellung: Topinambur, Rote Rübe, Karotten, Brennessel, Löwenzahn, Luzerne, Dill, Rosmarin, Petersilie, Salbei, Minze, Brunnenkresse, Borretsch, Heidelbeeren, Brombeeren). Der Kräutermix wird dabei von mir im Frühjahr angebaut und dann nach der jeweiligen Reife püriert und eingefroren. Im November ist dann mit dem Topinambur das letzte Gemüse verfügbar und der Kräutermix wird mit Vorrat auf ein Jahr hergestellt.
-) 3x pro Woche Gabe von frisch püriertem Obst (sehr wenig, etwa 1 gehäufter Teelöffel pürierter Apfel, Marille, Pfirsich oder Birne --> je nachdem was gerade zu Hause verfügbar ist)
-) für jede Mahlzeit ein kleiner Schuss Öl (z.B.: Omega 3-6-9 Öl von DHN)
-) 2x pro Tag Gabe eines gestrichenen Teelöffels Eierschalenpulver. (z.B.: Selbstherstellung oder Bio - Eierschalenpulver von DHN)
-) 1x pro Tag Gabe eines gehäuften Teelöffels Knochenmehl. (z.B.: Barf Pro Q MCH Calcium)
-) hin und wieder Gabe von ein wenig Hagebuttenpulver, Algen&Kräuter, Grünlipp - Muschelextrakt. Aber sehr sehr selten und unregelmäßig.
Sodale das wars!
Natürlich: Das hört sich jetzt nach sehr vielen Nahrungsergänzungsmitteln an. Nur bedenke: Sobald der Welpe dann Knochen verdauen kann (ca. ab dem 7. Monat) kann man auf die Calciumergänzung durch Knochenmehl und Eierschalenpulver komplett verzichten. Somit erhält mein Hund dann übrehaupt keine gekauften (oder sehr sehr wenige) gekauften Nahrungsergänzungsmittel mehr.
Ich bitte, dies lediglich als meinen "roten Leitfaden" zu verstehen. Ob das für jemanden interessant, verwerflich oder falsch ist, sei dahingestellt. Es ist meine Vorstellung von naturnahem Barfen, dass natürlich ein wenig Arbeit beinhaltet.
Hoffe, es hat zumindest ein paar Personen interessiert.
Und nochmals danke an Henry.
Lg, Christian.
Das war eine schwere Geburt, ich hoffe dein Welpe erblickt weniger kompliziert das Licht der Welt :-))))
aber auch höchst interessant, wie ihr beide euch da unterhalten und angenähert habt und zu einem für beide zufriedenstellenden Ergebnis gekommen seid.
liebe Grüße, heidrun
Das hoffe ich auch. ;-)
In 2 Wochen wissen wir dann mehr. ;-)