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BARF - Auf das Pülverchen kommt es jetzt noch an?

#1 von Huskyangel , 11.02.2011 16:08

Habe nach vielem Lesen jetzt noch einige Fragen zum barfen speziell für meine Hunde:

1. Alle Hunde werden gebarft und da ich leider ausschließlich gefrorenes Fleisch verfüttere, muss oder sollte ich zusätzlich ein Pulver von cdvet zugeben. Welches wäre das?


2. Meine beiden Allergikerhunde haben folgende Symptome: 1. Hund (10 Jahre) Juckreiz auf der Haut ohne Rötungen und stinkt wie alte Socke
2. Hund (3 Jahre) vermehrte Ohrenschmalzproduktion und stinkt ebenfalls Schweißfuß
Frage: worauf sollte ich speziell bei diesen beiden Hunden noch achten, bzw. was kann/sollte noch zusätzlich in den Napf dieser beiden Hunde?


3. Im Mai fahren wir 3 Wochen in den Urlaub. So, wie ich hier rausgelesen habe, gibt es nicht viele TF-Sorten, die dem barfen am nächsten sind:
Orijen und die eine Sorte von cdvet (komme jetzt nicht drauf, welche Sorte das war) Nun habe ich im Netz noch ein (vielleicht gutes) Trockenfutter gefunden, daß eine Alternative zu den beiden vorgenannten sein könnte.???

http://www.zooplus.de/shop/hunde/hundefu...ste_of_the_wild (eine der drei Sorten)

Was sagt der Fachmann zu Taste of the Wild?


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RE: BARF - Auf das Pülverchen kommt es jetzt noch an?

#2 von Crazy , 11.02.2011 18:10

Hallo Huskyangel!

Ich versuch mal deine Fragen zu beantworten...

1. Bei gefrostetem Fleisch gibt man 2-3x in der Woche Darm-Aktiv von cdVet ins Futter, um die Darmflora im Aufbau zu unterstützen.

2. Wie lange fütterst du schon roh, und wie stellst du dein Futter zusammen? Es wäre wichtig dies zu wissen, um genau sagen zu können woran es liegt.
So kann ich nur eine Vermutung äußern.

Bei deinen zwei Allergiker-Hunden klingt es mir so, als ob sich jede Menge "Abfallstoffe" in den Organen abgesetzt haben, und durch die Haut beim 1. und durch die Ohren beim 2. ausgeleitet werden.
Meine Empfehlung wäre es, diesen beiden eine "Reinigungskur" - ich habe was dagegen dieses "Entgiftung" zu nennen - für die Organe angedeihen zu lassen. Dabei werden Niere und Leber dazu angeregt ihre reinigende Wirkung zu verstärken, und die Abfallstoffe, die noch im Körper sind, auszuspülen. Dazu solltest du aber unbedingt mit Henry oder Frank telefonieren, um einen genauen Fahrplan auszuarbeiten.

3. Ich habe mir die Inhaltstoffe dieses Futters mal angesehen. Da die Vitaminé und Mineralstoffe künstlich zugesetzt sind, und meines Erachtens der "Grünanteil" ziemlich hoch ist, und es ist darin gebratenes Fleisch enthalten, würde ich es nicht füttern. Das hat mit Alternative zu Rohfütterung nicht mehr viel zu tun. Ich befürchte auch, daß dieses Futter im Magen ziemlich aufquellen wird.
Das ist eben bei dem Hundefutter von cdVet - es heißt Fit Crock, bzw. Fit crock sensitive - nicht der Fall.

Du kannst übrigens selbst erkennen, wie natürlich ein Trockenfutter ist. Lies einfach mal die Inhaltsangaben durch. Je mehr Vitamine, Mineralstoffe, ect. dort aufgeführt sind, desto weniger natürlich sind sie in diesem Futter enthalten, sonder in künstlicher Form, d. h. der Natur nachempfunden, aber trotzdem Chemie, zugesetzt.
Bei cdVet kannst du dagegen sicher sein, daß da wirklich nur kaltgepresstes, also rohes Fleisch verarbeitet werden.


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RE: BARF - Auf das Pülverchen kommt es jetzt noch an?

#3 von silvern , 11.02.2011 19:07

Beim extrudiertem Trockenfutter werden die zusammengemischten Bestandteile auf rund 130-150°C erhitzt. Beim Pressvorgang erhöht sich die Temperatur durch den Pressdruck auf 250-300°C. Danach wird die Oberfläche mit einer Ölschicht, der zumeist künstliche oder natürliche Aromen zugesetzt werden, versiegelt.
Die verschieden geformten Stücke sind sehr leicht, schwimmen im Wasser und quellen stark auf.
Durch die hohen Temperaturen, denen das Futter bei der Produktion ausgesetzt war, wurden die Grundstrukturen der einzelnen Bestandteile bereits aufgespaltet (vorverdaut). Dadurch gibt es auch wenig Darmperistaltik, d.h. der Darm hat wenig zu tun. Wie wir wissen ist das nicht das günstigste für den Darm, auch nicht für den Hundedarm. Viele wertvolle Vitamine und wertvolle Bestandteile des Futters werden da einfach kaputtgebacken und müssen dann künstlich wieder beigefügt werden. Und ob billig oder teuer, diese Vorgänge sind bei den extrudierten Futtersorten alle gleich.

im Gegensatz dazu das kalt gepresste Futter
Bei kaltgepresstem Trockenfutter werden die zusammengemischten Bestandteile ohne Zuführung von Wärme in Form gepresst. Die durch den Pressdruck entstehende Wärme liegt bei rund 50°C bis höchstens 75.
Die Brocken sind sehr kompakt, relativ schwer, gehen im Wasser unter und zerfallen darin sehr schnell in ihre einzelnen Bestandteile.
Diese müssen, da die Grundstrukturen der einzelnen Bestandteile noch erhalten sind, im Darm der Tiere intensiv verdaut werden.
Dadurch wird die Darmperistaltik unterstützt und die natürliche Darmreinigung intensiv gefördert.


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RE: BARF - Auf das Pülverchen kommt es jetzt noch an?

#4 von Huskyangel , 11.02.2011 19:24

Danke für die Infos.

Zitat
2. Wie lange fütterst du schon roh, und wie stellst du dein Futter zusammen? Es wäre wichtig dies zu wissen, um genau sagen zu können woran es liegt.



Ich habe vergessen zu erwähnen, daß Hund 1 erst ca. 3 Wochen VOLL gebarft wird!! Und Hund 2 eigentlich erst seit einer Woche, denn Hund 2 hatte jedes Jahr im Sommer mal Probleme mit der Haut. Dies ging immer weg, sowie er nicht mehr in Flüssen und Seen gebadet hat, bzw. es draußen kalt (Herbst/Winter) wurde. Dieses Jahr war es anders. Es ging nicht wieder weg. Beim TA wurde Blut abgenommen, alles okay soweit. Nur der Hämoglobinwert ist ein Hauch zu niedrig. Daraufhin bekam ich den Tip für einige Wochen rotes Rindfleisch zu füttern.

Fazit: Beide Hunde werden noch nicht lange voll gebarft und deshalb stinken sie auch noch! Denn die Giftstoffe und alles, was sie halt nicht vertragen haben, braucht wohl ca. 3 Monate, bis es den Körper verlassen hat. So denke ich zumindest..........

Ansonsten barfe ich "altmodisch" - nach Plan halt. Ein Teil Fleisch, ein Teil fleischige Knochen, püriertes Gemüse, mal ein Tag nur Pansen, Öl, zwei- dreimal ein Eigelb die Woche, ab und an Hüttenkäse, Quark, Kräuter, etc.


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RE: BARF - Auf das Pülverchen kommt es jetzt noch an?

#5 von Crazy , 12.02.2011 08:42

@silvern - danke für deine Ergänzung!!

@ Huskyangel
Hmm... mit dieser Antwort hatte ich jetzt schon fast gerechnet.

Gib nicht zu viel von dem "roten Fleisch" - sprich Muskelfleisch. Höchstens 10-15% pro Woche - das reicht, sonst wird Fett angesetzt. Diesen Fehler hatte ich anfangs auch gemacht, und meine beiden gingen auseinander wie Dampfnudeln... Tierärzte haben leider den Bereich Ernährungsphysiologie und -psychologie (falsche Ernährung kann auch zu Fehlverhalten führen) nicht in ihrem Studium mit drin.

Du siehst das richtig: Die Ausleitung der "Giftstoffe" aus dem Körper dauert eine Zeit lang. Um den Körper dabei zu unterstützen und diese Zeit zu verkürzen "entgiftet" man. Während dieser Zeit wird auch die Darmflora der Hunde gesund aufgebaut, damit der Hund alle Nährstoffe aufnehmen kann.

Bis sich die Magensäure reguliert hat, die bei einem roh gefütterten Hund einen PH-Wert von 1 hat, und beim Trofu-Hund einen Wert von 4-6, solltest du statt Knochen lieber nur Knorpel füttern - z. B. Knie, oder auch wenn du bekommen kannst Brustbein. Im Moment können deine Hunde die Knochen nicht richtig verdauen. Es besteht auch die Gefahr, daß ein unverdautes Knochenstück in den Darm wandert und die Damwand perforiert (ist nicht schön, habe ich schon selbst erlebt)

Statt püriertes Gemüse solltest du deinen Schätzchen lieber ungereinigten Pansen und Blättermagen (gibt es auch gefroren zu bestellen) geben. Das reicht an Grünanteil - im Gemüse sind nämlich wieder Abfallstoffe (pflanzliche Kohlenhydrate) enthalten, die im Körper eingelagert werden. Oder du gibst es ihnen am Stück. Dann werden ein Teil der Vitamine verwertet, der Rest fällt hinten wieder raus und schadet nicht. Der Wolf bekommt Beeren etc. ja auch nicht püriert. Insofern ist der Verdauungsapparat unserer Hunde dem des Wolfes verwandt.

Ei und Kräuter sind gut - nichts auszusetzten. Das Ei kannst du ruhig mitsamt der Schale (vorher einfach mit der Hand etwas kleiner zerquetschen - meine lieben es) geben - enthält viel Calcium.

Auf Milchprodukte wie Quark und Hüttenkäse kannst du getrost ganz verzichten, da ein erwachsener Hund keine Enzyme mehr bildet um diese zu Verdauen. Das können nur gesäugte Welpen - und dabei auch keine Kuhmilch...
Damit tust du - so leid es mir tut, dir das sagen zu müssen - deinen Hunden keinen Gefallen. Da die Milch nicht verdaut werden kann, vergärt sie im Darmtrakt - es gibt Blähungen (evtl. mit Krämpfen), Flitzekacke, etc.
Zwischendrin ein kleines Kleckschen (als besonderes Leckerlie) beim gesunden Hund, dessen Darmflora gut aufgebaut ist und richtig funktioniert, schadet nicht, solange es nicht täglich gegeben wird.


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RE: BARF - Auf das Pülverchen kommt es jetzt noch an?

#6 von Huskyangel , 12.02.2011 10:49

Vielen Dank Bianca für die wertvollen Tips! So werde ich es handhaben!

Es ist somit ganz einfach und schnell richtig zu barfen. :-) Da ich es vorher auch nicht besser wusste und alle schön nach Plan machen musste, wurden sie nicht täglich gebarft. Durch meine Arbeit habe ich es einfach nicht immer geschafft. Jetzt, da ich die Blutwerte von Hund 2 habe und weiß, daß es nur eine Futtermittlallergie sein kann, muss und will ich das durchziehen mit dem barfen.


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RE: BARF - Auf das Pülverchen kommt es jetzt noch an?

#7 von silvern , 12.02.2011 12:01

Du wirst sehen, soooo ist es wirklich nicht kompliziert. Wenn ich das kann und durchziehe geht das bei dir mindestens so gut.


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RE: BARF - Auf das Pülverchen kommt es jetzt noch an?

#8 von Dakota , 12.02.2011 14:55

dakotas speiseplan kommt dem von tina's hunden sehr nahe und auch er bekommt hauptsächlich tk-fleisch (pansen, blättermagen, etc.). nun hab ich mir das darmaktiv angeschaut und in der beschreibung steht "für hunde mit verdauungsproblemen" - hat er nicht. sollte ich es ihm wegen dem tk-fleisch trotzdem geben?


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RE: BARF - Auf das Pülverchen kommt es jetzt noch an?

#9 von silvern , 12.02.2011 15:07

ich denke ja. Beim tiefkühlen gehen grad im Pansen für den Darm wichtige Bakterien kaputt. Das DamAktiv fördert die Produktion dieser Bakterien und wichtigen Darmflora.


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RE: BARF - Auf das Pülverchen kommt es jetzt noch an?

#10 von Dakota , 12.02.2011 15:12

danke heidi! dann bestell ichs gleich mal ;-)


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RE: BARF - Auf das Pülverchen kommt es jetzt noch an?

#11 von hasch-key , 12.02.2011 17:06

Vielleicht noch ganz kurz eine Anmerkung zum Trofu: nicht alle Hunde vertragen kaltgepresstes Trofu gut. Mein Joe hat das CDVet nicht vertragen, wie einige andere Futtersorten auch nicht. Ich habe mir das ca. 4,5 Monate angeschaut und dann gewechselt. Ist aber kein ganz seltenes Phänomen, hat mir google gesagt.

Ich bin recht überzeugt von Orijen, das füttern auch viele Barfer im Urlaub. Nur auch da habe ich schon gehört, dass einige Hunde den hohen Proteingehalt nicht gut vertragen.
Ich denke daher, dass man das präferierte Futter einfach testen muss, wenn es gut passt, dann ist fein, wenn nicht dann eben nicht.

Meine haben heute früh übrigens TK-Karnickelfrischfleisch gekriegt. Ich hoffe sie bringen das nicht mit den Stallhasen des Bauerns in Verbindung, der 150m entfernt wohnt

 
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RE: BARF - Auf das Pülverchen kommt es jetzt noch an?

#12 von silvern , 12.02.2011 17:46

und eine meiner Banausen frißt natürlich nicht das was sie eigentlich als Hund fressen sollte, Hase. Sie räumt kaninchen raus aus dem schüsserl, unerhört.


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RE: BARF - Auf das Pülverchen kommt es jetzt noch an?

#13 von Crazy , 12.02.2011 17:53

Keine Panik wegen den Hasen in der Nachbarschaft. Meine Tochter hatte auch einen Hasen, und der wurde auch nicht als Beutetier angesehen...

Ich habe gebe meinen Hunden ab und zu, wenn ich es denn bekomme, Reh - in unserer Umgebung geschossen - ganz frisch und mit Fell. Ich hatte noch nie Probleme damit, daß Nashoba versucht hat da hinterherzurennen.

Noch ein Vorteil der Rohfütterung. Der Hund ist mit allen Nährstoffen versorgt, die er braucht und hat im Grunde keine Veranlassung mehr, sich zu verausgaben und zu jagen. Ist natürlich keine Garantie oder "Anti-Jagdtraining", aber der Jagdtrieb wird im Allgemeinen heruntergesetzt.


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RE: BARF - Auf das Pülverchen kommt es jetzt noch an?

#14 von hasch-key , 12.02.2011 17:55

Vielleicht bewegt es sich zu wenig .

Übrigens habe ich festgestellt, dass wenn ich bei meinen XL Huskies komplett barfe, ganz schön viel brauche . Gestern war ich im Laden einkaufen, da Versand so teuer ist, Rind + Innereien, Pansen ungeputzt, Ochsentrossen, Hühnerhälse, Karnickel mit allem und Hühnchen. Und Lachsköpfe habe ich ja eh noch. Das Gefrierfach ist nun voll und Männe meckert, dass da zu 95% Hundenahrung drin ist und auch nix mehr reingeht. Mmmhh, irgendwie gaga .

 
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RE: BARF - Auf das Pülverchen kommt es jetzt noch an?

#15 von Crazy , 12.02.2011 18:00

Dazu hab ich einen netten Text entdeckt:

(Naja - eigentlich hat mich Henry darauf gebracht)

Guck mal hier http://www.ag-hund.de/wbb/thread.php?postid=16653


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