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Training/ Motivationsaufbau

#1 von Sunnie , 07.02.2011 22:17

Yippieh,

seit Donnerstag ist es nun soweit, ich bin vom 'Musher-Interessierten' zum 'Musher-Anfänger' aufgestiegen! Will sagen, alles Equipment war nun vorhanden und es konnte losgehen mit meiner bunten Horde. Erwartungsgemäß habe ich natürlich die ganze Palette an Charakteren von 'lass-mich-ziehen-aber sofort' (der Riesenschnauzer) bis zu 'darf-man-das-jetzt-wirklich' (meine beiden Senioren). Die Anfänge sind aber wirklich bei allen vielversprechend, sie gucken mich mittlerweile alle mit strahlenden Augen an, wenn's losgeht. Wir haben schon die ganze verfügbare Palette an Fahrzeugen durchprobiert, Trainingswagen, Roller und Mountainbike. Derzeit favorisiere ich das Mountainbike, da sich damit die aufgeweichten Feld- und Waldwege mit den kleinen Trainingsteams (meist zwei) am besten bewältigen lassen.

Bei meinen älteren Hunden wird sich die nächste Zeit vor allem um Konditionsaufbau drehen, auch wenn sie durch die Hundeschule und die Pensionshunde durchaus eine Menge Beschäftigung haben, die Ausdauer liegt doch im Argen

Wir fahren kleine Rundkurse durch Feld und Wald, machen zwischendurch Pausen zum Schnüffeln, spielen und beschäftigen und das scheint bisher auch ganz gut zu funktionieren. Nun mache ich mir Gedanken, wie ich das am Besten mit den Trainingstagen gestalte. Jeden Tag oder mache ich zwischendurch auch tageweise Pausen, um das Interesse an den Ausflügen vielleicht noch ein bisschen mehr zu beflügeln? Habt ihr da Erfahrungen?

Liebe Grüße
Antje


Liebe Grüße Antje

 
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RE: Training/ Motivationsaufbau

#2 von silvern , 08.02.2011 06:23

Es kommt drauf an was du anpeilst. Wenn du richtig ins training einsteigen willst , ein tag fahren, ein tag pause, und dann einmal zwei tage fahren ein tag pause
Man kann aber auch mal drei tage fahren, einen tag pause. Die Fahrstrecken solltest du allmählich verlängern und weniger Schnüffelpausen dazwischen machen. Die gibts bei uns erst am schluß.
Beim bike mußt du aufpassen daß du nicht zu viel mithilfst. Sie sollen ziehen und nicht nur davor laufen. viele bikefahrer machen den fehler und pedalen fleißig mit. Nur so können sie auch die entsprechenden muskeln aufbauen.
Beim Pausentag gehen wir meistens wandern oder kleinere Runden zu fuß, da können sie dann schnüffeln, am bacherl spielen, löcher graben usw. oder wir bleiben zuhause und faulenzen :-)))


liebe Grüße, heidrun

 
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RE: Training/ Motivationsaufbau

#3 von silvern , 08.02.2011 06:28

Beim bike muß man halt aufpassen daß man nicht zu viel mit pedalt. Das machen die meisten und Hund braucht nicht so zu ziehen. Er soll aber ziehen, nur dann kann er die richtigen muskeln aufbauen.


liebe Grüße, heidrun

 
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RE: Training/ Motivationsaufbau

#4 von Chris , 08.02.2011 10:32

Ich denke auch, dass bei der Trainingsgestaltung das endgültige Ziel Ausschlag gebend ist:
Wohin willst du?
Kurze, schnelle Runden fahren (so bis 15 Kilometer)?
Touren mit 30 und mehr Kilometern?
In welchem Gelände?
Mit welchem Gefährt primär?
All diese Überlegungen sollten dein Training bestimmen.
Schildere mal ein bisschen!


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RE: Training/ Motivationsaufbau

#5 von Sunnie , 08.02.2011 22:00

ich kann noch nicht wirklich beurteilen, wie die Leistung schlussendlich aussehen wird, da fehlt mir noch ein bisschen die Vorstellungskraft. Einmal gemütlich immer gemütlich oder werden wir mit der Zeit und passender Ausdauer und Motivation auch schneller? Meine Hunde sind halt recht unterschiedlich und ich mache mir im Moment die meisten Gedanken darüber, sie erst einmal in Ihrem Interesse zu fördern und dann mal zu sehen, wo wir damit hinkommen. Im Moment sieht es nach kleinen Runden (bis irgendwann mal 15km) im gemütlichen Tempo mit kleineren flotteren Zwischenpassagen aus (vom Riesenschnauzer mal abgesehen, der eigentlich immer gern Gas geben würde). Wirklich herzig ist mein Schäferhundpärchen, die sind vor dem Bike wirklich ein Kopp und ein Arsch. Könnte ich Preise im Synkrontrotten mit gewinnen :-)

Ein klar definiertes Ziel habe ich eigentlich noch nicht, ich taste mich erst mal an die Möglichkeiten ran. Ich würde am Ende gern mit allen gemeinsam fahren können, dann mit dem Trainingswagen.

Das Gelände hier ist überwiegend flach, Feldwege, Waldwege und kleinere Stücke asphaltierte Feldwege dazwischen. Für den Scooter ist es im Moment zu matschig daher denke ich, dass es wohl überwiegend das Bike sein wird, mit dem wir in nächster Zeit unterwegs sein werden.

Die Sache mit dem mitpedalen ist mir auch selbst schon einige Male aufgefallen, da ist man dann so schön im Schwung... Ich bemühe mich aber dann immer wieder darum, es sein zu lassen und nur wo's nötig ist ein bisschen zu helfen.

Während der Riesenschnauzer ja ein Selbstgänger ist machen die Schäferhunde wirklich gute Fortschritte im konstant und gleichmäßig ziehen (halt a weng gemütlicher, aber schau'n wir mal wie sich das entwickelt). Wer sich mit dem Ziehen noch nicht so recht anfreunden konnte bisher sind meine beiden Retriever-Oldies. Sie freuen sich auf das losfahren, sie kommen freiwillig an und lassen sich bereitwillig 'anziehen' aber wenn sie an der Leine sind, gucken sie hauptsächlich zu mir mit dem Blick: Aber wir haben doch gelernt, dass wir an der Leine nicht ziehen dürfen. Lass ich sie ohne Leine mitlaufen (mit dem eingespannten Riesenschnauzer z.B., halten sie gut mit und laufen einiges an Strecke, als wären sie mit eingespannt auf gleicher Höhe. Mach ich die Leine wieder dran, bleiben sie zurück und achten wieder sehr auf mich. Mal schauen, ob ich das noch geändert kriege.

Liebe Grüße
Antje und die 'Meuchefitzer Moortrotter'


Liebe Grüße Antje

 
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RE: Training/ Motivationsaufbau

#6 von silvern , 09.02.2011 07:08

Wie alt sind denn deine oldies? Bei mir läuft nikka auch immer, meistens, einfach so nebenher.

Wenn du keine Rennen anstrebst ist es ja in erster Linie für dich und die Hunde eine schöne Beschäftigung, wie für mich auch. Das Schäferhundpärchen hört sich schon gut an. Wenn du keine berge hast solltest du sie zeitweilig gegen die Bremse laufen lassen. Beim biken mit den hunden geht pro jahr auf jeden fall eine portion bemsscheiben drauf :-)))))
Sie sollen ja auch lernen richtig "schwer" zu arbeiten. Da werden sie anfangs ganz schön erstaunt schauen, aber mit "weiter" und "brav" gewöhnen sie sich dran. Wenn sie mal schnell sind, enthusiastisch anfeuern.
Keine spielunterbrechungen, lieber kürzere strecken. Die Fahrstrecken dann ausdehnen und immer erst am schluß die spielzeit erlauben.

Es ist nicht wichtig daß ihr jetzt möglichst schnell seid, sie sollen das ziehen in den kopf kriegen. Das andere kommt dann von selbst.


liebe Grüße, heidrun

 
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RE: Training/ Motivationsaufbau

#7 von Sunnie , 09.02.2011 11:24

Sunny ist 11, Scott (ihr Sohn) 9. Rennen fahren steht bei uns definitiv nicht auf dem Programm. Ich denke mal, ich werde nie ein Rennteam zusammen kriegen, dazu ist meine Gruppe zu gemischt. Neuzugänge sind denn auch meist unter dem Aspekt ausgewählt (Naja, wählen ist zuviel gesagt, ich kann ab und zu schwer nein sagen, wenn noch einer reinpasst), dass sie sonst keiner haben will (die Schäferhunde zum Beispiel). Darüber hinaus habe ich am Wochenende eh Hundekurse, da komm ich nicht vom Hof.
Ich möchte halt unseren Alltag interessant und spassig gestalten und den Hunden in der Gruppe Gelegenheit geben, sich auszupowern. Auf die Weise hab ich auch was davon
Ich habe außerdem nach meiner langjährigen Erfahrung von nun schon einer ganzen Woche (!) den Eindruck, dass ich das Fahren durchaus therapeutisch einsetzen kann. Mein vorletzter Zuwachs, der zweite Schäferhund, ist vier Jahre lang von seinem Besitzer misshandelt und isoliert worden. Er hatte massive Probleme damit, Menschen zu vertrauen (und bereits festgestellt, wozu man seine Zähne auch noch verwenden kann) und mit anderen Hunden null Erfahrung. Das Vertrauen mir gegenüber ist schon prima aber die Gelegenheiten, mit anderen Menschen und Hunden zu arbeiten sind doch begrenzt. In die Kurse mitnehmen wie die anderen kann ich ihn nicht und mit meinen anderen vier, den Pflegehunden, den Pferden und der Hundeschule ist die Freizeit für Übung in anderen Umfeldern eher gering. Auf den Fahrten treffe ich doch immer wieder Leute, Hunde und alles mögliche andere und er hat die Gelegenheit, festzustellen, dass die Umwelt eigentlich nicht bedrohlich ist. Er hat dann halt was anderes im Kopf und muss sich nicht mit dem anderen beschäftigen. Gestern konnte ich schon problemlos mit ihm an dem jungen Nachbarrüden vorbeifahren, den er sonst immer vom Hof nach Hause jagt wenn der vorwitzig die Schnute im falschen Moment auf unseren Hof steckt.

Wenn sich rausstellen sollte, dass meine Senioren sich nicht zum ziehen verführen lassen und lieber nebenher laufen, habe ich damit auch keine Schwierigkeiten, aber noch will ich die Flinte nicht ins Korn werfen. Ich will am Wochenende mal mit meinem Mann mit zwei Teams losfahren, so dass die beiden hinter mir sind. Mit dem Fahrrad kann man ja den Zug gut mitdosieren und dann gucken wir mal, was sie davon halten. Bin ansonsten natürlich für weitere Tipps und Tricks zur 'Zugverführung' dankbar.

Liebe Grüße und besten Dank für die Tipps
Antje


Liebe Grüße Antje

 
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RE: Training/ Motivationsaufbau

#8 von Chris , 09.02.2011 15:53

Na, im Großen und Ganzen kann ich mich Heidrun nur anschließen, möchte aber auch nochmal unterstreichen, dass es bei so einer gemischten Truppe ganz wichtig ist die (gar nicht so simple) Balance zwischen Unter- und Überforderung zu wahren. Was ich damit meine, ist, dass du so langsam unterwegs sein musst, dass die Gemütlichen trotzdem auf Zug bleiben, die Flotten aber nicht total frustriert und/oder gelangweilt werden. Und dazu brauchst du viel (Brems-)Gefühl - und (wie von Heidrun bereits angesprochen) wahrscheinlich auch einiges an Bremsbelägen.


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RE: Training/ Motivationsaufbau

#9 von Sunnie , 09.02.2011 23:57

Ja, mit der Balance ist das so ne Sache, da werde ich sicherlich noch ein Weilchen dran stricken müssen. Ich hatte am Anfang meinen Mali-Schäferhund-Mix mit dem Riesenschnauzer zusammen angespannt, aber das war für meinen Michel nicht das Wahre für den Anfang. Obwohl sie sich vom Temperament her eigentlich ähnlich sind. Beide eher hyperaktiv. Neben dem anderen Schäferhund läuft er jetzt schön sutsche und zieht gleichmäßig mit. Temperament hin oder her, im Trott ist man dann doch wohl wieder Schäferhund. Ich versuche halt erst mal über längere Zeit die Teams so zu bilden, wie sie sich miteinander wohl fühlen. Wie es dann mal später zusammen aussieht, werden wir dann sehen.
Die Gangmechanik ist halt auch sehr verschieden, der Riesenschnauzer kann unglaublich traben, alle anderen müssen schon längst galoppieren, da strampelt er immer noch fröhlich vor sich hin.

Liebe Grüße
Antje


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RE: Training/ Motivationsaufbau

#10 von Chris , 10.02.2011 09:00

Ja, aber damit kommt man zurecht - so lange sich alle in ihrer Gangart wohl fühlen.


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RE: Training/ Motivationsaufbau

#11 von Sunnie , 10.02.2011 17:29

Die Schäferhunde haben heute ihre Runde bereits in einem deutlich flotteren Trab absolviert! Und das ziemlich konstant im Zug (Natürlich kommen hier und da noch mal plötzliche Seitenausbrüche vor, wenn da was zu gut riecht, aber sonst ...) An der kleinen Steigung haben sie sogar schon von alleine Gas gegeben, ohne dass ich unterstützen musste.

Ich habe da auch noch per Zufall was entdeckt, was mich vielleicht bei den Retrievern noch etwas weiter bringt. Ich hab das gleiche Problem mit meinem Bike, was hier im Forum schon geschildert wurde. Der Bowdenzug für die Vorderradbremse läuft vor dem Lenkkopf und muss sich frei mit dem Lenker drehen können. Eine Bikeantenne wie die von Huykytec lässt sich da nicht anbringen. Also ein wenig gegrübelt und ab zum Baumarkt. HT-Rohr mit 25mm durchmesser gekauft und Gummiseil. Gummiseil zur Schlaufe gelegt, vorn und hinten ein Knoten, hinfen am Bike angebunden und vorne die Zugleine dran. Eine Gummischnur zum Lenker, damits nicht so weit runter hängt und das Ganze gleich ausprobiert. Funzt.

Die Gummischnur ist allerdings etwas weicher im Zugverhalten als der Ruckdämpfer und ich hatte den Eindruck, dass das den Schäferhunden von Anfang an besser gefiel. Sie sind immer ohne Stocken angelaufen. Vielleicht macht das meinen Oldies das Ziehen auch sympathischer. Wie lang die Gummileine in der Praxis hält, wird sich noch rausstellen, aber im Moment sieht das sehr gut aus.

Liebe Grüße
Antje


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RE: Training/ Motivationsaufbau

#12 von silvern , 10.02.2011 17:43

ähm, die Zugvorrichtung wird nicht am lenker montiert sondern weiter unten am Rahmen. Man muß ja auch frei lenken können und nicht vom Zug behindert sein, oder hast dus eh so und ich hab dich falsch interpretiert?


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RE: Training/ Motivationsaufbau

#13 von Sunnie , 10.02.2011 19:07

Die Zugvorrichtung ist auch am Rahmen. Nur die Gummischnur, die das Rohr hochhält ist in der Mitte des Lenkers angebändselt. Das stört neim Lenken nicht (mich jedenfalls nicht. Habs ausprobiert). Ich mach bei Gelegenheit mal ein Foto, falls das noch jemand interessiert.


Liebe Grüße Antje

 
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RE: Training/ Motivationsaufbau

#14 von Chris , 10.02.2011 19:52

Ja, bitte! Bin neugierig!


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RE: Training/ Motivationsaufbau

#15 von Sunnie , 11.02.2011 15:19

So, da ist das Teil. Ist momentan noch auf die denkbar simpelste Weise angebändselt, Feinheiten erfolgen nach ausführlichem Praxistest (oder auch nicht, wär auch nicht das erste Mal, dass wir beim Prototypen bleiben. Es gibt so viel zu tun, fangt schon mal an ...)

http://img145.imageshack.us/img145/980/dsc00702t.jpg

(So das war mein erster Bildupload, sollte also was nicht funktionieren nicht wundern, nur sagen. Ich habe jetzt hier so was wie Internet, Vodafone sei Dank)

Rohr ist nur zur Führung des Seils, ist also praktisch kein Zug drauf. Da ich Gummiseil genommen habe, habe ich den Ruckdämpfer gleich mit drin, allerdings wie beschrieben einen recht weichen. Wer mehr Zug braucht, kann die Gummileine natürlich auch doppelt legen.
Endlose Variationen des anbauens mit festem Seil und Ruckdämpfer davor, Seilschlinge oder Ring am Fahrrad zum Einhängen denkbar.

Garantieen: keine
Erprobungszeit: 2 Tage
aufgetretene Schwierigkeiten: noch(!) keine

Ist nix gegen die Bike-Antenne von Huskytec zum Beispiel, habe ich auch am Roller, ist ein prima Teil, passt aber nicht an dieses Bike und bei meinem Erprobungswut an Fahrzeugen wär ich nur noch am Schrauben ...

Liebe Grüße
Antje


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