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BARF Praxis

#1 von silvern , 07.02.2011 17:09

zum besseren Verständnis wäre es günstig, zuerst den anderen Thread "Grundlagen des Barfens" zu inhalieren, dann wird vieles hier klarer.


jetzt wird’s schwierig!

Die ganze Theorie war nicht so das Problem, denn da konnte ich mich an einem selbst gemachten roten Faden lang hangeln, aber jetzt geht’s an die Praxis, da weiß ich weder wie ich anfangen soll noch was euch interessiert und in eurer Hunde-Praxis für euch wichtig ist.

Na gut, ich werd’s mal versuchen.

Also ...

Praktische Barf-Tipps, oder wie Manuela sagte: Barfen konkret:

Immer wieder liest man, dass man zum Barfen Futterpläne bräuchte und viele scheuen sich davor, weil sie meinen, man müsse den ganzen Tag mit Taschenrechner und Nährwert-Bedarfs-Tabelle durch die Küche laufen.

Das ist natürlich ausgemachter Blödsinn.

Man muss sich natürlich nicht wundern, wenn dieser Eindruck entsteht, wenn selbst „Miss Barf“ Swanie Simon in ihren Veröffentlichungen scheibt, man benötige keine Futterpläne und dann ein paar Seiten weiter selbst solche anbietet.

Ich halte es da eher mit meiner persönlichen „Miss Barf“ Dr. med. vet. Vera Biber, die die einzelnen Komponenten für sich erläutert und deren Einsatzmöglichkeiten bei bestimmten Problemen darstellt, wie z. B. das Stevia als natürliches Antibiotikum, und es dann dem Hundefreund selbst überlässt, sich die Sache für ihn praktikabel auszuprobieren.

Ich möchte an dieser Stelle noch einmal auf die 3 Bücher von Vera Biber verweisen, die wir auf Franks Seite vorgestellt haben und empfehlen:

http://www.sammys-futterschuessel.de/literatur.html

Um einen Hund naturnah zu ernähren, benötigt man ein gewisses Grundverständnis für natürliche Zusammenhänge. Dies sollte selbstverständlich immer da sein, wenn man ein Lebewesen, sei es nun Tier oder Pflanze, in seine Obhut nimmt, denn es ist schließlich auf Gedeih und Verderb seinem Menschen ausgeliefert.

Leider ist es heute Mode geworden, das Denken der Industrie oder ggf. dem TA zu überlassen, was dazu führt, dass Lebewesen massenhaft leiden. Und dabei ist es völlig egal, ob ein Lebewesen sein Leid hörbar artikulieren kann oder nicht. Es ist unsere Pflicht, ein Lebewesen zu beobachten und uns mit seinen Bedürfnissen zu beschäftigen und bei den kleinsten Anzeichen eines Unwohlseins zu reagieren. Aber oft wird so lange ignoriert, bis es zu spät ist. Eine Orchidee z. B. quittiert so etwas mit schnellem Ableben, aber das ist vielen egal, denn sie kostet ja im Baumarkt nur 7 Euro.

Bei Aquarientieren erlebe ich das auch ständig. Ein Fisch für 3 Euro ist eben schnell ersetzt. Ein Trend, der fatal ist und den ich nicht unterstützen möchte. Ich nennen so etwas „Tierverbrauch“. Für qualitativ hochwertige Nachzuchten aus meinem Aquarienkeller muss man auch gutes Geld bezahlen. Wer dann lieber für den halben Preis Immunleichen aus dem Baumarkt haben will, der soll dies tun, ich unterstütze dies nicht.

Glücklicherweise sind Hunde zu teuer um sie einfach mal zu „verbrauchen“, aber der Trend geht auch hier in diese Richtung, nimmt man nur mal die 150-Euro-Welpen vom Autobahnparkplatz.
Gott sei Dank ist es hier bei euch anders, denn Liebhaber einer derart seltenen und schönen wie komplizierten Rasse wie es die Malamuten und anderen Schlittenhunde sind, haben sich in der Regel ihr Verantwortungsbewusstsein bewahrt. Trotzdem möchte ich dieses ansprechen, denn keiner ist vor den allgemeinen negativen Trends völlig sicher. Da kann man sich noch so viel Mühe geben, irgendwie wird man doch beeinflusst.

Ich bin mit Tieren aufgewachsen. Als ich noch ganz klein war, hatte mein Vater schon ein Aquarium, da er selbst 1947 mit der Aquaristik begonnen hatte. Als ich so ca. 6 war, bekam ich ein eigenes, was allerdings später mal für einige Zeit verschwand. 1978 begann ich dann aber allein meinen aquaristischen Weg und habe ihn bis heute nicht unterbrochen, ja ich habe in den letzten 8 Jahren, seit es Internetforen gibt, die Aquaristik „auf der Überholspur“ betrieben. Im Moment ist die Luft etwas raus, bedingt durch meine Arbeit mit den Hunden, durch meine nebenberufliche gewerbliche Arbeit und der Tatsache, dass es in der Aquaristik kaum noch etwas gibt, was ich nicht schon mal gemacht habe oder was mich zumindest nicht so interessiert. Ich muss mir im Moment mächtig ans Popöchen packen, um die Sache nicht zu sehr schleifen zu lassen. Aber ich denke, dass diese Phase auch wieder vorbei geht, habe ich doch erst im Sommer 9 neue Becken aufgestellt, einen Teil, weil ich die Lücken wieder füllen musste, die mein Sohn bei seinem Auszug hinterlassen hatte und zum Teil, weil einige Becken schon sehr alt und marode waren.

Da ich als Kind mit 8 Jahren eine schwere Influenza-Infektion hatte und Jahre lang körperlich kaum leistungsfähig war, waren Bücher meine Welt. Ich habe Fachbücher gelesen wie andere Kinder und Jugendliche Märchen und Romane, zum größten Teil über die Natur, wie z. B. Bücher über Orchideen und Kakteen. Mein Vater hat mir als Kind auch immer eingetrichtert: „Henry, bevor du etwas anfängst, lies erst mal ein Buch darüber!“ Und so habe ich das bis heute gehalten. Zwar fehlt mir heute oft die Zeit zum intensiven Lesen, aber dafür ist mein Grundstock an Wissen und Erfahrungen ja viel größer als damals, und darauf kann ich zurück greifen.

Ich empfinde auch eine große Freude daran, dieses Wissen mit anderen zu teilen. Leider gibt es immer wieder Menschen, die sich davon angepieselt fühlen, sich „belehrt“ fühlen und das nicht mögen, aber zu lernen ist doch keine Schande und einen Lehrer braucht jeder. Ich selbst lerne genau so gern wie ich „lehre“ und habe überhaupt kein Problem damit, zu jemandem zu gehen und ihn zu fragen, ob er mir etwas beibringen könne. So hatte ich z. B. als ich Gerry zu mir holte, nur Wissen in Sachen Ernährung, aber keinen Plan von Hundekommunikation und Training. Also suchte ich mir eine Lehrerin in der Person von Ines Pawlitzki, die Trainerin und Ausbilderin von Therapie- und Behindertenbegleithunden ist und nebenbei noch die Vorsitzende beider Dachverbände (DBTB und DATB). Sie empfahl mir auch einiges an sehr guter Literatur und so kann ich mittlerweile wengistens mitreden und habe einen Hund, der manchmal auch das macht, was ich will :mrgreen:. Im Übrigen ist innerartliche Kommunikation von Hunden ein hoch interessantes Thema und ich beabsichtige mich darin ebenso fit zu machen wie in Sachen Ernährung. das dauert aber noch. Als Gegenleistung für die Ausbildung durch Ines mache ich ihre Internetseite, die allerdings zur Zeit etwas ins Stocken geraten ist, aber das wird noch (www.therapie-hunde.eu).

Übrigens war ich mal Grundschullehrer, arbeite aber seit Ende 1991 nicht mehr in diesem Beruf, aber die Veranlagung ist geblieben *lach*.

Durch die langen Jahre mit Tieren fällt es mir heute sehr leicht, biologische Zusammenhänge zu erfassen, das ist aber leider nicht bei jedem so. ich habe eine sehr gute Freundin, die einen Cavalier King Charles Spaniel und 2 Katzen hat (www.institut-diva.de - die Rothaarige links), und die Tiere sehr liebt, aber sie hat nicht gelernt, in biologischen Zusammenhängen zu denken. Viele Monate hat sie meine „Prügel“ einstecken müssen, bis sie einen Weg gefunden hat, denn es war wichtig, weil der Hund und eine Katze sehr ernste gesundheitliche Probleme haben. Jetzt ist sie auf einem guten Weg und sehr froh über meine Hartnäckigkeit, denn sie musste sehr viel Geld an Tierärzte überweisen.

Meine Einstellung zu Tieren und der Natur allgemein könnt ihr an meinem Signaturspruch ablesen, der kein Zitat ist, sondern mein eigener Satz.

So, jetzt bin ich fürchterlich vom eigentlichen Thema abgekommen, aber das musste mal raus.

Zurück zu den Futterplänen!

Die Futterindustrie benutzt die Angst der Hundehalter vor dem „ich kann als Laie meinem Hund keine vollwertige Nahrung zusammen stellen“ massiv für ihre Werbung und gibt sich den Anschein, als Experte alles in die Fertignahrung zu geben, was der Hund braucht. Heraus kommt eine Mischung von unbrauchbaren, künstlichen und damit kaum bioverfügbaren Materialien, die den Hund zwar am Leben halten, aber nicht gesund. Es reicht eben grad so, den Hundehalter zufrieden zu halten und die Hunderter, die an den TA gehen, werden hingenommen - es ist eben nun mal so dass Hunde krank werden. Nein, ist es nicht! Jeder kranke Hund ist einer zu viel!

Diese von der Futterindustrie benutzte Angst ist aber völlig überflüssig.

Man muss keine tiefgreifenden Kenntnisse über Ernährungsphysiologie haben, um seinen Hund naturnah zu ernähren. Dass wir hier so tief in die Materie eingestiegen sind, entstand aus eurem Wunsch heraus und aus meinem Interesse an einem Versuch, ob man so etwas in einem Forum bewerkstelligen kann. Noch mal mache ich das allerdings nicht, denn es ist höllisch anstrengend und zeitintensiv. Hier bei euch habe ich das aber gern gemacht, war doch auch für mich ein gewisser Trainingseffekt dabei.

Um im normalen „Hundeleben“ zurecht zu kommen, benötigt man nur ein wenig Grundwissen und die Vorstellung davon, was ein Wolf in der Wildnis Europas frisst. Die Nahrung besteht hauptsächlich aus Rehen, Hasen, Fasanen etc. neben mal kleinen Eidechsen und gelegentlich Früchten und natürlich Aas. Von diesem Futter verwertet er den gesamten Körper.

Kein Wolf läuft mit Bedarfstabellen und Futterplänen durch die Gegend, ebenso wenig wie ein junger Wolf mit 2 Jahren in den Nachbarwald umzieht, weil er nun „adult“ ist und die Hasen dort eine andere Nährstoffzusammensetzung haben, und der nächste Umzug mit 10 Jahren ansteht, weil er nun „senior“ ist. Kein Wolf zieht vom Harz in den Thüringer Wald, weil es dort allergenfreie Rehe gibt.

Der Organismus eines Caniden ist so konstruiert, dass er eine Rundum-Versorgung über einen Zeitraum von 4 - 6 Wochen benötigt. Wenn er in diesem Zeitraum alles bekommt, was zu seiner natürlichen Nahrung gehört, dann bleibt er gesund. Nicht jeder Nähr- und Vitalstoff muss täglich zur Verfügung stehen. Bei unserer eigenen Ernährung erstellen wir doch auch keine Bedarfstabellen und Ernährungspläne und bleiben trotzdem gesund, vorausgesetzt wir jagen nicht täglich Tütensuppen und Fast-Food in uns rein. Aber seltsamerweise lassen wir uns von der Futterindustrie einreden, wir müssten dies bei den Hunden tun und wären ohne deren wissenschaftlich zusammengestellten Zeitbomben aus Tüte und Büchse völlig aufgeschmissen. Alles gequirlter Blödsinn!

Es wird sogar mit allerlei Scheinargumenten gearbeitet, von denen ich mal einige in folgendem Text unter die Lupe genommen habe:

http://www.sammys-futterschuessel.de/ar ... arfen.html


liebe Grüße, heidrun

 
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RE: BARF Praxis

#2 von silvern , 07.02.2011 17:10

Ich muss mal einen kleinen Exkurs machen:

...................... schreibt dass sie "Fenrier" von "Bestes Futter" füttert.

Ich habe mir das mal angesehen:

Lt. Inhaltsangaben sind darin 75 % Fleisch (Kaninchen, Lachs, Ente, Truthahn und Wildbret, verfeinert mit Geflügelleber).

Ein 14-kg-Sack kostet 49,99 €.

Der Frischfleischanteil beträgt somit, nimmt man 80 % Wassergehalt an, ca. 55 kg.

Der Kilopreis für das Fleisch würde dann bei 0,90 € liegen, ohne dass man die anderen Inhaltsstoffe (Jiaogulan und Spirulina sind auch nicht billig), die Verpackung, den Transport und die Verarbeitung, und auch noch die Gewinnspanne des Händlers (in der Regel bei 40 - 50 %), dabei berücksichtigt.


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RE: BARF Praxis

#3 von silvern , 07.02.2011 17:14

dialog zwischen henry und mir, ich bin immer noch unentschlossen

"lso mir ist das alles viel zu kompliziert. Erstens hätte ich nicht den platz fleisch für fünf hunde zu lagern, ich müßte also alle fünf minuten zum fleischhauer fahren um dort einzukaufen und dann ist meine tiefkühltruhe voll. Ich werd mich morgen mal bei ihm erkundigen was in so einem Packerl hundefleisch alles drin ist und was ein kilo kostet. Wieviel bräuchte ich denn pro tag für hunde zwischen 18 und 23 kg? Hier bekomme ich auch nur rindfleisch, kalbfleisch, und hühnerhälse und dann müßte ich ab und zu frische hendl kaufen, brathendl. ein halbes hendl pro hund? oder ist das zu wenig? Rinderknochen würde ich ganz sicher nicht geben.
ich glaub es gibt in ganz österreich keine solche möglichkeit frischfleisch verschiedenster sorten für hunde einzukaufen, ich hab halt noch nix gehört. Da müsste man Dosen oder beutel nehmen und das ist ja schon nicht mehr frisch sondern zumindest haltbar gemacht, gekocht oder wie immer. Momentan muß ich auf alle fälle mein trofu fertig verwenden. An und für sich könnte ich mir schon vorstellen daß die mahlzeit nach dem training aus fleisch besteht und man abends noch etwas trofu füttern könnte. von mir aus aus das cdvit :-)))). Mit gemüse pantsche ich aber nicht rum, das tu ich mir für fünf hunde nicht an, da müßte es was anderes geben.
mal sehen obs einen plan gibt für mich :-)))))"


@silvern

Es ist natürlich sehr schade, dass esbei euch keinen vernünftigen Hundefleischer gibt, aber vielleicht ändert sich das mal. Und bei 5 Hunden ist natürlich das Lagern auch ein Problem. Der "Aufwand" sollte aber eigentlich nicht das Thema sein, denn wenn du bei 5 Hunden und TroFu 1 Minute pro Hund brauchst, um die Näpfe zu füllen, dann brauchst du beim Barfen vielleicht 2 Minuten, wenn du etwas Routine entwickelt hast. Dieser Mehraufwand sollte einen Hundeliebhaber aber nicht abschrecken. Ich stelle mir immer eine Mutter von 5 Kindern vor, die sagt, sie gebe ihnen jeden Tag Tütensuppe, weil ihr der Aufwand des Kochens zu groß ist. Würde man eine solchen Aussagen akzeptieren?

Wieviel bräuchte ich denn pro tag für hunde zwischen 18 und 23 kg



Je nach Leistung des Hundes ca. 400 - 500 g.

Rinderknochen würde ich ganz sicher nicht geben.



Muss man auch nicht, mache ich auch nicht. Geflügelknochen reichen völlig aus. Und wenn gar nicht, dann gibt es immer noch cdVet MicroMineral.

Mit gemüse pantsche ich aber nicht rum, das tu ich mir für fünf hunde nicht an, da müßte es was anderes geben.



Das geht auch anders. Für Malamuten und Huskys brauchst du ohnehin kaum etwas, im Fit-Crock ensitive ist schon alles drin und für alle Fälle gibt es von cdVet die Mischungen "Fit-Barf", das sind Mischungen aus getrocknetenm Gemüse, Obst und Kräutern, die genau für deinen Zweck hergestellt werden und von denen du nur einen halben Teelöffel pro Hund übers Fleisch zu geben brauchst. Aufwand: 20 Sekunden.

Meine hunde sind übrigens alle pumperlgesund, haben schönes fell, riechen nicht und müffeln nicht, also so gesehen müßte ich nicht wechseln.



Ich drücke dir die Daumen, dass es so bleibt. Die Wahrscheinlichkeit ist bei ständiger TroFu-Fütterung aber recht gering. Spätestens ab der Lebensmitte stellen sich sehr häufig Probleme ein, die die Tierarztkosten sehr in die Höhe treiben. Das würde ich dir gern ersparen, denn bei 5 Hunden kann dich das ziemlich belasten. Bedenke, dass überlastete Organe sich erst nach Jahren im Blutbild zeigen, nämlich dann, wenn der erste Schaden eingetreten ist. Gerade jetzt, wenn deine Hunde noch fit sind, wäre der beste Zeitpunkt für ein Umdenken, denn jetzt ist der Aufwand am geringsten, denn wir müssen keine Schäden bearbeiten und der finanzielle Mehraufwand ist sehr klein. Runzelt der Tierarzt erst die Stirn oder beginnen die Hundis zu riechen und sich aufzukratzen, wird es erheblich teurer.


"Bin grad auf dem sprung zum training
fällt mir ein, weil sie nachher hühnerhälse bekommen, zwei meiner hündinnen schlucken die einfach nur runter, deshalb hab ich noch nie mehr als 200g auf einmal gegeben. Was ist mit den schlingern bei rohfütterung?
Ich bräuchte also pro tag 2 kg fleisch für die werktätigen hunde und für die alte hündin 400 g, das sind 2einhalb kg pro tag. Ob das machbar ist....., das ist in der woche 17 kg fleisch. Was würde das nach eurer rechnung kosten?


Hallo silvern,

für einen an Rohfütterung gewöhnten Hund stellt das Schlingen von Hühnerhälsen überhaupt kein Problem dar. Caniden sind von Natur aus Schlingfresser und darauf eingestellt. Da aber TroFu die Magensäure verändert, kann eine Mischfütterung von Fleisch/Knochen und Extrudatfutter zu Problemen führen.

Der Fleischpreis hängt natürlich davon ab, wo du kaufst und welche Sorten Fleisch du fütterst.

Ich würde für 17 kg frischen Pansen bei Frank 42,50 € bezahlen.

Bei http://www.futterfundgrube.de bezahlt man für gefrorenen Pansen (17 kg) 21,25 €.

Ein weiteres Beispiel wäre das "Mischfleisch Supreme", wo 17 kg bei 26,35 € liegen.

Wenn du dich auf dieser Internetseite umschauen möchtest, dann achte bitte darauf, dass die Mischungen, in denen auch Grünzeugs drin ist, für Nordische oft zu hohe Anteile an Grünem haben!

Ideal für das Training ist auch das Geflügelfett (http://www.futter-fundgrube.de/product_ ... -1-kg.html) zum Kilopreis von 2,69 €.


also so billig krieg ich es nicht.
Hab grad mit unserem fleischhauer telefoniert
Sie würde für 1 kg gemischtes rind - innereien und fleisch - 2 euro verlangen, das wären in der woche bei 18 kg 36 euro, das wäre ja bezahlbar.
Ich weiß natürlich nicht welche qualität sie da mischt, ich sagte ihr, für eine portion (500 g) 300g fleisch und 200 g innereien, so in dem verhältnis etwa.


Wenn du so fütterst wie vorgeschlagen, dann ist das in Ordnung. Ab und zu mal Huhn oder frischen Fisch dazwischen, dann ist alles im Lot. Ein paar frische Heringe reichen völlig, die Hunde stellen keine großen Ansprüche. Wenn du selbst Fisch zubereitest, kannst du ihnen sogar Köpfe,Schwänze etc. geben, da steckt viel Gehalt drin.

Von cdVet brauchst du nur MicroMineral. Wenn du 50 % des Fleischs frisch lagern kannst, dann war's das auch schon. Wenn du alles einfrieren musst, dann käme noch 2 - 3 x die Woche Darm-Aktiv dazu.

Wegen des Grünanteils, der ohnehin am unteren Limit liegen sollte, brauchst du dir keine Gedanken zu machen. Nimm einfach das, was du in der Küche ohnehin hast: mal eine reife Tomate, Schale von Zucchini oder Gurke, die Reste von Küchenkräutern, Apfelschale, die du schön braun werden lässt etc. Wenn du irgendwo unsicher bist, dann frag einfach. Ich habe für sowas auch eine gesonderte Mailadresse:



also wenn ich das fleisch hole könnte ich es für die ersten Tage im kühlschrank lassen, (sind vier tage zu viel im kühlschrank? ich denke nicht, ist für die hunde sicher noch fressbar). Den Rest friere ich ein.

Ich friere das Fleisch nur ein, wenn es länger als 1 - 2 Wochen halten soll. Hunde sind Aasfresser - Gammelfleisch gibt es bei ihnen nicht. Im Gegenteil ist angegammeltes Fleisch ein orteil für die Darmflora.

Mein vorteil, es ist fleisch von lungauer rindern, kein langer transport, kein Riesenschlachthof, alle waren den sommer über auf den almen, also ich denk das wird für die hunde sicher gut.

as hört sich doch super an.

Ich brauche also beim füttern nur das fleisch in den napf zu geben und nichts dazu? Was ist mit dem getreide das so viele dazu kochen, hirse usw.

Nur in den Napf rein (möglichst nicht zu kalt) und MicroMineral drüber. Getreide ist der größte Fehler, den man machen kann und grad Schlittenhunde reagieren besondes empfindlich darauf. Also weg damit!

Apfelschalen hab ich jetzt viel, da die äpfel im garten reif werden und ich viel äpfel verkoch und verbacke (sehr guter Apfelkuchen :-))
muß ich diese zugaben zerkleinern? reicht es wenn ich das mit einem Wiegemesser mache oder muß man es pürieren? Da müßte ich mir eine püriermöglichkeit kaufen, im normalen mixer muß man ja sicher wasser dazu geben, sonst wird das kein gatsch.

Im pürierten Zustand ist es am besten. Du brauchst dich nicht in Unkosten zu stürzen. Ich gebe auch ein bisschen Wasser dazu beim Pürieren. Wenn es dann etwas zu flüssig sein sollte, macht das gar nichts, die Hunde schleckern das weg.

danke für die Tel.Nr. ich setz mich mit der Dame in Verbindung

Ölzugabe, so ein sschuß, abens ins little trofu oder ins fleisch?

Egal wohin. Vom Leinöl ein Teelöffel pro Tag und Hund. Wenn du Öle von cdVet nehmen willst, da reichen pro Tag und Hund 5 Tropfen.

Sollte man ein grünlippmuschelpulver dazu geben?

Nein, ist nicht nötig. Grünlippmuschel wird hauptsächlich bei der Behandlung von Gelenkerkrankungen eingesetzt, die, wenn du roh fütterst und das Fett und die Öle nicht vernachlässigst, kaum zu befürchten sind. Grünlippmuschel in der normalen Nahrung ist Geldveschwendung, oder aus der Sicht der Hersteller Geldschneiderei.

danke einstweilen, so viel beratung ist schon wirklich klasse. Ich freu mich selbst für meine hunde, mal sehen wie alles so klappt.


liebe Grüße, heidrun

 
silvern
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RE: BARF Praxis

#4 von silvern , 07.02.2011 17:25

Im allgemeinen sollte das Mischungsverhältnis beim Fleisch etwa so aussehen:

60 - 70 % Pansen/Blättermagen, ungereinigt und mit gut Fett dran
20 % Muskelfleisch
Rest: andere Innereien wie Leber, Magen, Herz, außerdem Knorpel, Maul- und Schlundfleisch etc.
1 -2 x die Woche Knochen, egal was.

Dieses Verhältnis ist aber bitte nicht a la Futterplan als Dogma zu sehen, sodnern ein Richtwert. Es ist auch nicht jeden Tag exakt einzuhalten, sondern immer über einen Zeitraum von 4 - 6 Wochen betrachtet. Frank stellt ja eine solche Mischung selbst her, die diesen Anforderungen entspricht, aber ich nehme sie auch nicht immer, weil das ja langweilig wäre. Manchmal gibt es ein ganzes Kaninchen (ca. 500 - 800g), oder Putenhals, ein Stück Pansen, einen Kehlkopf, Bullenhoden (unter Tränen :lachm: ), mal ein ganzes Suppenhuhn, Rehbeine oder Ohren, Seefisch, Beinscheibe etc., eben wie mir grad ist. Ich denke darüber auch nicht nach, sondern gucke und nehme, odr Frank sagt einfach, was er grad reingekriegt hat und ich greife zu. Manchmal mache ich auch seine Katzen-Mischung mit dazwischen, z. B. gewolfte Eintagsküken, aber die findet Gerry nicht so prickelnd.

Wenn ihr einen solchen Laden in der Nähe habt oder ihr bestellt im Internet, macht euch keinen Plan, sondern kauft so, wie ihr es für euch selbst auch macht. Euer Bauch wird die richtige Entscheidung treffen, so lange ihr die Grundlagen der natürlichen Ernährung im Hinterkopf habt. Wichtigster Satz dabei ist: Innerhalb von 6 Wochen muss alles vom Tier mal dabei gewesen sein!

Bei Schlittenhunden, besonders denen, die auch ziehen, sollte der Fettanteil höher sein, vor allem im Winter. Als besonderes Schmankerl kann man hier das Geflügelfett der Firma "Futterfundgrube.de" nehmen oder, wer es gern exklusiv mag, das gereinigte Rinderfett "Lipobovin" der Firma "PerNaturam.eu". Letztere ist die Firma von Dr. Klaus-Rainer Töllner, den ich sehr schätze und der ein absoluter Experte in Sachen Tierernährung ist. Es gibt wohl kaum ein Kraut auf diesem Planeten, das er nicht kennt, und wenn ich mich auf die Zehenspitzen stelle, dann reiche ich ihm in Sachen Tierernährung mit meinem Wissen grad mal bis an die Zehenspitzen. Besonders empfehlenswert ist sein regelmäßig erscheinendes Hundemagazin, was ich so nach und nach auf Franks Seite verlinken werde. Die ersten beiden Links habe ich schon gesetzt: http://www.sammys-futterschuessel.de/tipps.html.

Bei Schlittenhunden könnt ihr auch gern den Anteil an Seefisch erhöhen. Es muss nicht der teuerste Lachs sein, Heringe reichen völlig aus. Fragt doch mal bei einem Fischhändler oder in einer Gaststätte nach, ob sie euch die rohen Abfälle der Speisefische geben können. In den Köpfen und Schwänzen und dem was nach dem Filetieren übrig bleibt, stecken sehr gehaltvolle Sachen.

Großer Streitpunkt ist immer wieder der Grünanteil. Besonders wenn man diese vielfältigen Futterpläne liest, findet man die abenteuerlichsten Sachen. Aber ein gut umgestellter und entgifteter Hund braucht nicht die ganze Flora des Planeten Erde im Futter. Zuerst muss man bedenken, wozu der Grünanteil dient, nämlich nicht der Ernährung des Hundes primär, sondern der Ernährung der Darmflora. Erst von den Ausscheidungen der Bakterien hat der Hund etwas. Ihr könnt euch also vorstellen, was mit dem Grünzeug passiert, wenn die Darmflora des Hundes schwächelt - nichts - es kommt hinten wieder raus. Also stllen sich Mangelerscheinungen ein, obwohl ihr immer brav Grünes füttert. Und dann wundert man sich und der Tierarzt ist ratlos, weil ihm die Darmflora eines Hundes ungefähr so bekannt ist wie uns der Name des Mondkraters hinten links.

Bei der Frage, welches Grünzeug, stellt euch einfach vor, was so im Darm eines Rehs oder Hasen in Europa drin sein kann. Wenn ihr also auf eine Wiese geht, dann habt ihr alles vor der Nase, was ihr braucht, Löwenzahn z. B. Es spricht natürlic hnichts dagegen, auch was anderes zu benutzen, mal ein paar Salbei-Blättchen oder Basilikum oder Liebstöckel, wenn man hat, aber es ist sicherlich nicht Pflicht.Ich gebe gern mal Jiaogulan ins Futter wegen seiner immunstärkenden Eigenschaften. Überreife Beerenfrüchte wie Himbeeren, Brombeeren etc. werden auch gern genommen, auch mal eine überreife Tomate, Zucchini, Kürbis etc. In der Küche beim Kochen hat man so viel Grünabfälle, die man alle verwerten kann, denn ein Basilikum-Stängel ist sicherlich nicht schlechter als ein Blatt. Apfelschale (natürlich auch der Apfel selbst) kann man nehmen, dieser ist aber besodners toll. wenn er an der Luft schön braun und fluffig geworden ist.

Wo von man die Finger lassen sollte, sind säurehaltige Früchte, also z. B. alles Citrusfrüchte und natürlich Zwiebelgewächse. Knoblauch nimmt hier eine viel diskutierte Sonderstellung ein, zu dem ich bei Bedarf noch gern etwas sage.

Dann wird immer wieder die Grün-Menge diskutiert. Extreme Futterpläne gehen da bis zu 25 % hoch, aber das halte ich nun wieder für grob fahrlässig. Warum?

Stellt euch mal wieder vor, eine Wolfsrudel mit z. B. 20 Mitgliedern schlägt gemeinsam ein Reh. Nun geht das Theater los und jeder will die besten Happen. Versucht euch mal vorzustellen, wieviel von dem Darm des Rehs auf jedes Tier entfallen, wieviele Tiere überhaupt etwas davon ab bekommen und wie oft das die Woche passiert. Wenn man da auf einen Schnitt von 10 % kommt, dann ist man schon sehr gut. Die Welpen, die bis zum 6 Monat in und bei der Höhle verbleiben, bekommen davon gar nichts ab, weil den Darm bereits die ranghohen Tiere allein gefressen haben. Oder stellt euch mal eine Hyäne vor, die etwas schwächelt und daher immer warten muss, bis die stärkeren Tiere am Aas fertig sind, wieviel bekommt die wohl von dem Darminhalt? Ihr seht also, dass schon allein aus dieser Sicht die Diskussion allgemein immer in die verkehrte Richtung geht. Das Problem ist, dass die Bedeutung des Grünzeugs für den Hund von der des Menschen abgeleitet wird, und das ist ein Kardinalfehler. Kein Hundnwird mit Vitaminen versorgt, wenn er eine Möhre knabbert, keiner! Seine Vitamine holt er aus den Innereien der Futtertiere und aus den Ausscheidungen der Darmflora.

Schlittenhunde nehmen auch hier eine Sonderstellung ein, weil sie über die tausenden von Jahren ihrer Zucht fast nur mit Tieren ernährt wurden, die kaum Pflanzenanteile mitbringen: Robben und Fisch. Allenfalls findet man Algen im Robbendarm, aber Robben sind auch Fleischfresser. Denkt z. B. mal an den Schneeleoparden, der im Film "Antactica" aus dem Wahl herauskommt, die Szene, bei der die meisten Frauen wohl gequiekt haben :lachm: . Auch bei Fischen gibt es Fleisch und Pflanzenfesser, da es aber im Meer kaum höhere Pflanzen gibt, nur Seegras und Algen (Kelb z. B.), ist der Anteil an Grünem verschwindend gering. Die Schlittenhunde haben sich daran angepasst und reagieren oft sehr schnell auf einen zu hohen Grünanteil. Vorrangig beginnen sie zu stinken, die Ohren fangen an zu riechen und die Haut juckt.

Grünes bitte immer fein püriert geben, sonst hat es keinen Wert für Hunde.

Um die Inhalte einer Pflanzenzelle verfügbar zu machen, müssendie Zellwände geöffnet werden, und das kann der Hund nicht. Pflanzenfresser haben dafür ein spezielles Verdauungssystem entwickelt, nämlich Mahlzähne und die Fähigkeit zu kauen, 4 Mägen mit verschiedenen Funktionen und das Wiederkäuen. Daher ist ein und auch auf den Inhalt von Pansen, Blättermagen und Darm der Beutetiere angeweisen. Mit dem Pürieren simulieren wir den mechanischen Prozess in der oberen Hälfte des Verdauungssystms der Pflanzenfresser.

Was in diesem Zusammenhang die Grün-Menge betrifft: wie gesagt ernährt das Grünzeug die Darmflora. Diese hat keine Möglichkeit die Zellen aufzuspalten, muss also das "Vorverdaute" nehmen. Ein gesund und naturnah ernährter Hund hat eine Darmpassage von 12 - 20 Stunden. Im Vergleich dazu hat ein Pflanzenfresser eine Darmpassage von ca. 72 Stunden und einen 4 x so langen Darm. Ihr könnt euch vor stellen, welche Menge an Grünem in dieser Zeit wirklich wirkungsvoll verarbeitet werden kann? Daran seht ihr deutlich, wie fürchterlich übertrieben die Mengenempfhlungen in der Regel sind und wie stark das Thema überbewertet wird. Meist ist es nur das gute Gefühl des Halters, dem Hund ja so tolle und gesunde Sachen gegeben zu haben - leider schwer geirrt, weil dies eine Übertragung menschlicher Denkweise ist.

Noch mal zu den Nahrungsergänzungen:

- Bitte immer cdVet MicroMineral, weil die Mineralversorgung sehr sehr wichtig ist, besonders bei Schlittenhunden wegen des Bindesgewebes, und der Tatsache, dass unsere Futtertiere meist selbst einen schlechten Mineralzustand haben. Finger weg von Mineral-Präparaten aus anorganischen Quellen, weil diese Minerale kaum bioverfügbar sind und nur den Organismus belasten!
- Wer immer nur gefroren füttern kann, bitte 2 - 3 x die Woche cdVet Darm-Aktiv ins Futer geben!

Die beste Form des Bakteriennachschubs für den Darm erreicht ihr, wenn ihr Fleisch mal ein bisschen außerhalb des Kühlschranks angammeln lasst. Wer es wirklich naturnah machen will, kann auch öfter mal ein Stück Fleisch im Garten für eine Woche eingraben.

Micro-Mineral kann man auch mal eine Weile zur freien Verfügung geben,also einfach mal eine kleine Schüssel voll MM neben den Trinknapf stellen und den Hund es pur aufschleckern lassen. Je mehr er davon nascht, umso größer ist sein Mineral-Defizit. Der Appetit darauf sollte nach einer Weile nachlassen. MM stärkt das Bindegewebe, das bei Schlittenhunden sehr wichtig ist, bestehen doch z. B. die Kreuzbänder aus Bindegewebe. Bitte das MM nicht in einer Metallschüssel geben, sondern in Keramik!

Im Übrigen kann ich nur empfehlen, generell Wasser und Futter aus Kermiknäpfen zu geben und auf Metall-Näpfe zu verzichten. Warum das so ist, hat mit Chemie und Energetik zu tun und würde hier viel zu weit führen. Ihr müsst es jetzt einfach mal so hinnehmen :mrgreen: .

So, ich denke, das reicht erst mal. Bestimmt fällt mir noch was ein und es wird sicherlich auch Fragen geben


liebe Grüße, heidrun

 
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RE: BARF Praxis

#5 von Henry Wollentin , 07.02.2011 17:49

Danke an Heidrun, dass sie mir die Arbeit abgenommen hat!

Hinweis:

Die Texte unterliegen aufgrund ihres Umfangs dem Urheberrecht. Alle Rechte liegen bei mir.

Die Texte dürfen für private Zwecke kopiert werden.

Eine Verwendung für kommerzielle Zwecke, auch auszugsweise, bedarf meiner Zustimmung.


Liebe Grüße von Henry

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RE: BARF Praxis

#6 von Altaj , 07.02.2011 17:57

Hallo,
das ist ja super lieb, dass Ihr Euch so große Mühe macht, das ist ja richtig viel. Danke und gleich habe ich 2-3 kurze Fragen:
Ich barfe meine Hunde seit 2009, Info erst die Swanie Simon Bröschüren nebst die dazu gehörenden Internetseiten. Ebenfalls das Buch "Natural Dog food". Ansonsten hatte ich noch einige Informationen von THP etc....
Nun mache ich alles brav, habe allerdings keinen Futterplan, nie gehabt, da man auch den genauen Bedarf eh nicht ausrechnen kann, dann müsste ich ja auch die Wetterlage, die Aktivität etc. mit einrechnen und das geht ja gar nicht
So, zum Punkt, nun lese ich soeben, bevor ich dieses las, dass man gar kein Gemüse und Obst füttern braucht bzw. nicht soll, weil der arme Hund das alles nicht verdauen kann und ganz krank wird??? Auch, dass man ausschließlich mit Fleisch füttern soll?? Entschuldigung, das ist doch keine Katze. (Quelle:www.pansen express.de)(unter Irrtümer)
Hier lese ich etwas von 20% Muskelfleisch und meine Info ist 50-60%Muskelfleisch, 20% Pansen, 20% Knorpel, Knochen (eigentl.Kehlkopf, füttere ich nicht wg evtl Schildrüsenbestandteile), 10%Innereien. Da halt ich mich so auch nicht dran, aber ist ja nun ein großer Unterschied zu dem oben Gelesenen.????
ich wechsel halt ab, was ich grad greife und püriere Gemüse und Obst, dazu gibt es verschiedene Kräuter und Öl. Kaufe Tiefkühlware per Internet, bestelle so gut wie keine Mixprodukte, Fleisch, bisschen Knochen, Pansen, Blättermagen, Leber(ganz wenig).Ist nun alles falsch????
Hmmm... Hunde gesund
Auch für die Lütte(jetzt 9Monate)habe ich den Caciumgehalt nicht ausgerechnet, gebe ihr zusätzlich Grünlippmuschel.
Sorry, doch lang für 2 kl. Fragen


LG Bianca mit Altaj&Nimaju




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RE: BARF Praxis

#7 von silvern , 07.02.2011 19:04

Ich sag mal so. Für mich waren die Ausführungen und Vorschläge von henry die einzig wahre Möglichkeit meine Hunde roh zu füttern, und vor allem ist das in meinen Augen so natürlich wie nur möglich. Alles was ich vorher über "BARFEN" gelesen hatte hat mir einfach nicht eingeleuchtet und mich nicht überzeugt.
Alles andere muß henry beantworten :-)))


liebe Grüße, heidrun

 
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RE: BARF Praxis

#8 von Henry Wollentin , 07.02.2011 19:30

Hallo Bianca,

deine Fragen sind verständlich und uns begegnen sie auch immer wieder in der Praxis.

Bitte nimm dir erst einmal die Zeit und lies alles in Ruhe, vor allem die Theorie im anderen Thread (Grundlagen der Rohfütterung), dann wird sich vieles von selbst erklären. Außerdem fehlen noch 3 Zusatztexte, in denen ich auf spezielle Probleme noch einmal besonders eingehe.

Leider sind 80 % der Dinge, die man im Internet über das Barfen findet, falsch und irgendwo abgeschrieben, es haben sich in den letzten Jahren auch allerlei Mythen und Märchen fest gefressen.

Heute kriege ich keine vernünftige Antwort mehr zustande, denn ich habe seit einer Stunde starke Kopfschmerzen. Wenn du alles gelesen und überschlafen hast, wirst du sehen, dass alles nicht mehr so rätselhaft ist.


Liebe Grüße von Henry

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RE: BARF Praxis

#9 von silvern , 07.02.2011 19:32

hab ich was vergessen? und wenn ja, was?


liebe Grüße, heidrun

 
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RE: BARF Praxis

#10 von Henry Wollentin , 07.02.2011 19:33

Huhu,

ich weiß nicht, ich habe die 3 Zusatztexte nicht gesehen, aber vielleicht habe ich sie auch nur übersehen.


Liebe Grüße von Henry

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RE: BARF Praxis

#11 von Henry Wollentin , 07.02.2011 19:38

Warte mal, ich hänge sie selbst an den Theorie-Thread, das schaffe ich grad noch .


Liebe Grüße von Henry

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RE: BARF Praxis

#12 von silvern , 07.02.2011 20:01

danke, gute Besserung!!!!


liebe Grüße, heidrun

 
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Warum ist barfen so umstritten?
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