Hi,
ja, das mit dem Wildschutz ist immer so eine Sache. Natürlich finden die Leute, die ihre Hunde richtig gut erzogen haben, dass sie zu Unrecht unter der Geschichte leiden müssen. Ich habe meine Schnuffels auch so erzogen, dass sie auf dem Weg zu bleiben haben und auch im Gehölz nix zu suchen haben, wenn ich das nicht ausdrücklich gestatte.
Tatsache ist aber trotzdem, dass die Mehrheit der Hundehalter nach meiner Erfahrung nicht so handelt. Teils, weil sie den Hund nicht genügend im Griff haben und denken, wenn sie ihn nicht mit Beute im Maul gesehen haben will der nur spielen. Teils aber auch, weil sie nicht wissen, dass ein Hund durch ausgiebiges Stöbern und Buschieren Tiere hochdrücken kann, die dann in der Regel in die andere Richtung flüchten und so vom Hundehalter gar nicht wahrgenommen werden. Ist dann eine Straße in der Nähe, kann das schon böse enden.
Ich habe das auf einem Fährtenseminar erlebt. Wir waren mit 15 Leuten alle mit Hunden an der Leine auf einer großen Weide schon seit Stunden zugange und alles war ruhig. Von einem winzigen Knick, nur ein bisschen Gestrüpp und alle 50 m ein zwergiges Bäumchen getrennt war ein großes Feld daneben. Ich bin grad mit einer Freundin zu den Taschen gegangen als ich auf dem Nachbarfeld zwei Labbis sehe, die da vergnügt in großen Kreisen hin- und herstöbern. Auf einmal bricht aus dem Knick eine Rotte von 12 ausgewachsenen Wildschweinen hervor und rast quer über die Wiese auf der wir arbeiten, das eine Schwein ist keine 15m an mir vorbeigaloppiert. Die Labbis haben die Schweine gar nicht verfolgt aber rausgedrückt haben sie sie trotzdem.
Liebe Grüße
Antje