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Mobbing?

#1 von silvern , 14.12.2010 09:52

Was versteht man eigentlich unter Mobbing in einem Hunderudel?
Ich bin mir nicht ganz sicher. Wenn die vier im Garten herumtoben geht es meistens zu dritt gegen Dena. D.h. sie bearbeiten sie zu dritt. Geschieht aber nach Aufforderungsgesten von Dena, zuerst reagiert Lucy, mit der Zeit mischt chilali mit (worüber ich eigentlich eh froh bin, die ist die längste Zeit mal wieder nur bei mir rumgesessen) und ab und zu macht Sanchi auch noch mit. Nicht immer. Sie machen das aber so kunstgerecht daß Dena noch nie ein quietscher über die Lippen kam aber doch sehr deutlich und intensiv. Wenn sie zu dritt sind schau ich mir das ein weilchen an, dann mach ich schluß, meistens dauert es auch nicht sehr lang, dann vertschüsst sich sanchi wieder.
Es ist schon richtig, daß sie Dena "tauchen", aber ab wann ist es Mobbing?
Ich hab allerdings den Eindruck daß es Dena so lieber ist als wenn alle nur fad herumsitzen. Es werden auch keine lefzen hochgezogen oder geknurrt.

man denkt immer, bei vier Hunden müssten immer zwei und zwei miteinander "raufen", ist aber weder bei kindern so noch bei Hunden und auch bei Erwachsenen gehts meistens auch nicht. :-)))


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RE: Mobbing?

#2 von Brummbiene , 14.12.2010 10:16

uff das ist schwierig zu beurteilen

ich hatte mal so nen Hund der das *Tritt mich* wohl auf der Stirn tätowiert hatte, ihm zuliebe entschlossen wir uns für einen Einzelplatz, das ging aber ganz anders ab, waren tatsächlich richtig böse Raufereien

ich denke bei dir da eher an Erziehung der Jüngsten, damit sie es ja nicht wagt zu meinen sie käme nach oben in der Hierarchie

Raufereien bit es bei uns sehr selten, wenn aber dann richtig gemein, meist kabbeln sich Blaze und Beverly, Emmy die sonst so ruhige freut sich dann und stürzt sich ins Getümmel und zwackt nur zu gerne den am Boden liegenden Hund, hat Emmy gestartet zieht auch Djardie mit und schmeißt sich mit ihrem ganzen Gewicht in die Runde, während Kimberly *kopfschüttelnd* daneben steht

manchmal werd ich das Gefühl nicht los das Emmy und Djardie sich über die Abwechslung freuen und einfach nur Spaß haben an der Geschichte, Weiber halt, denn beide sind dabei sehr darauf bedacht nicht zum Mittelpunkt des Geschehens zu werden, Bißverletzungen hatten bisher weder Blaze noch Beverly ....so ein bißchen Spaß an Mobbing scheinen sie also doch zu haben

in den Neunzigern hatte ich eine kleine Hündin über längeren Zeitraum bei mir, sie wurde gemobbt, indem sie generell ignoriert und abgewiesen wurde, die Hündin verhielt sich auch ab und an eigenartig ohne das man das Verhalten zuordnen konnte, hinterher als es zu spät war, wurde festgestellt das die Hündin Epilepsie hatte

 
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RE: Mobbing?

#3 von silvern , 14.12.2010 10:51

aha, danke für die Schilderung. Der am boden liegende wird halt dann von allen etwas gezwackt. Dena denk ich macht das auch nix aus, sie findet das meinem Eindruck nach ganz in ordnung, von daher wird es wohl noch in das Fach Erziehung passen. Sie könnte ja jederzeit flüchten. Dann wärs sicher problematischer.


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RE: Mobbing?

#4 von Brummbiene , 14.12.2010 11:27

Dena scheint mir Hirn zu haben und die mentale Stärke irgendwann zu übernehmen, je stärker die Hunde in dieser Hinsicht sind , so meine Erfahrung, desto strenger die Erziehung

 
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RE: Mobbing?

#5 von silvern , 14.12.2010 11:52

ja, sie ist in jeder Hinsicht ein wirklich guter Hund.


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RE: Mobbing?

#6 von FlusisFrauli , 14.12.2010 15:06

Ich glaube auch nicht, dass es sich um Mobbing handelt. Denn ich denke, wenn es wirklich "klassisches" Mobbing wäre, dann würde sie auch im Alltag von den anderen schlechter behandelt (ignorieren, vom Futter wegbeissen etc.) werden. Wahrscheinlich ist es wirklich so, dass das einfach ein Spiel ist und sie sich über die Abwechslung freut.

LG
Jana

 
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RE: Mobbing?

#7 von Sunnie , 24.01.2011 10:51

Hi,

ich bin nun zwar neu hier im Forum und surfte eigentlich vorbei, um mir Tipps für den Einstieg in die Zughundearbeit zu suchen (Großes Kompliment übrigens an Herrn Albrecht, toller, witziger und informativer Einstieg), aber vielleicht interessiert euch auch mein "Senf" zu dieser Sache:

Mobbing im eigentlichen Sinne bezeichnet das spontane Zusammenschließen von Hunden ohne eigentliche feste Bindung zueinander gegen einen gemeinsamen, oft schwachen oder ängstlichen "Feind". Insbesondere ängstliche und unsichere Hunde, die selbst keine sichere Position in einer Gruppe haben sind klassische Mobbing-Mittäter.

Das Thema insgesamt ist ziemlich umfangreich, aber ich werde mich gegen meine Neigung (;-)) bemühen, einen kurzen Einstieg anzubieten.

Situationen, in denen mehrere Hunde hinter einem hersausen können sehr unterschiedliche Gründe haben. Längst nicht in allen Fällen geht es um Mobbing.

Zusammen lebende Hunde können sehr unterschiedliche Strukturen haben. Vom fest gefügten Rudel (Familiensippe) bis zur so genannten Sammelgruppe, ein beliebig zusammengewürfelter Haufen ohne eigentliche klare Struktur ist alles möglich. Im Rudel ist Mobbing gegenüber Rudelmitgliedern praktisch ausgeschlossen, in der Sammelgruppe ist Mobbing im Prinzip an der Tagesordnung. Auf Dauer werden sich Hunde in einer Sammelgruppe möglichst unauffällig verhalten, man spielt und rennt nicht um nicht Zielscheibe zu werden.
Der Reiz des Mobbings für Hunde liegt darin, dass man zumindest vorübergehend Teil einer sozialen Gruppe ist und seine Ängste und Unsicherheiten in einer gemeinsamen Aktion abreagieren kann. Für jeden Hund, der sozial nicht zu sehr geschädigt ist, ist das Leben in einem Rudel das ultimative Ziel. Das Rudel gibt Sicherheit, Zusammengehörigkeit und Entspannung, und zwar unabhängig von der Position. Die beliebtesten Positionen sind dabei übrigens die niedrig stehenden, denn das heißt, dass man sich eigentlich um gar nichts Sorgen machen muss; das regeln alles die anderen. Wer hoch steht, hat Verantwortung und muss immer die Lage im Blick behalten. Da kann man nicht einfach machen, was einem gerade Spaß macht. Wenn ich meiner Althündin etwas besonders gutes tun wil, nehme ich sie allein irgendwo hin mit. Dann kann sie nämlich machen was sie will, mit fremden Hunden rumalbern und sich nur auf ihr Ding konzentrieren. Sind ihre Kinder (mittlerweile auch schon über 8 Jahre alt) dabei, würde das nie so vorkommen. Sie würde immer etwas außen stehen und die Regie im Auge behalten (Bei Hundebegegnungen jedenfalls)l

Auch im Rudel gibt es Situationen, die auf den ersten Blick Mobbing darstellen könnten. Einer der Hunde wird von allen anderen verfolgt, niedergerungen, verbellt, gepufft und gezwickt. Im Gegensatz zum Mobbing ist es in einem Rudel aber nicht ein schwaches, niedrig stehendes Tier, das gejagt wird. In der Regel ist es ein starkes Führungstier, das seinerseits zum Jagen auffordert und die Sache durchaus genießt. Typisch für so eine Situation ist, dass der Auftakt so aussieht, dass das "Opfer" eine Scheinflucht anbietet. Spielerisch übertriebene Demutssignale signalisieren: "Fang mich doch". Ganz klassisch dabei ist eine Schwanzposition, bei der die ersten ca. 10 cm waagerecht nach hinten laufen und der restliche Schwanz senkrecht nach unten oder auch leicht eingezogen wird. Der Hund flüchtet dann nicht mit voller Geschwindigkeit sondern lässt sich auch immer wieder einholen und niederringen. Begleitet wird das ganze von großem Getöse und scheinbar wildem Gebaren. Der Spielinitiator ist aber jederzeit Herr der Lage und kann sich auch wann immer er möchte wieder aus dieser Situation befreien.

Wenn ein Rudel sich geschlossen gegen einen außenstehenden oder neu hinzugekommenen Hund wendet, muss es sich auch nicht um Mobbing handeln. Rudelmitglieder unterscheiden bei Auseinandersetzungen, ob es sich um lokale Rangstreitigkeiten zwischen zwei Tieren handelt. In diesem Falle bleiben alle entspannt liegen, die es nicht unmittelbar angeht. Wird der Hund aber als potentiell gefährlich für einen oder alle Rudelmitglieder eingeschätzt, dann sind alle zur Stelle und wehren gemeinsam ab.

Wann muss man etwas tun?

Schließen sich Hunde, die sich wenig oder kaum kennen, zu einer spontanen Hetzjagd auf ein meist ängstliches Tier zusammen, ist es in der Regel Mobbing und muss unterbunden werden. Wann es sich in einer festen Gruppe um Mobbing handelt und wann nicht muss durch sorgfältige Beobachtung im einzelnen Fall beurteilt werden. Wer ist das Opfer und wie geht es ihm danach? "Großmäulige", sozial unerfahrene oder auch sozial unangepasste Tiere können über einen längeren Zeitraum auch von der Gruppe in die Mangel genommen werden, davon aber durchaus profitieren, in dem sie auf Dauer auch von der Gruppe aufgenommen werden.

Hundegruppen in menschlicher Haltung haben verschiedene Einflussfaktoren, die das Gefüge schwierig machen. In der Regel dürfen die Hunde ihre Gruppe nicht selbst wählen. Sie wird ihnen vorgegeben. Nicht alle Alttiere in Gruppen sind in der Lage, jeden Neuzugang passend einzugliedern. Es gibt Unterschiede im sozialen Spektrum verschiedener Rassen. Beispielsweise sind Labradorhündinnen meist völlig ungeeignet, Führungspositionen bei gemischten Rassen zu übernehmen, da sie oft viel zu tolerant gegenüber Fehlverhalten der jüngeren sind. Daraus ergibt sich meist eine Orientierungslosigkeit der Jüngeren. Nicht zuletzt mischen wir Menschen in der Ordnung mit und das längst nicht immer zum Vorteil.
Das Arbeiten in Beziehungen von Hunden untereinander ist das schwierigste überhaupt. Zuerst muss zweifelsfrei geklärt werden, worum es überhaupt geht und dann muss zielgerichtet eingegriffen werden. Dazu gehört viel Selbstdisziplin und Wahrnehmung der eigenen Körpersprache. Wenn ich beispielsweise eine eingespielte Gruppe habe und einen neuen "Heißsporn" integrieren möchte, kann ich im Konfliktfall nicht einfach losbölken. Was dann passiert ist meistens das: Ich habe vorübergehend Ruhe, schaffe aber einen dauerhaften Konflikt. Der Neuzugang ist von mir vermutlich wesentlich weniger beeindruckt als meine Alttiere. Er lernt aber, dass, wenn er Schwierigkeiten kriegt, ich mich scheinbar auf seine Seite schlage, er also einen wichtigen Verbündeten hat. Er kann also gefahrlos weiter stänkern. Meine Alttiere, statt sie zu stärken, reduziere ich, in dem ich sage, ihr habt hier nichts zu entscheiden. Sie vermeiden daraufhin die eigentlich nötige Klärung und geben dem Youngster noch mehr Raum, sich aufzuspielen, wodurch ein beständig schwelender Konflikt entsteht.

Auwei, ich sehe gerade, es ist doch schon ein halbes Buch. Schluss jetzt also, auch wenn es noch vieles mehr zu sagen gäbe.

Liebe Grüße an alle Viel- und Gerneleser ;-)

Antje


Liebe Grüße Antje

 
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RE: Mobbing?

#8 von silvern , 24.01.2011 11:26

man lernt ja gern immer dazu :-))

So richtig durchschau ich das ganze noch nicht. Es geht immer von Dena aus, die jüngste und am schluß dazu gekommene und nicht aus dem gleichen "stall" wie die anderen drei. Nikka lass ich jetzt mal außen vor, die mischt sich nie ein mit ihren 12 jahren. Dena möchte action haben. Wenn alle ruhig liegen, an irgend einem fetzerl rumkauen oder im garten rumsurfen fängt sie an, nimmt der einen das weg, die andere wird kurz am schwanz gezogen, ihr ist langweilig :;-)))). Dann hat sie die anderen so weit und die wilde jagd beginnt. Mein eindruck, Dena genießt das geradezu wenn sie von allen dreien bearbeitet wird. Sie kommt jederzeit los, rennt wieder los, steht in erwartungshaltung irgendwo den anderen dreien gegenüber und wieder beginnt das "spiel" von vorn. Das ganze dauert ein zeitl, dann sind alle wieder mit etwas anderem beschäftigt.Ängstlich ist sie ganz bestimmt nicht. Aber auch nicht unerträglich sekkant. Ich denke nur, daß man bei 4 weibern einfach auch aufpassen und auch mal schluß mit lustig machen muß. Sicher ist sicher.

WEr ist Herr Albrecht????????? :-))


liebe Grüße, heidrun

 
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RE: Mobbing?

#9 von Sunnie , 24.01.2011 12:12

Hallo Heidrun,

mit Herrn Albrecht meinte ich Marc Albrecht mit seinen beiden Videos (oder hab ich da was falsch verstanden?)

Das Problem ist, bei uns ist die Datenautobahn noch zu Fuß auf dem Feldwege und daher hatte ich mir nicht die Zeit genommen, nochmal 10 Minuten zu warten, bis die Seite geladen hat. Albrecht hatte ich mir aber gemerkt.

Was du mit Dena beschreibst, klingt erst mal sehr nach Hundevergnügen. Wenn Nikka Rudelchefin sein sollte, ist die Tatsache, dass sie sich nicht beteiligt, durchaus eine Aussage, wie sie die Sache sieht: Albernes Junghundevergnügen. Ein weiteres Indiz für Harmlosigkeit wäre, dass Dena offenbar die Sachen initiiert. Ein gemobbter Hund vermeidet tunlichst, auf sich aufmerksam zu machen. Gemobbt werden ist überhaupt nicht lustig. Mit Ausnahme von übermotivierten Knallköppen (ich denke da an meinen Malimix, der Monate brauchte um zu lernen, wie andere Hunde 'lass das' sagen)

Wenn die anderen das Verhalten dreist finden, ist es untypisch, dass sie Dena davonkommen und von neuem anfangen lassen. Dann wird in der Regel gescholten, bis der Neue sagt: Ist gut, ist gut, ich wills auch nie wieder machen (es sei denn, du beendest vorher).

Ich kenne nun die Altersstruktur deiner Hunde nicht. Die psychische Entwicklung der mittelgroßen Rassen dauert ca. drei bis vier Jahre, bei Defiziten auch mal länger. In dieser Zeit kommen verschiedene Entwicklungsphasen vor, die auch immer wieder mit der Frage zu tun habe, wer bin ich und was mach ich eigentlich hier. Gerade im Alter zwischen ein und zwei Jahren ist ein spielerisch verkleidetes Austesten von Grenzen typisch. Spielerisch, weil man ja immer behaupten kann, man hätte ja eigentlich bloss spielen wollen und nicht sofort den vollen Zorn abkriegt wie wenn man nur dreist gewesen wäre.

Wie diese Einordnung dann weitergeht hängt von der Kompetenz der Hunde und von der Art deiner Einmischung ab. Sozial fitte Hunde kriegen das sehr gut hin, wenn man sie lässt.

Aufpassen, wo die Reise hingeht ist schon wichtig, um mitzukriegen, ob sich irgendwo ernsthafte Konflikte anbahnen. Gruppenordnung ist dynamisch, kann sich also auch im Laufe der Zeit verändern. Ist der Leithund nicht mehr fit und hätte eigentlich am liebsten nur noch seine Ruhe, wird er nicht mehr alles nötige tun, einen Junghund einzunorden (passiert auch mal vorrübergehend durch anhaltende Verletzung oder Krankheit, wird aber in der Regel danach wieder gerade gerückt.) und der kann dann bisweilen mit der Vorstellung groß werden, er wäre das Maß aller Dinge.
Wichtig ist aber auch wirklich zu lernen, wo man sich raushalten sollte, da die Beeinflussung der Hunde je nach Naturell sehr unterschiedlich und damit auch sehr ungünstig sein kann. Raushalten ist aber bei uns Menschen mit das Schwierigste

Grundsätzlich ist die Haltung von Gleichgeschlechtlichen in einer Gruppe nicht besonders Konfliktträchtig, falls ich das aus den 'Weibern' herauslesen sollte. So lange Hunde sozial versiert sind und die Auswahl an Spielgefährten haben, werden sie sich bevorzugt bis ausschließlich Freunde in ihrer Geschlechtsgruppe suchen, vorausgesetzt, sie können eine rudelähnliche Struktur bilden (Da ist dann nämlich keine sexuelle Spannung dabei. Junge, unerfahrene Rüden nutzen nämlich die Spielverkleidung meist nur, um sich die Dame gewogen zu machen, bis sie, 'schwupp', raufklettern können. Je erfahrener die Hundedame, desto schneller sagt sie denn auch 'Hau ab du Depp', außerhalb der Stehzeit natürlich).
Je näher das Alter und der individuelle Geltungsanspruch, desto größer die Konfliktwahrscheinlichkeit (bei Gleichgeschlechtlichen). Das lässt sich wie ein Diagramm beinahe ausrechnen. Ähnlich schwierig ist eine ältere ängstliche oder konfliktscheue Hündin mit jugendlichem Haudrauf. Am schwierigsten sind meistens gleichgeschlechtliche Wurgeschwister, die kräfte- und psychemässig praktisch gleich sind. Das fängt allerliebst mit viel Spiel an und steigert sich dann in der Regel im Laufe des Erwachsen werdens bis zu ernsthaften blutigen Auseinandersetzungen, weil sie beide sich nicht einigen können.

Bei Hunden, die traditionell in der Meute gezogen und gehalten werden, wie z.B. auch die Schlittenhunde, ist das oft weniger ausgeprägt, das die Zucht so ein Verhalten aus Haltungsgründen versucht zu eliminieren. Vorkommen kann es natürlich aber doch immer wieder.

Liebe Grüße
Antje


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RE: Mobbing?

#10 von silvern , 24.01.2011 12:25

Grundsätzlich ist die Haltung von Gleichgeschlechtlichen in einer Gruppe nicht besonders Konfliktträchtig, falls ich das aus den 'Weibern' herauslesen sollte..

das sag ich auch immer, aber man liest so oft wie "schrecklich" ein haufen weiber zu halten ist.

Dena ist jetzt grad mal 16 Monate alt, :-)))), sie hat also alles recht ein bißchen wirbel in die gemütliche gesellschaft zu bringen :-)))

also entschuldige, irgendwie steh ich total auf der leitung wer ist marc albrecht


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RE: Mobbing?

#11 von Sunnie , 24.01.2011 12:52

Hallo Heidrun,

da hab ich wohl falsch schlussgefolgert. Hmmm, waren keine Hunde, hab ich nicht so genau hingeschaut...

Ich meinte die beiden Videos, die huskyangel gepostet hatte, die mit emma peel und herrn schobert. Da stand im Abspann: gemacht von Marc Albrecht, dachte ich also, okay, ist ein Typ, wird er wohl so heißen. Habe ich mich aber scheinbar geirrt.

Okay, hilf mir bitte, wie heißt er denn nun (oder wer immer für die Videos verantwortlich ist)

Liebe Grüße
Antje


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RE: Mobbing?

#12 von eistee , 24.01.2011 21:59

um diese videos gehts bei herrn albrecht:
LEHRVIDEOS ÜBER DEN ZUGHUNDESPORT
bei youtube heißt er herr schobert.

@ sunnie: interessante beiträge;
ich hab eine 4-rüden-gruppe die meistens ohne probleme miteinander auskommt.
früher war ne ältere hündin die chefin - aber die war weder ängstlich noch konfliktscheu

daß es mit 2 wurfgeschwistern in die hose gehe kann, konnte man in einem forum anschaulich miterleben (einer wurde dann abgegeben...).


 
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RE: Mobbing?

#13 von silvern , 24.01.2011 22:18

ahso, die hatte ich mir gar nicht angeschaut. Das erste find ich schon mal ganz gut, ists eigentlich alles dabei was Hunde vor dem einspannen lernen müssen. Nicht schlecht die idee mit den beiden seitlichen leinen zum richtungswechsel lernen.

Beim zweiten video gefällt mir nicht daß er beim radfahren die leine in der Hand hat. Kein gutes beispiel.

Insgesamt sind die videos sicher ein Ansporn mit zugkräftigen und laufwilligen Hunden diesen Sport zu beginnen.


liebe Grüße, heidrun

 
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