Wir sind zurück und es bleibt einfach nur: es war mehr als Klasse
Freitag mittag ging es endlich los, oder sollte es, erst streikte mal mein Bus, die Batterie röchelte aus dem letzten Loch und so legte ich mal eben die Fremdstarterkabel aus in der Hoffung eines der nächsten Autos das vorbeikommt gibt mir Starthilfe, musste nur ein Diesel sein *gg* , wohlgemehrt hatte ich tatsächlich Glück, von den 20 Autos die hier täglich durchfahren, hielt gleich das erste und es war ein Diesel
endlich ging es dann um 14 Uhr los, ganze 8 km weit war die Anfahrt, aber das erste Mal mit dem Wohnwagen hinten dran, schwitzte ich ganz schön, oben auf der Wallburg angekommen, war Gabi bereits vor Ort und war schon am aufbauen, schlau wie ich war wollte ich eigentlich nur erstmal das material hochfahren, eine neue Batterie kaufen und dann die Hunde holen, denkste, ausgepackt, aufgebaut und Hunde geholt, wer hat schon Lust sich noch mit Alltäglichkeiten abzugeben :D
waren wir letztes Jahr noch direkt im Zugangsbereich des Weihnachtsmarktes, so hatte man uns auf ein schönes Plätzchen weiter hinten gesetzt, das war richtig Klasse, abends über Eltmann und Ebelsbach, saßen die Hunde am Stake Out und hatten eine Live Lichtershow der Ortschaften, die Aussicht fanden nicht nur wir phänomenal
Samstag früh ging es dann auf die erste Tour, nach einem ausgiebigem Frühstück spannten wir um 10Uhr ein, es war eisig kalt und über Nacht hatte es ein wenig geschneit, der Himmel war leider wolkenverhangen, trotzdem hatte wir eine wunderschöne Tour, wenn nur bei mir nicht die Räder blockiert hätten, irgendwas hat gebremst, und so mussten die Hunde ganz schön ackern, teilweise war bergauf schieben angesagt, wie bereits bei den letzten Fahrten waren Joker und Hoppla in Lead, eigentlich ein Dreamteam, wenn Joker nicht einen Rechtsdrall hätte und ständig am Rand laufen müsste :D
gegen 13Uhr waren wir zurück, die Hunde erstmal müde und für uns Musher ging es heiß her, nach dem Versorgen der Hunde, wurde das Lagerfeuer angezündet, denn es ist mittlerweile Tradition das wir die Kinder der Weihnachtsmarktbesucher mit Stockbrot braten beschäftigen, die Kinder jedenfalls hatten mächtig Spaß und auch so mancher Erwachsene tummelte sich am Lagerfeuer samt Steckerl in der Hand, mit einem seeligem Gescihtsausdruck in die Kindheit zurück versetzt, der ursprüngliche Gedanke unserer Teilnahme am ersten Weihnachtsmarkt war eigentlich die Rassen vorzustellen und nebenbei eine zusätzliche Attraktion für die Besucher zu sein, der Andrang dort ist aber kaum zu bewältigen und so wurden die am nächsten am Weihnachtsmarkt gelegenen Stake Outs l mit den Hunden belegt, jeder wurde heftig durchgeknuddelt und gestreichelt von gaaaanz vielen Kindern und auch Erwachsenen, und damit das Fell nicht zu dünn wird und die Nerven der Hunde geschont werden, wechselten wir die Hunde jeweils, was so macnhen Irrtum mit sich brachte, waren 10 Minuten vorher noch Malamuten am Stake Out, waren es danach Huskys, und so mancher wunderte sich über die blauen Augen der Malis
wenn er seiner Angebeteten die er extra vom Weihnachtsstand weglotste die Malis zeigen wollte
der Weihnachtsmarkt selbst ist wirklich wunderschön, das Flair und die Stimmung unterhalb des Turms der als Überrest einer alten Burg oben am Berg über Eltmann noch steht ist unglaublich, trotzdem hatten wir abends um 21Uhr die Weihnachtsmusik über, selbst Techno wäre uns dann noch recht gewesen, die Texte des Kasperletheaters für die Kinder kannten wir nach 3 Aufführungen auswendig, nach 16kg Stockbrotteig, fransigen Lippen und wehen Füßen, war es zwar ein schöner Tag, aber wir waren doch froh als die letzten Besucher das Gelände verließen
bis 23Uhr saßen wir dann noch gemütlich am Lagerfeuer und wärmten uns mit Glühwein, heißem Punsch und heißem Caipinrinha innerlich auf, schnell aber waren wir danach in den Schlafsäcken verschwunden
heute morgen gegen viertel nach Acht gab es dann wieder Frühstück, auch Sonntags mit frischen Brötchen, gegen 10Uhr wurde wieder eingespannt und die Sonnte lachte bei leichten Minusgraden vom Himmel, für die heutige Tour nutzten wir überwiegend Waldwege, hierfür war ich dem Guide besonders dankbar , die Hunde haben so noch mehr Spaß, auch schneebedecktem dicken Laub läuft es sich einfach viel schöner, an einem steilen bergab Stück, kamen so einige ins Schwitzen, am Ende in einer Kurve ging die Lenkung eines Mushers zu Bruch und so musste am Steilhang auch Laub jedes Team irgendwie gehalten werden, gar nicht so einfach wenn der Wagen trotz angezogener Bremsen einfach weiterrrutscht, aber irgendwie ging alles gut, meine Kralle hab ich dann auch noch gefunden, das Team des defekten Wagens wurde kurzerhand mit einem anderen zusammen gespannt und weiter gings, am schönsten waren die freien Teilstücke am Wegesrand in der Sonne, einfach herrlich und dann noch gefrorener Boden
für mich selbst habe ich wieder viel gelernt, nachdem Joker immer wieder alles ausbremste weil er rechts am Rand laufen wollte, und Beverly hinten eigentlich keinen glücklichen Eindruck machte, wollte ich sie nach 3km einfach mal ein Stückchen vorne laufen lassen, denn unterwegs hatte ich mitbekommen, das sie an Abzweigungen immer schon vor den Leithunden (die gelegentlich zu Taubheit neigen) in die richtige Richtung zog, eigentlich nur mal ein Versuch, hatte Beverly einen Mordspaß da vorne, immer wieder gab es auch Teilstücke wo Gabi und ich uns gegenseitig überholten, oder einfach längere Zeit nebeneinander fuhren, Beverly zuckte rein gar nicht, im Gegenteil, waren wir vorne musste sie immer gucken ob die anderen nicht endlich nachkommen, so ließen wir uns zurückfallen und gönnte ihr immer wieder einen Überholvorgang, immer darauf achtend das Beverly vom Kopf her nicht aufgibt oder das es ihr vllt. zuviel wird, dabei zog sie immer wieder Hoppla mal von einem Gebüsch weg, denn nur zu gerne hätte er ihre Unerfahrenheit ausgenutzt und hin und wieder eine Pinkelpause eingelegt
, wenn es ihr auch nicht immer gelang, so sind die Ansätze mehr als nur gut die sie zeigt
ich bin völlig von den Socken, was dieser junge Hund so draufhat und natürlich überglücklich so einen Hund bekommen zu haben
desweiteren hab ich gelernt wie man eine Gasflasche am Wowa anschließt, den Herd bedient und das so ein alter Wowa auch mal über fließendes Wasser verfügt, nämlich dann wenn das gefrorene Wasser unter der Dachhaut auftaut und sich einen Weg durch ein kleines Loch in der Isolierung sucht
, das davon ein Teil in meinen Hausschuhen gelandet ist durfte ich frühmorgens erfahren, ich war jedenfalls hellwach nach dem kalten unerwartetem Fußbad.......trotzdem möchte ich meinen Wohnwagen nicht mehr missen, es hat schon was wenn die Klamotten und das Bettzeug nicht ständig klamm sind und man sich abends in ein warmes Bett kuscheln kann
es war ein wunderschönes Wochenende und wer nicht da war, hat was verpasst, nächstes Jahr sind wir mit Sicherheit wieder dabei

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